Weihnachten im Zeitsprung (Teil 1/2)

Das alte Weihnachten:

Es ist Julmond und es hat wieder viel geschneit,

die Dörfer und Natur sind umhüllt von Friedlichkeit.

Alles erscheint wie in einer weißen Zuckergußgestalt,

und draußen ist es herrlich, knackig kalt.

Leise kratzend schippt Gunther den Schnee beiseite,

der fast jeden Tag den Boden freite.

Kinder toben und spielen fröhlich umher,

werfen Schneebälle, bauen Schneemänner und vieles mehr.

Gemütlich schlendern die Menschen zum Weihnachtsmarkt,

in welchem das weihnachtliche Gefühl erstarkt.

Krämerläden und Imbissbuden reichen sich hier die Hand,

und schneebedeckte Straßen beleben das Winterzauberland.

Leise erklingt aus den Lautsprechern deutsche Weihnachtsmusik,

sie bildet einen wichtigen Stein in diesem Mosaik.

Auf dem Platz steht ein liebevoll geschmückter Tannenbaum,

bestückt mit ruhigen warmen Lichtern – ein Kindertraum.

Ehrfüchtig steht er da, ruhmvoll und in Eleganz,

er ist bekränzt von Schnee gepudertem Glanz.

Die Händler verkaufen vieles aus der handwerklichen Kunst,

hier strickt und hämmert man noch selbst aus voller Inbrunst.

Man trifft hier Kerzen-, Honig-, Mobile- und Zierbrettmacher,

auch Schneider, Bastler oder Instrumentemacher.

Besucher wärmen sich am Glühwein, sie lachen und scherzen,

die Zeit tickt still, man redet von Herzen.

Am Marktplatz singt ein Kinder oder Seniorenchor,

wie wohlgefällig dringen diese Töne ans Ohr.

„Stille Nacht, heilige Nacht“, „Süßer die Glocken nie klingen“,

oder „Fröhliche Weihnacht überall“ sind Lieder, die sie singen.

So manch einer schließt die Augen und murmelt selig mit,

läßt sich mitreissen bis zum finalen Zenit.

Ein verkleideter Weihnachtsmann überreicht Kindern kleine Geschenke,

liebevoll er mahnt – man doch an den Gehorsam denke.

Fröhlich winkt er den Kindern und lacht,

hat die Wärme in die kleinen Herzen gebracht.

Zwischen gebrannten Mandeln und duftender Weihrauchasche,

entdeckt Oma Adelheid am Stand eine Tasche.

Sie übergibt diese dem Händler, „Hat jemand wohl vergessen“,

„Ist kein Problem“ sagt der Krämer. „Sind sicher beim Essen.“

Er nimmt sie an sich und wird sie später dem Suchenden geben,

das nennt man dann auch Volksgemeinschaft leben.

Über allem liegt der Mantel der friedlichen Ruhe,

alles ist gemütlich und ohne hektisches Getue.

Man wünscht sich fröhliche Weihnachten und geht glücklich nach Haus,

dort warten gebackene Plätzchen – ein wahrer Gaumenschmaus.

 





1 Comment

  • Warum wird die Weihnachtszeit derart schwulstig verkitscht? Da lobe ich mir das Julfest.

    Scharf 24.12.2018

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