Die Weggefährtin #017: Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik – Handreichung der Amadeu Antonio Stiftung

 

[…] „Die Kinder von heute werden morgen unsere demokratische Gesellschaft tragen. Deshalb ist es wichtig, die frühkindliche Bildung demokratisch zu gestalten und an Kinderrechten zu orientieren. Man kann nicht zu früh damit anfangen. Die Bedürfnisse der Kinder sollten Ausgangspunkt des pädagogischen Handelns sein; von dort aus geht es in Richtung demokratischer Werte, in Richtung eines selbstbewussten Lebens in einer vielfältigen Welt.“ […] – Geleitworte der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey – Auszug ,,Ene, mene, muh – raus bist du!“ Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung Fachstelle für Gender, GMF* und Rechtsextremismus

*Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Um Diskriminierungen und Ungleichwertigkeiten in der Kinderbetreuung zu verhindern, engagiert sich die Amadeu Antonio Stiftung mit Unterstützung der Freudenberg Stiftung in der Publikation sogenannter Aufklärungsbroschüren zur frühkindlichen Pädagogik.
„Kindern Geschlechtergerechtigkeit und die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen zu vermitteln, ist Teil des Erziehungsauftrags.“ Klingt es da so weltoffen im Vorwort der Handreichung, die detaillierte Fallanalysen und die daraus abgeleiteten geschlechterreflektierten, antirassistischen, […] und antisemitismuskritischen Handlungsmöglichkeiten darbietet, ebenso die Hilfs- und Beratungsangebote im Kampf gegen den Rechtspopulismus.
Und Fremdenfeindlichkeit beginnt bereits in der Wiege.

Bereits zu Beginn der sogenannten Analysen des Kitaalltags wird ein Fall geschildert, in dem sich ein Kind unter der Aussage >> es möge keine Asylantenkinder << weigert, ein anderes Kind im Morgenkreis zu berühren.
Eine Empfehlung lautet hier, die Ablehnung des Kindes zu rügen und mit ihm ein Gespräch in Einbezug der Perspektive von Pädagogik der Vielfalt und Demokratiepädagogik zu führen und das abgelehnte Kind intensiver in den Kreis einzubinden, die Eltern über dieses Verhalten zu unterrichten und Themen wie Flucht in der Erziehungseinrichtung durch Gesprächsabende zu thematisieren.
Da Frau Dr. Franziska Giffey bereits vorab kundtat, dass Kinder ihre Neugier auf Unterschiede mitbringen, ebenso wie die Bereitschaft Vorurteile zu übernehmen, sollte dieser vorgetragene Fall also nicht unter dem Stempel „harmloses Missverständnis“ zu führen sein.
Und die Moral appelliert an uns, wertfrei zu handeln und Mitleid zu empfinden. Empathie zu haben für die Opfer von Flucht und Gewalt. Und wahrlich mag es ein Mutterherz rühren, wenn wir bedenken, was all der Kinderseelen Schuld daran haben für die Missstände der Gesellschaft. Wahrlich trifft sie keine Schuld. Und wahrlich ist es nicht gerecht. Aber was ist schon gerecht?

In lauter Sorge und Ahnung dessen, was die Erfahrung der Ablehnung im frühkindlichen Alter für Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes Einfluss nehmen mag, unterschlagen wir den Lerneffekt des Kindes, das sich weigerte das artfremde Kind zu berühren.
Dein Verhalten ist falsch – es ist falsch, sein Unwohlsein und Missempfinden gegenüber Aufforderungen zu äussern. Es ist falsch, einen natürlichen Schutz der Furcht vor der Fremde zu haben. Es ist falsch, eine ablehnende Haltung zu haben. Es ist falsch, überhaupt eine Meinung zu haben – geschweige denn sie zu äußern. Wenn du also ein Teil dieser Gruppe, bzw. späteren demokratischen Gesellschaft sein möchtest, verhalte dich besser unauffällig und tue das, wozu man dich anleitet.

