Leseprobe Der Nationalrevolutionär 2/3 – Lerne politisch zu denken

Vor kurzem erschien der zweite Band unserer nationalrevolutionären Schriftenreihe: „Der Nationalrevolutionär – Handbuch für Aktivisten unserer Bewegung“. Das Buch ist hier zu beziehen.

 

Lerne politisch zu denken

Unser Volk trägt nicht umsonst den Titel als eines der Dichter und Denker. Was wir als Ehrentitel sehen, ist von unseren europäischen Nachbarn über die Jahrhunderte als Spottbezeichnung gebraucht worden. Während etwa im 16-19 Jahrhundert Frankreich, England und Spanien die Welt unter sich aufteilten, beschäftige sich unser damals in unzählige Kleinststaaten zerrissenes Volk mit den Gedanken des deutschen Idealismus oder mit den Erzeugnissen der deutschen Romantik. Tatsächlich hat unser Volk einen Hang zum unpolitischen Denken und der berühmte „Michel“ zieht sich als Verkörperung diesen Hanges nicht umsonst durch die Jahrhunderte.

Unsere Nation verfügt über keine politische Tradition der Elitenbildung oder des politischen Denkens, worin uns viele europäische Nationen überlegen sind. (Das wir diese Elitenbildung für den Fall, wenn es sich um eine reine Bestandswahrung der Plutokratie handelt, wie etwa in Frankreich oder England, bekämpfen, sei hier einmal ausgeklammert.) Wir als politische Aktivisten müssen jedoch lernen, politisch zu denken.

Jenseits der großen Ereignisse hat auch jede Entscheidung des Alltags eine politische Dimension. Es ist eine politische Entscheidung, wenn ich gewisse Produkte und Herkunftsländer boykottiere und regionale Produkte bevorzuge. Es ist politisch, ob ich dem Zeitgeist gemäß meine kurze Lebenszeit mit den hedonistischen Angeboten der Popkultur vergeude, oder ob ich die Zeit für Bildung und körperliche Ertüchtigung nutze. Wenn ich als Nationalrevolutionär in meiner Nachbarschaft bekannt bin, hat es Auswirkungen auf unseren politischen Kampf, ob ich als hilfsbereit und freundlich wahrgenommen werde, oder ob ich beispielsweise ständig mit Ruhestörungen auffalle. Kurz: Als Nationalrevolutionär steht man in jeder Lebenslage im politischen Kampf. Das bedeutet nicht, dass wir totalitär das Privatleben des Einzelnen bevormunden wollen. Es heißt aber für einen selber, sich bewusst zu machen, dass man als Nationalrevolutionär mit einer Weltanschauung und einer politischen Bestimmung aufwacht und mit der gleichen abends wieder ins Bett geht und sie auch die Stunden dazwischen nicht ablegt.

Politisch zu denken bedeutet aber auch folgendes: Wir haben unseren Kampf, unser Auftreten und jeden Aspekt unserer Arbeit einzig und allein nach politischen Ansprüchen zu richten. Ein Flugblatt beispielsweise hat nicht uns anzusprechen, sondern den Empfänger, eine Demonstration hat nicht uns durch Abwechslung bei Laune zu halten, sondern unsere politischen Forderungen zu verdeutlichen. Wer über einen langen Zeitraum politische Arbeit macht, gerät, wie wir es bei verschiedenen nationalistischen Gruppen in der Vergangenheit beobachten mussten, irgendwann in die Gefahr, auf die bekannte politische Arbeit die Lust zu verlieren und durch möglichst kreative Aktionen aus dem Bekannten auszubrechen.

Oftmals wurde darüber der eigentliche Adressat der Arbeit vergessen und schnell fanden sich Aktionen, die die eigenen, bereits überzeugten, Leute ansprachen, die der normale Deutsche aber nicht mehr verstehen konnte. Eine solche Entwicklung ist menschlich verständlich, politisch aber schädlich, schließlich haben wir unser Volk zu überzeugen und nicht uns selbst zu gefallen. Gleichzeitig heißt politisches Denken aber auch, sich immer nach der Erreichung des politischen Ziels zu richten. Hier können unkonventionelle und kreative Ideen durchaus besser sein als die bekannten Arbeitsweisen, solange sie der politischen Arbeit und nicht nur als Selbstbespaßung dienen. Ein großer Teil dessen, was man gemeinhin als „rechte Szene“ bezeichnet, ist in Wahrheit unpolitisch. Es geht nicht um das Erreichen konkreter politischer Ziele oder politischer Arbeit, sondern um die Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft.

Der politische Aspekt verkommt zur Möglichkeit der maximalen Provokation und der Definition der eigenen Subkultur. Wäre der nationalistische Gedanke mehrheitsfähig und würde keine Provokation der Gesellschaft darstellen, würden voraussichtlich viele Anhänger dieser Szene keine Nationalisten sein, sondern einer anderen Subkultur anhängen. Denn der Unterschied zwischen einer politischen Bewegung und der einer politisierten Szene liegt in der Primatstellung des Politischen und der Ziehung der Konsequenzen daraus für einen selbst. Das bedeutet jedoch nicht, dass man etwa keine Musikveranstaltungen oder Abende in der Gemeinschaft organisieren darf.

Gerade niedrigschwellige und vorpolitische Angebote – Sport, Musik, Freizeitaktivitäten – sind oftmals geeignet, neue Interessenten an die Bewegung heranzuführen. Aber stets steht dabei der politische Gedanke und der politische Zweck im Mittelpunkt und nicht der Bespaßungsaspekt. Politisch zu denken bedeutet allerdings nicht nur, die entsprechenden Konsequenzen für sich selbst zu ziehen, sondern auch stets den politischen Kampf im Hinterkopf zu haben. Ob es kommerzielle Veranstaltungen, Werbung oder schlicht eine Idee aus einem Buch ist, überall kann man Ideen und Anregungen für die Verbesserung des eigenen politischen Kampfes entnehmen. Kurz gesagt bedeutet politisches Denken, stets den politischen Kampf und die eigene Weltanschauung bei jeder Entscheidung, Wahrnehmung und Handlung im Hinterkopf zu behalten.

 

Zum Nachlesen: Teil 1