Riesengroße Datenbank zu alten Obstsorten erstellt

Bildquelle: www.umweltundaktiv.de

Wer sich für alte Obstsorten interessiert, etwas über ihre Herkunft und Verbreitung erfahren möchte, sollte einmal auf die Internetseiten des BUND Lemgo schauen. Dort hat Willi Hennebrüder über einen Zeitraum von 15 Jahren eine Datenbank aufgebaut, die über 540 Literaturquellen aus ganz Europa mit über 104.000 Einzeldaten zu alten Obstsorten erfaßt. Die in den Dokumenten von Pomologiewerken, Obstkundezeitschriften und Verzeichnissen von Obstbaumschulen vorkommenden Obstsorten wurden in Sortenlisten übertragen, die zum kostenfreien Download bereitgestellt werden. Dazu gibt es noch Links, wann die Sortenwerke digitalisiert wurden.

Aufgrund seiner Anregung und mit seiner Unterstützung wurden von der Bücherei des Deutschen Gartenbaus in Berlin die Sortenwerke von Johann Mayer aus dem Jahr 1776, die Österreichisch-Ungarische Pomologie aus dem Jahre 1888 von Dr. Rudolf Stoll und das italienische Werk Pomologia aus dem Jahre 1901 der Autoren Molon und Hoepli digitalisiert. Über eine installierte Suchfunktion kann man herausfinden, in welchen Sortenwerken die jeweilige Obstsorte erfaßt wurde. Ziel des Projektes ist, so auch die Sortenbestimmung von alten Obstsorten zu erleichtern. Mit den vorhandenen Informationen lassen sich dann auch leichter Obstsortenlehrpfade erstellen. Auch hier gibt es Hilfe durch den BUND Lemgo in Form von Bilddateien aus den alten Sortenwerken und Beschreibungen. Die Datenbank wird ständig erweitert. Deshalb sucht man auch nach wie vor nach regionalen Sortenverzeichnissen und alten Katalogen von Obstbaumschulen, in denen dann auch eher regional verbreitete Sorten zu finden sind. Die Datenbank wurde in ehrenamtlicher Arbeit erstellt und aus eigenen Mitteln finanziert. Die Internetadresse dazu lautet: http://www.bund-lemgo.de/alte-obstsorten.html

 

Pressebericht vom 12.3.2019

BUND Lemgo

Willi Hennebrüder

Postfach 112

32657 Lemgo

 

Quelle: www.umweltundaktiv.de