Buchrenzension: Kill the Boer! – Der drohende Völkermord an den Weißen in Südafrika und ihr Kampf um Selbstbestimmung

Im August rief die Meldung einer drohenden Enteignung der weißen Farmer in Südafrika das Schicksal der Buren erneut ins Gedächtnis der Welt. Zuletzt hatte eine viel beachtete Dokumentation der kanadischen YouTuberin Lauren Southern die Zustände in Südafrika thematisiert und erschreckende Einblicke geliefert. Mit „Kill the Boer!“, benannt nach einem antiweißen Lynchlied, findet sich nun auch in gedruckter Form auf Deutsch ein explizit weißenfreundliches Buch zu der Geschichte der Weißen in Südafrika und ihren aktuellen Lebensbedingungen. Gleichzeitig ist es auch das erste verlegte Buch des Sturmzeichen-Verlages, welches als solches auch rein qualitativ gelungen ist. Das Buch beginnt mit einer Geschichte der Weißen in Südafrika, die einen Großteil des Buches ausmacht. Für studierte Historiker ist diese sicherlich zu oberflächlich, für den normal interessierten Leser allerdings ausreichend. Zu bemängeln ist lediglich die überproportionale Nennung von Wikipedia in den Fußnoten.

Schon durch eine einfache Recherche der selber bei Wikipedia angegebenen Quellen hätte sich das vermeiden lassen, schließlich wirkt es selbst für den wohlwollenden Leser unseriös und es bietet eine einfache Angriffsfläche für Kritiker. Abseits davon ist der geschichtliche Part jedoch gelungen, dem Verfasser ist es auch zugute zu halten, einige Fehlvorstellungen über das System der getrennten Entwicklung („Apartheid“) zu korrigieren. Doch der Autor belässt es, wie der Titel schon verkündet, nicht bei der reinen geschichtlichen Betrachtung der Buren, sondern geht auch auf die aktuelle Situation ein. Dabei werden auch einige konkrete Beispiele der brutalen Farmermorde geschildert und die Verflechtung der Mörder mit großen Teilen der südafrikanischen Politik behandelt.

Das ihnen gewidmete Mahnmal aus Tausenden weißen Kreuzen hat nicht nur traurige Berühmtheit erlangt, sondern ziert auch das Titelbild des Buches. Hier zeigt sich ganz klar, wie die grausame Realität in der vermeintlichen „Regenbogennation“ aussieht und so mancher Pessimist kann sich bereits jetzt ein Bild davon machen, was auf Europa bei anhaltender Überfremdung zukommt. Auch die burische Volksstaat-Idee wird ausführlich vorgestellt. Unverständlich ist, warum der Autor bei der Auflistung der Organisationen, die sich für den Erhalt der Buren einsetzen, historische Organisationen wie die Afrikaner Weerstandsbeweging unter ihrem vor wenigen Jahren ermordeten Führer Terre Blanche vergisst. Diese hatte auf ihrem Höhepunkt immerhin 70.000 Unterstützer. Auch die Suidlanders, die zuletzt durch einen Besuch eines AfD-Politikers auch hierzulande bekannt wurden, werden in dem Buch beispielsweise nicht behandelt, obwohl sie laut eigenen Aussagen 130.000 Unterstützer haben. Ausführlich berichtet der Autor dafür über die weißen Siedlungsprojekte Orania und Kleinfontein sowie die Projekte Vryheidsfront und AfriForum. Im Ganzen bietet das Buch damit jedem, der sich für die Geschichte und aktuelle Situation der Weißen in Südafrika interessiert, trotz mancher Schwächen, einen guten Überblick.

 

Arnulf Brahm – „Kill the Boer!“ Der drohende Völkermord an den Weißen in Südafrika und ihr Kampf um Selbstbestimmung

266 Seiten, Softcover, Sturmzeichen-Verlag 2018

Hier zu bestellen.





3 Kommentare

  • Kleine Korrektur: Lauren Southern ist Kanadierin.

    Fritz H. 07.01.2019
    • Das ist natürlich richtig. Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben das geändert.

      App-02 07.01.2019
  • Meine Sympathien liegen bei den Weißen in Südafrika. Dennoch steht fest, dass sie die Eindringlinge waren, und dies werden ihnen die rassestolzen Schwarzen dort niemals vergessen. Das beste für diese Nachfahren der Buren wäre langfristig wohl, Holland würde sie „heimholen“ und im Gegenzug zig tausende Schwarze südafrikanischer Abstammung, die derzeit in den Niederlanden weilen, repatriieren. Damit wäre sowohl Afrika als auch Europa gedient.

    H 07.01.2019