Die Weggefährtin #037: Nachwort zu den Rauhnächten

Eine wundervolle Zeit, die Zeit der 12 magischen Rauhnächte ist nun vollendet. Eine Reise vom Dunklen zurück ins Licht. Nun beginnt der Neuanfang. Alles Alte und Negative liegt hinter uns. Altlasten wurden begraben und die Weichen für ein neues, erfolgreiches Jahr sind gestellt. Was das neue Jahr uns bringen wird, liegt allein in unseren Händen. Doch gerade dann, wenn die Zeiten mal nicht so rosig sind, sollten wir uns davon nicht unterkriegen lassen und den Blick fürs Wesentliche behalten. Hinter jeder Herausforderung steckt die Möglichkeit zu wachsen und zu reifen. Am besten miteinander. Die Zeit der Rauhnächte hat unsere Kräfte gebündelt und uns darauf vorbereitet, die Zukunft mit neuen Augen zu betrachten und über uns hinauszuwachsen.

 

Ein Märchen zu den Rauhnächten: „Der arme Tischler und der Herr des Waldes“:

 

 

 

 

Einige Bräuche und Rituale im Nachgang der Rauhnächte:

 

 

Dazu schmückt man einen Tisch mit Äpfeln, Nüssen, Tannenzapfen, Plätzchen und einer Kerze. Man geht in sich und denkt mit viel Ruhe und Zeit an die Verstorbenen.

Es wird ein Platz am Tische für Verstorbene freigehalten und gedeckt, so können sie mit teilnehmen. Wenn abgeräumt wird, kommen Teller und Glas mit einer brennenden Kerze ans Fenster oder bleiben bis zum nächsten Morgen auf dem Tisch stehen.

 

Wunschritual:

 

 

Für dieses Ritual nimmt man 13 kleine Zettel, die alle gleich groß sind, sodass man sie nicht unterscheiden kann. Auf diese Zettelchen schreibt man 13 Herzenswünsche für das neue Jahr – je Zettel ein Wunsch. Ab dem 25. Dezember nimmt man jeden Tag einen der Zettel heraus und verbrennt ihn. So übergibt man den Wunsch der Natur und den Göttern. Dies sollte möglichst bei Einbruch der Dunkelheit und am besten draußen in der Natur geschehen.

Nach dem Ende der Rauhnächte am 6. Januar ist noch ein letzter Zettel übrig. Der 13. Wunsch. Diesen darf man nun selbst öffnen und nachlesen, welcher Wunsch darauf steht. Um diesen einen Wunsch muss man sich nun im neuen Jahr selbst kümmern.

 

 

Rauch und Rauhnächte sind unmittelbar miteinander verbunden. In dunklen Tagen schenkt uns das Räuchern, Feuer, Rauch und altes Kräuterwissen, Licht und Wärme. Für unsere Ahnen hatte der Kamin oder eine Feuerstelle einen wichtigen Platz im Alltag. Die Aufgabe der Frau war es nämlich, das Feuer zu hüten und zu schützen. Somit wurden damals verschiedene Kräuter ins Feuer geworfen, um Schaden von Hof und Haus abzuwenden. Viele der alten Rituale gibt es heute nicht mehr. Immer noch erhalten hat sich aber der Brauch des Entzündens bestimmter Kräuter und Harze. Das Feuer dient hier als umwandelnde aber auch zerstörende Kraft.

Genauso aber um etwas Neues zu erwecken. Tiefere Wirkungsweisen einer bestimmten Pflanze oder eines Harzes wird durch das Verbrennen freigegeben und kann sich auf diese Weise entfalten. Das Entzünden der Kräuter und das Aufsteigen des Rauches gilt als eine Botschaft der Götter. Auch in der medizinischen Heilkunde oder bei der Feiergestaltung durfte das Räuchern nicht fehlen. So galt das Räuchern auch als eine Möglichkeit den Körper, den Geist oder eben die Behausung zu reinigen und von schlechten Eindrücken zu befreien.

 

Ein kleiner Auszug der Räucherpflanzen:

  • Salbei: wirkt klärend, reinigend, befreiend
  • Beifuß: bietet Schutz und Wärme und baut negative Spannungen ab
  • Johanniskraut: hilft beim Loslassen, vertreibt negative Gedanken, öffnet das Herz und bietet Schutz
  • Holunder: harmonisierend, verbindend und schützend
  • Wacholder: wirkt reinigend, unterstützt den Ahnenkontakt, bietet Schutz und Sicherheit
  • Lavendel: schlaffördernd, vertreibt schlechte Träume, beruhigt Körper und Seele, bietet Schutz bei Verwünschungen
  • Mistel: Schutz vor Krankheiten, Unglück und Missgeschick, unterstützt prophetische Träume
  • Weihrauch: hilft Ruhe zu finden, erleichtert die Meditation, schützt vor negativen Energien

 

Während des Jahreslaufes warten noch viele weitere traditionelle Höhepunkte auf uns. Brauchtumsreiche Anlässe, die den Jahreskreis untergliedern und uns in Gemeinschaft zusammenfinden lassen. Auch dabei finden viele Rituale, Räucherungen und Orakel ihren Platz.

 

 

Unser Frauenblog ”Weggefährtin” ist eine monatlich erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III. Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.

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