Vortrag „Von der Stunde Null zum III. Weg“ beim Stützpunkt München/Oberbayern

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„Der III. Weg“ ist eine noch junge Partei. Fünf Jahre sind nun seit der Gründung in Heidelberg vergangen. Doch viele Aktivisten sind bereits früher im nationalistischen Lager unterwegs gewesen und haben bereits einen langen Weg hinter sich. Die nationalrevolutionäre Partei stellt für sie eine neue Entwicklungsstufe dar. Der Referent, den der Stützpunkt München/Oberbayern für eine Abendveranstaltung gewinnen konnte, blickt selbst auf mehr als 20 Jahre im „Nationalen Widerstand“ zurück. Nun stellte er im Rahmen der Monatsveranstaltung die Entwicklung der Fundamentalopposition in der BRD seit dem Kriegsende 1945 vor.

Die meisten Zeitzeugen aus der Kriegszeit sind heute bereits verstorben oder hochbetagt. Doch auch nach 1945 ist die Zeit nicht stehen geblieben und der Kampf um Deutschlands Freiheit ging weiter. Seitdem hat es in mehr als 70 Jahren unzählige nationale Bewegungen, Gruppierungen, Kameradschaften und Parteien gegeben. Deren Geschichte stellte der Referent in anschaulichen Worten, verknüpft mit eigenen Erinnerungen, vor.

Bereits 1949, wenige Jahre nach Kriegsende, gab es mit der „Bewegung Reich“ eine erste Widerstandszelle. Deren charismatischer Führer, der ehemalige Hagener NSDAP-Gauleiter Heinrich Vetter scharte Anhänger der ehemaligen NSDAP um sich. Er war erst 1948 aus der britischen Internierung entlassen worden.

Viele nationalistische Deutsche engagierten sich auch nach dem Kriegsende weiter politisch. Einige wurden Mitglied der FDP. Ein Beispiel hierfür ist Erich Mende, der als einer der Ersten nach Kriegsende wieder öffentlich sein Ritterkreuz trug. Andere gründeten die Sozialistische Reichspartei (SRP).

Die SRP ist, neben der KPD, eine von nur zwei Parteien, die als Partei in der BRD verboten wurden. Die SRP wurde 1949 von Otto Ernst Remer und Dr. Fritz Dorls gegründet. Nur drei Jahre später wurde sie verboten. Sie hatte etwa 40.000 Mitglieder. Sie besaß eine eigene Jugendorganisation, die Reichsjugend und einen Saalschutz, die Reichsfront. Sie konnte mit einigen Wahlerfolgen für Aufsehen sorgen. So erreichte sie 1951 bei der Landtagswahl in Niedersachsen 11,0 Prozent und bei der Wahl in Bremen im gleichen Jahr 7,7 Prozent. Besonders erfolgreich war sie in den Regierungsbezirken Stade, mit 21,5 Prozent und Verden mit sogar 27,7 Prozent.  Verboten wurde sie aufgrund ihrer Nähe zur NSDAP.

Auch in der DDR gab es eine Partei, in der viele Nationalsozialisten untergekommen waren. Die NDPD – National-demokratische Partei Deutschlands – war gleichwohl praktisch nur vorhanden, um dem DDR-Regime einen demokratischen Anstrich zu verleihen. Nach der Teilwiedervereinigung 1990 ging sie in der FDP auf.

Die älteste noch bestehende Partei, die NPD, wurde 1964 in Hannover gegründet. Im Wesentlichen muss über diese Partei und vor allem ihre Entwicklung jedoch nicht weiter gesprochen werden.

1979 folgte mit der Gründung der FAP, der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei, eine weitere einschneidende Entwicklung. Der Partei unter ihrem Vorsitzenden Friedhelm Busse gelang es immer wieder bei Aufmärschen für Aufmerksamkeit zu sorgen. Doch der Partei wurde seitens der BRD-Justiz die Ernsthaftigkeit der parteipolitischen Arbeit abgesprochen und ihr somit der Parteienstatus entzogen. Postwendend folgte 1995 das Verbot nach dem Vereinsrecht.

Kleinere nationale Organisationen waren beispielsweise die Nationale Offensive, die von 1990 bis 1992 bestand, die Nationalistische Front, die von 1985 bis 1992 bestand oder die Nationale Sammlung, die von 1988 bis 1989 aktiv war. Parallel existierten nationale Jugendorganisationen wie die Wiking-Jugend, die von 1952 bis 1994 den Kampf führte.

Nach der großen Verbotswelle Anfang der 1990er Jahre gingen viele Nationalisten in die Skinhead-Bewegung oder in freie Kameradschaften. Jedoch geriet bei Ersteren das weltanschauliche Fundament oftmals in den Hintergrund, während die Kameradschaften mit ihrer oftmals rein aktionistischen Ausrichtung einer starken Fluktuation ausgesetzt waren.

Ende der 2000er bis Anfang der 2010er Jahre folgte zudem eine weitere große Verbotswelle gegen viele freie Kameradschaften wie die Kameradschaft Aachen, die Kameradschaft Hamm, das sogenannte „Freie Netz Süd“, die sogenannten „Autonomen Nationalisten Göppingen“, das „Aktionsbüro Mittelrhein“, „Besseres Hannover“ oder die „Spreelichter“.

Nun folgte mit der Gründung der Partei „Der III. Weg“ eine neue Entwicklung in der Geschichte der nationalen Opposition, die, so viel kann bereits heute gesagt werden, neue Maßstäbe gesetzt hat. Somit schloss der Referent mit einem optimistischen Fazit und klarem Bekenntnis zum III. Weg.

Anschließend folgte noch ein Schulungsteil, der sich mit Repression durch den politischen Gegner beschäftigte. Es wurde erörtert, mit was für Angriffen sich Nationalisten auseinandersetzen müssen, wie man präventiv dagegen vorgehen kann, und was man tut, sollte es dennoch zu einem Vorfall gekommen sein. Hier wurde auch das Beispiel eines Kameraden genannt, der Betroffener eines Outings in seinem Wohnort war und darauf mit einer Gegendarstellung reagierte.

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