Von nachhaltigem pädagogischem Wert wäre hier ein Eingehen auf den Wunsch des Kindes und das Respektieren seiner Unversehrtheit, ebenso wie das Aufschlüsseln der Abweisung – Ist vielleicht sogar etwas vorgefallen, warum sich das Kind weigert? Kann es vielleicht sein, dass seine Äußerungen nicht eine stumpfe Nachahmung der besorgten Wutbürger Eltern seien, sondern möglicherweise eine natürliche Empathie zu vorausgegangenen kindlichen Missverständnissen?

 

Vielfalt erwünscht – aber keine Vielfalt der Meinungen

„Ist das Kind bereits in der Vergangenheit durch diskriminierendes Verhalten aufgefallen, sollte dem Kind noch einmal sehr deutlich vermittelt werden, dass solch ein Verhalten nicht erwünscht ist. […]“ Aber: „Grundsätzlich darf jedes Kind so sein, wie es ist…“ – wenn es so ist, wie man es gerne hätte.

Absurder klingt das Fallbeispiel des Geschwisterpaares aus einer völkisch extremen Familie, die ihre Kinder zu Unterwürfigkeit, Gehorsam und Disziplin durch Abhärtung in klassische Rollenbilder drängt. Auffallen würden die Kinder durch ihr introvertiertes und ihr diszipliniertes Verhalten den Erziehern gegenüber. Optische Auffälligkeiten seien das Tragen von Kleidern und geflochtenen Haaren bei den Mädchen und sportliches Auftreten bei den Jungs. Auch in diesem Falle wird ein Gespräch mit den Eltern empfohlen, in dem es nicht nur um die politische Ausrichtung der Erziehung geht, sondern primär um die Auswirkung von autoritärer und geschlechtsstereotypischen Erziehungsstile, die die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränkt und ihre Entwicklung erschwert – Im Vordergrund der Bedacht auf Kindeswohl.
Jedem, der noch des klaren Verstandes mächtig, sollte gerade in Anbetracht dessen bewusst werden, wie sich der Staatskörper als solches anmaßt, in die Familie, als Kernzelle unseres gesunden Volkstums einzuwirken.
Und das durch öffentliches Anprangern der Elternschaft ihre Kinder in ideologischen Gedanken zu erziehen und so Kindeswohlgefährdung zu verüben, in dem man sie zu körperlicher Ertüchtigung, Fleiß und Bodenständigkeit erzieht. Werte vermittelt, die seit Gedenken, die Seele unseres Volkes ausmachen und so ihre Wehrhaftigkeit in Kultur und Bewahrung von Sprache gegenüber artfremden Einflüssen stärken.

Nach Veröffentlichen von Artikeln wie Bild und ZDF schlugen die Empörungswellen in den sozialen Netzwerken um sich. „Das wird ja immer doller!“ oder Aussagen „Wo soll das noch hinführen“ waren der O-Ton der meisten Kommentare, die kein Verständnis oder Lobworte für die Lektüre der Fachstelle für Gender, GMF und Rechtsextremismus übrig hatten. Besonders das zuletzt aufgeführte Fallbeispiel des zopftragenden Mädchens ergriff die Wut von Müttern, die sich dadurch in eine Schublade gedrängt fühlten.
Erst die Erfahrung der Indoktrination der Gendertheorie von Farblehre und die geschlechtlichen Auswirkung auf unsere Kinder, durch das Tragen rosa Kleider, kann nun sogar das alleinige Tragen von Kleidern eine entwicklungsstörende und stereotypische Erziehung darstellen und es sollte angenommen werden, dass ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht. Außer, das rosa Kleid trägt der Sohn.

Und nochmal „Grundsätzlich darf jedes Kind so sein, wie es ist…“ nur nicht normal.

Gepredigte Toleranz und Demokratie nur für perverse Randgruppenminderheiten, deren Ideologie durch das Propagieren solcher Prospekte Eingriff in Familie und Erziehung nimmt.
In einen Raum der Sicherheit und Geborgenheit. Von mütterlicher Fürsorge und väterlichem Schutze. So versucht man uns natürliche Empfindungen der Kindserziehung als moralisch verwerflich und unzeitgemäß zu verklären. Appelliert daran, durch das Weitergeben von Sitte und Tradition Kinder und sich selbst in die Gefährdung von Schubladendenken zu geben und so in der Öffentlichkeit ein Bild der Extreme zu erzeugen, das wider dem Willen des meinungslosen Michels ist, der nur danach strebt möglichst unauffällig, bequem und angepasst durch sein Leben zu kriechen.

