„Der Volkslehrer“ beim Stützpunkt München/Oberbayern

„Der Volkslehrer“ ist der wohl angesagteste YouTube-Kanal im nationalistischen Spektrum. Über 60.000 Abonnenten haben den Kanal von Nikolai Nerling abonniert und die Videos haben Klickzahlen, die zum Teil im sechsstelligen Bereich liegen. Für die Presse und die Antifa ist Nerling ein absolutes Feindbild, dennoch – oder gerade deswegen – erreicht er Kreise, die weit über das nationale Lager hinausgehen.

Was macht die Faszination „Volkslehrer“ aus, worin unterscheidet er sich von anderen, weitaus weniger erfolgreichen Bloggern mit ähnlichen Themen? In der Monatsveranstaltung im Februar des Stützpunktes München/Oberbayern hatten Mitglieder und Unterstützer der Partei „Der III. Weg“ die Möglichkeit, Nerling einmal aus nächster Nähe zu erleben.

Vor einem gut gefüllten Saal begrüßte Nerling das Publikum mit seinem bekannten Gruß „Hallo Freunde“. Zu Beginn seines Vortrages erzählte er von seinen Wurzeln. Sein Vater war Kommunist und Mitglied der Alt-Antifaschisten vom VVN-BdA in Lüneburg. Seine Mutter war Hippie und machte diverse Experimente in ihrer Jugend. Beide Elternteile machten in ihrer Frühzeit dramatische Erfahrungen und waren typische Vertreter der 68er-Generation, die radikal mit dem Erbe ihrer Vorfahren brach. So ließ sich auch Nerling von den „Roten“ mitreißen und war ein entschlossener Kämpfer gegen „Nazis“. Es war ihm völlig unverständlich, wie man so „verblendet“ sein kann.

Dass gerade er sich einmal auf der anderen Seite der Polizeiabsperrung wiederfinden würde, hätte er sich wohl damals nicht erträumen können. Er zog nach Berlin und lebte das typische Leben eines BRD-Bürgers: feiern mit viel Alkohol, Zigaretten, Pornografie, wechselnden Partnerschaften. Beruflich wurde er Lehrer in einem Problemkiez, wo er überwiegend Migrantenkinder unterrichtete. Multikultopia war seine Welt, Heimatliebe kannte er nicht.

Eines Tages entdeckte er während eines Urlaubs ein Video über den Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School in den USA. In dem Video ging es darum, dass das Massaker gestellt gewesen wäre. Für Nerling erschien die Argumentation einleuchtend und er begann, sich mit weiteren vermeintlichen Gewissheiten zu beschäftigen, zu denen ebenfalls Gegenansichten bestehen. Einen weiteren Denkanstoß fand er auf einer Pornoseite, als diese eines Tages nicht mehr verfügbar war. Der Betreiber hatte einen Text erstellt, in dem er sagte, dass es für ihn moralisch nicht mehr vertretbar sei, eine solche verkommene Seite zu betreiben. Denn durch die überall und permanent verfügbare, weit verbreitete Pornografie stirbt Stück für Stück etwas in uns ab, werden wir abgestumpfter. Auch dies machte Nerling nachdenklich.

Weiterhin half Nerling sein Großvater, ein Vertriebener aus Pommern, der mit ihm in sein Heimatdorf fuhr. Er zeigte ihm, wie viel Bedeutung ein kleines Fleckchen Erde haben kann, wenn man darin verwurzelt ist. Zum ersten Mal erkannte Nerling, was Heimatliebe eigentlich ausmacht und auch er fühlt sich tief verbunden mit dem kleinen Ort, der ein kleines Paradies ist. Doch auch andere sahen hier ein Paradies und bei einem späteren Besuch sah Nerling, wie eine internationale Kompanie ebenfalls große Pläne hatte. Es sollte kein Stein auf dem anderen bleiben und ein modernes Urlaubsressort entstehen, welches allen modernen Komfort bietet, während die kleinen lokalen Attraktionen – wie der kleine Leuchtturm – bedeutungslos werden.

Nun wurde Nerling klar, dass Vieles in seinem bisherigen Leben falsch gelaufen war. Außerdem wusste er, dass es mit dem stillen Wissen um die verborgenen Wahrheiten nicht getan ist. Er wollte handeln. Dabei ging er ungewöhnliche Wege und suchte gezielt das Licht der Öffentlichkeit für seine Anliegen. Schnell gelangte er an die Grenzen der Meinungsfreiheit, die Gesellschaft und Staat Freidenkern zugesteht. Auf seiner ersten Demonstration, einer Demo gegen die Amerikanisierung Europas, zerbrachen ihm Antifas sein selbst gebasteltes Schild. Bei seiner ersten großen Aktion störte er eine Gedenkminute für Flüchtlinge beim Christentag, der im Fernsehen übertragen wurde. Er wollte gegen die Heuchelei der Pro-Asyllobby protestieren, welche die wirklichen Ursachen von Flucht und Vertreibung verschweigt.

Provokante Aktionen wie diese sind typisch für den Volkslehrer, der kurz darauf seinen Kanal eröffnete. Er bringt Themen in die Öffentlichkeit, die bislang kaum über ergraute Bücherkreise hinaus erörtert wurden. Durch seinen humorvollen und einfühlsamen Stil schafft er es, das Interesse auch jüngerer Zuschauer zu erwecken. Wer einen Vortrag dieses Mannes sieht, weiß, warum er hier einen Lehrer vor sich stehen hat. Hätte man mehr Pauker von diesem Schlag in der eigenen Schulzeit gehabt, wäre so manche Zensur wohl deutlich besser ausgefallen. Ein weiterer besonderer Reiz von Nerlingers Videos ist der spürbar fehlende „Stallgeruch“ des nationalen Lagers. Er berichtet über Themen, die der Nationalist mantraartig wiederholt in ähnlicher Form vorgesetzt bekommt, aus völlig neuer Perspektive.

Nicht immer mag der Zuhörer mit dem Volkslehrer konform gehen, aber dennoch hinterlässt der sehr persönliche Vortrag einen bleibenden, positiven Eindruck. Dass Menschen wie Nikolai Nerling, wie zuvor auch schon ein Makss Damage oder ein Horst Mahler ihren Weg zu Deutschland gefunden haben, macht Mut und spendet Hoffnung. Das Anliegen des Volkslehrers ist es, unseren Landsleuten vor allem Volkslieder und Volkstänze näherzubringen. Hierin spiegelt sich seiner Ansicht nach die deutsche Seele am deutlichsten wieder und hier kann man ganz bewusst unser Volk erleben. Deshalb hatte der Volkslehrer zum Abschluss seines Vortrages noch handgeschriebene Liederzettel für seine Zuhörer parat. Jung und Alt sangen nun, vom Volkslehrer mit der Gitarre begleitet „An Deutschland“ von Wilhelm Pleyer. Nachdem jeder noch die Gelegenheit zu einem Foto mit Nerling hatte, folgte ein spontaner Singkreis, der noch bis in die späten Abendstunden tagte.

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1 Comment

  • „Das Anliegen des Volkslehrers ist es, unseren Landsleuten vor allem Volkslieder und Volkstänze näherzubringen. Hierin spiegelt sich seiner Ansicht nach die deutsche Seele am deutlichsten wieder und hier kann man ganz bewusst unser Volk erleben.“

    SEHR RICHTIG!

    Johannes 07.02.2019

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