Die Weggefährtin #006: Die Gedanken einer Mutter

Von unerschütterlichen Wurzeln

(in Bezug auf eine Diskussionsrunde, wie man mit Kontakten seiner Kinder zu Kindern aus anderen Kulturkreisen umgeht )

,,Über die Kinder wie über die kleinen Bäume im Walde geht der Sturm hinweg, der in den Kronen der alten braust und sie beugt und bricht. Wenn sie größer werden, wachsen sie in die Sturmschicht hinein, und ihre Wurzeln müssen kräftiger werden.“

Otto Fürst von Bismarck

 

,,[…] und ihre Wurzeln müssen kräftiger werden.“ Kräftiger als es unsere je werden können. Gebt Euren Kindern Wurzeln, gebt ihnen Heimat. Gebt ihnen durch tiefe Werte, gelebte Gemeinschaft und gelebtes Vorbild ein Bewusstsein von Identität. Lebt ein authentisches Brauchtum im Sinne der Verflechtung von Tradition und Moderne, in das sie hineinwachsen, hineinfühlen und hineinleben. Gebt Euren Kindern Raum zur Stärkung ihres Geistes und ihrer selbst in Verantwortung über sich und über andere.

 

Gebt Euren Kindern Heimat, in die sie ihre Wurzeln schlagen werden – so hart, dass kein Sturm sie brechen mag.

Wenn wir von Heimat sinnen, dann entstehen in unseren Köpfen Begrifflichkeiten wie Traditionen, Brauchtum, Kultur, Gemeinschaft… und zu guter Letzt gehören zu der Heimat unsere Wurzeln. Und wenn man von diesen spricht, dann nicht in dem Sinne eines bildlichen Stilllebens oder gar einem Stillstand der eigenen Entwicklung.

 

,,Ans Vaterland, ans teure, schließ Dich an, das halte fest mit Deinem ganzen Herzen! Hier sind die starken Wurzeln Deiner Kraft.

Beschrieb es schon einst Friedrich Schiller, als Quell jener Kraft, die uns in der Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft und den auferlegten neusittlichen Dogmen dieser Zeit, wieder einkehren und uns erinnern lassen, woher wir kamen und wohin uns unser Weg geleiten wird. So hindern die Wurzeln auch nicht den Baum daran, sich in die Breite zu entfalten oder gar seine Äste hinwärts des Himmels zu recken. In die Höhen der Erhabenheit und schöpferischen Weisheit. Sie hindern ihn nicht daran, dass aus ihm werde, was aus ihm werden solle. Sie sind Zeugnis seiner Verbundenheit mit der Erde seiner Heimat und seinem Willen zu seiner Lebenszeit den stärksten Stürmen zu trotzen, die an ihm rütteln mögen.

Und so wie der Baum wehrhaft steht im Sturm der Zeit, so soll es der Mensch ihm nachempfinden. Dass er sich in seiner ganzen Schöpfung der Heimat verpflichtet. Dass er durch Erlernen, durch Erlesen und Erleben seinen Geist und seine Seele prägt. Dass er weiß über sein Ahne, seine Gegenwart und seine Zukunft. Dass ihm seine Wertigkeit als Individuum im Kreise einer Gemeinschaft bewusst wird und er so seine Identität wahrt.

,,Tradition schafft Identität“ und mit diesem Bewusstsein müssen wir unsere Kinder erziehen und sie werden sich ihrer Wurzeln stets erinnern und in Hader und Zweifel aus ihnen Kraft zehren.

Ein Teil unserer Gemeinschaft zu sein, erfüllt ebenso sie mit positiven und kraftbringenden Momenten, wie wir es als erwachsener Mensch empfinden, wenn wir uns zu Hochfesten und derartiger Feierlichkeiten in dem Kreise unserer Mitstreiter einfinden. Deshalb ist es besonders wichtig, für unsere Kinder speziell diese Momente zu fördern und zu leben, da eine positive Verstärkung der Natürlichkeit des aktiven Gemeinschaftsleben wesensfördernd ist.

Mit einem Bewusstsein der Kraft Deiner Wurzeln und denen, die du Deinen Kindern verleihst, stehst Du wahrlich trotzig im Kreise fremdartiger Einflüsse. Kinder erschüttern nicht an ihnen, sie haben eine natürliche Abwehrhaltung gegenüber allem Artfremden und Ungewohnten. Wir als Eltern sind der Einfluss, der ihnen diese ,,Ängste“ nimmt oder sie in ihrer Natürlichkeit verharren lässt. Erfahrungen und Erlebtes prägen und formen den Charakter unserer Kinder. Wir können ihnen zwar Wegbereiter und –weiser sein, aber bestreiten werden sie ihn selbst und aus ihren mitgegebenen Traditionen, aus ihnen von uns auferlegten Werten und Sitten und aus ihrem Erfahrungsschatz, den ihnen das Leben bescherte, ihre alleinige Identität formen. Gemeinschaft bindet. Gemeinschaft formt. Gemeinschaft verpflichtet. Und in wem dieses Bewusstsein emotional verwurzelt ist, der wird sich zu Höherem berufen fühlen. Aus dem Ich zu wachsen in das Wir. Auf dass aus ihnen werde, was aus ihnen zu werden vermag – tief verwurzelte heimattreue Deutsche.

 

Unser Frauenblog ,,Weggefährtin“ ist eine monatlich erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.

Bei Interesse: Weggefaehrtin@der-dritte-weg.net





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