„Auch wenn es die Worte kaum wert sind, näher auf die Broschüre und die dort vermittelten Inhalte einzugehen und es mir geradezu absurd scheint Stellung zu beziehen gegenüber diesem Schwachsinn, möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen, dass es schlichtweg falsch ist, dass man als völkisch und heimatliebender Mensch, bzw. Mutter seine Kinder zu Gehorsam und Unterwürfigkeit erzieht! Dieser wird in der Darstellung nämlich negativ behaftet und steht in keinerlei Verbindung zu den Werten, die ich meinen Kindern vermittele.
Ich erziehe sie stets zu Aufrichtigkeit – gegenüber sich selber und der Sache, für die sie einstehn. Zu Wort und Tat. Ich erziehe sie dazu Unbeugsam zu sein, Laut und Auflehnend zu sein gegen alles was ihrer Vorstellung von Anstand und Recht widerspricht. Ich werde sie niemals dazu erziehen, gehorsam zu folgen in diesem System.“ [Mutter und Aktivstin]

Es mag ein Versuch sein, dort einzugreifen, wo ein Jeder am empfänglichsten ist, nämlich in dem Blick auf unsere Zukunft, erschaffen durch unsere Kinder. In denen wir leben und bestehen wollen. In ein Eingreifen in unseren Schutzraum mit einer Drohung, den letzten Rückzugsort genommen zu bekommen durch das Verfolgen und Anprangern unserer Werte. Zersetzung von Brauchtum und Kultur eingeimpft in frühkindlicher Erziehung, getarnt unter dem Deckmantel der hochgepriesenen Toleranz und Demokratie.

Schlussfolgernd stellt sich einem nur die Frage:

„Wie schwach muss ein System sein, wenn es um des Bestehungswillen bei den Schwächsten indoktrinieren muss“

Für den persönlichen Genuss von“ Verstandsapokalypse“ gibt es unter diesem Verweis die Handreichung zum Herunterladen.

 

Unser Frauenblog ,,Weggefährtin“ ist eine monatlich erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III. Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.

Bei Interesse: Weggefaehrtin@der-dritte-weg.net

 





2 Kommentare

  • „Kein Kind soll ausgeschlossen oder diskriminiert werden“– das ist ein guter und richtiger Satz. Nur gilt dieses Leitbild nicht für deutsche Kinder, die noch so erzogen werden wie es in Deutschland allgemein üblich sein sollte. Nationalstolz, Ehrerbietung unseren Soldaten gegenüber, korrekte geschichtliche Kenntnisse und vor allem Freude an den Lehren alter Zeit, das sind Dinge, die heutzutage als Verbrechen gelten, was auch unsere Kinder zu spüren bekommen. Besonders hässlich ist aber das Gendern, man stelle sich das Bild vor, ein deutscher Junge trägt rosa Mädchenkleider. Das ist in meinen Augen sexueller Missbrauch von Kindern in abartigster Weise. Die Erziehung der heutigen Jugend dazu, das man ungestraft auf Tote herumtrampeln darf, gehört auch zu den bösartigen Methoden des Systems, um deutsche Kinder gleichzuschalten. …

    Kai 05.12.2018
    • Hallo Kai – Wir hätten aber SEHR WOHL das Recht, ausländische Kinder (oder auch Erwachsene) auszugrenzen – das ist immerhin UNSER Land! Die könnten ja auch gleich (wieder) gehen.

      Doch stellt sich diese Frage gar nicht (mehr). Denn wir sind es, die zunehmend ausgegrenzt werden…….. und vertrieben, vergewaltigt, ausgeraubt, bedroht, zusammengeschlagen/-getreten und auch getötet werden.

      Den großen Austausch gibt es nicht nur wirklich, er läuft auch in immer höheren Gängen und damit immer schneller!

      Deutsche Volksfront 07.12.2018

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