Körper und Geist: Mixed Martial Arts

Am 07.07. traten verschiedene Aktivisten unserer Partei dazu an, ihre Kräfte im Ring miteinander zu messen. Wir haben daher einige sportliche Mitglieder der Bewegung gebeten, ihre Sportarten kurz vorzustellen und darüber zu schreiben. In dem heutigen Teil geht es um das bekannte MMA.

Beim Mixed Martial Arts, auch kurz „MMA“ genannt, handelt es sich um eine noch recht junge Kampfsportart, die Techniken aus mehreren anderen Kampfsportarten miteinander kombiniert und somit am Ende eine Art „Allrounder“ der Kampfeskünste schafft, der seine Techniken je nach Situation entweder im Stand oder am Boden einsetzen kann. Ziel eines Kampfes im MMA ist es, den Gegner entweder durch den Einsatz einer „Submission“ zum Abklopfen („Tappen“) zu bringen, ihn durch Schläge oder Tritte k.o. gehen zu lassen oder auch durch einen Punktsieg zu besiegen.

Populär geworden sind die Mixed Martial Arts erst in den 90er Jahren durch die Organisation „Ultimate Fighting Championship“, die zunächst nur im US-amerikanischen Fernsehen „Kämpfe ohne Regeln“ übertrugen und sich mittlerweile auch in Europa einer steigenden Beliebtheit erfreuen, nicht zuletzt deshalb, weil das klassische Boxen durch geschmierte Kämpfe immer mehr an Ansehen verloren hat. Jedoch kann man das Austragen stilfreier Kämpfe dieser Art bereits in der Antike nachweisen. Zu den olympischen Spielen im alten Griechenland wurde das Pankration ab dem 7. Jahrhundert vor der Zeitrechnung eingeführt, das eine Kampfkunst bezeichnete, die Elemente des Ringens und Boxens miteinander verband und fast sämtliche Kampftechniken zuließ, um entweder die Kampfunfähigmachung des Gegners zu erreichen, oder ihn zur Aufgabe zu zwingen.

Anders als in vielen anderen Kampfsportarten gibt es auch heute im MMA ein lichteres Regelwerk, so darf z.B. auch im Bodenkampf geschlagen werden, Knie und Ellbogen zum Einsatz kommen und der Gegner, anders als beim Ringen, selbst noch aus der Rückenlage heraus besiegt werden. Während sich bei den klassischen Kampfsportarten, wie beim Boxen, Kickboxen, Judo, Ringen, Grappling oder Brazilian Jiu-Jitsu, die Kämpfer auf ein bestimmtes Technikfeld spezialisieren und dort eine Unzahl an verschiedenen Griffen, Würfen, Würgetechniken oder Hebeln erlernen, pickt sich der MMA-Kämpfer die wichtigsten und effektivsten Techniken aus diesen Bereichen heraus und wendet sie sinnvoll an, sodass er am Ende als einer der ausgewogensten und allumfassend trainiertesten Kämpfer dasteht. So vermeidet er beispielsweise das Nachsehen eines Boxers, der zwar im Stand sehr gut ausgebildet ist, aber bei der Verlagerung des Kampfes auf den Boden schnell an seine Grenzen stoßen würde, ebenso, wie die Defizite des Bodenkämpfers, der gegen gut platzierte Schläge und Tritte im Stand nicht viel auszurichten weiß.

Auf Techniken, die nicht direkt in einem Kampf einsetzbar sind und eher choreographischer Ästhetik dienen, wie in einigen fernöstlichen Kampfsportarten, verzichtet MMA dabei ebenso wie auf reine, „unsportliche“ Selbstverteidigungstechniken, wie sie z.B. im Krav Maga gelehrt werden. Somit eignet sich diese Kampfsportart besonders gut für jene, die jeder Art von Gegner, welcher auf das eine oder andere Gebiet wahrscheinlich spezialisiert sein könnte, wenigstens ein Grundrepertoire an Techniken auf fast allen Gebieten entgegenzusetzen wissen möchten. Für mich als nationalen Aktivisten, der seine Weltanschauung selbst im Alltag mehr oder weniger offen zum Ausdruck bringt und sich deshalb stets einer feindlich gesinnten Umwelt und einer steigenden Zahl von Feinden gegenüber ausgesetzt sehen muss, ist diese Kampfsportart somit das ideale Betätigungsfeld, um in etwaigen kritischen Situationen für eine handfeste Auseinandersetzung gewappnet zu sein!





1 Comment

  • Interessanter Beitrag. Danke dir! Könntest du bitte erklären, was du mit „unsportlichen“ Verteidigungstechnicken beim Krav Maga meinst? Ich dachte bis jetzt Krav Maga wäre auch eine Mischung verschiedener Kampfsportarten.

    Ben 29.07.2018