Jörg Meuthen ruft zur Verteidigung Israels auf

Vertreter der „Alternative für Deutschland“ machen wieder Propaganda für Israel und gegen Deutschland. Bereits in der Vergangenheit verwiesen Teile der Partei auf ihre engen Verbindungen zum auserwählten Volk, zuletzt im Dezember 2019 (wir berichteten). Der Bundessprecher der Partei, Jörg Meuthen, lässt nun erneut die Maske fallen.

 

Huldigung des Schuldkults

In einer Pressemitteilung erklärte Meuthen das Folgende:

Wir begrüßen sehr, dass der Bundespräsident die Gelegenheit nutzt, die Geschichte des Holocausts zu reflektieren, sowie der Millionen von den Nationalsozialisten grausam ermordeten Juden zu gedenken.“

Das „wir“ soll hier wohl für die gesamte Partei stehen, schließlich ist es nicht irgendein kleines Parteilicht welches hier spricht, sondern der Bundessprecher der Partei. Damit wird unterstrichen, dass die AfD an der offiziellen Geschichtsschreibung festhält und die ewige Anklage an alle Deutschen für richtig und wichtig erachtet. Eine für viele nicht nachvollziehbare Position, die auch innerhalb der Partei nicht unumstritten ist.

Der AfD-Abgeordnete Petr Bystron erklärte in der gleichen Presseerklärung: „Das islamische Terrorregime hat keine Hemmungen, unschuldige Menschen umzubringen. (…) Die Bundesregierung muss sich an die Seite Israels und des iranischen Volkes stellen, und nicht auf die Seite der Tyrannen von Teheran.“

 

Kriegshetze statt Diplomatie

Als wäre das nicht genug, äußert Meuthen weiterhin:

Wir hoffen, dass diese Reflektion dazu beiträgt, die aktuelle israelfeindliche Politik der Bundesregierung und die Appeasement-Politik gegenüber dem Iran zu ändern. Steinmeier und die Bundesregierung zählen zu den letzten Vertretern westlicher Staaten, welche die Mullahs von Teheran hofieren und mit ihnen Geschäftsbeziehungen unterhalten wollen, während diese offen die Zerstörung Israels und damit einen zweiten Holocaust anstreben.“

Diese Aussage impliziert, dass die Bundesregierung eine angebliche „Appeasement-Politik“ (Beschwichtigungspolitik) gegenüber dem Iran beenden soll. Würde dies geschehen, wird die Situation für die Regierung des Irans noch auswegloser und eine noch größere Eskalation, bis hin zu einem Krieg, wäre um ein Vielfaches wahrscheinlicher. Dieser Kriege würde erneut Tausende, wenn nicht gar Hunderttausende oder Millionen von Menschenleben kosten. Eine weitere Konsequenz wäre, dass viele, die den Krieg überleben würden, ihre zerschlagenen Nationen Richtung Europa verlassen würden. Die Kriege der letzten Jahrzehnte – Serbien, Syrien, der Irak und Libyen – sind anschauliche Beispiele dafür.

Inwiefern ein „zweiter Holocaust“ zustande kommen würde, nur, weil der Iran die Existenz des Besatzungskonstrukts Israel nicht anerkennt und das Konstrukt (nicht das Volk Israels) beseitigen will, erklärt der Bundessprecher nicht. Es bleibt eine unhaltbare These, die auf die Emotionen der Deutschen abzielt und Wut gegen die iranische Regierung schüren soll.

Mit ihren Worten will die AfD an den Bundespräsidenten Steinmeier appellieren. Dieser trifft sich auf seiner Israelreise mit dem Premierminister des israelischen Besatzungskonstrukts, Benjamin Netanjahu. Beim Treffen will Netanjahu den Bundespräsidenten mit der Iran-Politik der Bundesregierung konfrontieren.

Dabei macht die AfD sich zu Handlangern des völkerrechtswidrigen israelischen Imperialismus. Inwieweit diese Haltung deutschen Interessen nützt, oder ob nicht vielmehr die Interessen Israels im Fokus stehen, ist eine Frage, die sich Meuthen und andere Vertreter des Zionismus innerhalb der AfD gefallen lassen müssen.

Die Situation, welche im Iran und im Umland dieser Nation vorherrscht, wurde zum entscheidenden Teil vom Westen her provoziert. Die Ermordung des iranischen Volkshelden Qassem Soleimani (wir berichteten) war nicht der Anfang. Seit Jahren wird der Iran von weiten Teilen der westlichen Welt sanktioniert und sabotiert. Immer wieder werden krude Thesen über Atomwaffen und Terroranschläge von Staatsgazetten verbreitet. Viele dieser Thesen sind unhaltbar, werden aber gebetsmühlenartig wiederholt.

Das System zielt darauf ab, eine weitere Nation dem Erdboden gleichzumachen. Ob es Sinn einer patriotischen Alternative sein kann, noch zu den lautstärksten Befürwortern der Unterwerfung eines freies Volkes unter den US-israelischen Imperialismus zu gehören, darf stark bezweifelt werden. Die Partei „Der III. Weg“ lehnt diesen Imperialismus entschieden ab und fordert entsprechend auch den sofortigen Abzug aller amerikanischen Truppen aus Deutschland sowie ein Ende der Aufrüstung des kriegstreibenden Zionistenstaates mit deutschen Waffen und Milliardenbeträgen.





3 Kommentare

  • Möglich ist, daß die AfD-Führung nicht aus überzeugten Zionisten, sondern nur aus Mitläufern jener besteht und ihr vieles unklar ist. Aber die Art, wie sie sich wiederholt proisraelisch äußert („für Israel sterben“, „Israel verteidigen“), läßt sie Israel zum Schiedsrichter über deutsches Leben werden. Im Zweifel dürften also Deutsche nicht ihre Interessen wahrnehmen, sondern hätten auf Anforderung auch mit ihrem Leben einzustehen – natürlich ist damit das Volk gemeint, die AfD-Funktionäre selbst wären auf dieser wichtigen Mission wie die Altparteien unabkömmlich. Auch haben viele AfD-Funktionäre keine Probleme damit, oft in ausländischen Lokalen zu essen, während deutsche Lokale ums Überleben ringen. Die im Parlamentsbetrieb stehenden AfD-ler erhalten üppige Bezüge – der Berliner Senat soll sich Anfang des Jahres diese um 60 % erhöht haben, ein Herr Meuthen dürfte in seinen Mehrfachfunktionen jeden Monat eine nicht geringe 5-stellige Geldsumme kassieren, da wäre es naheliegend, nicht nur in deutschen Räumlichkeiten zu speisen, sondern jenen einen Wachschutz zu bezahlen, damit die Pächter unbesorgt bleiben können, wenn die AfD dort Zusammenkünfte abhält. Daß die AfD solch Naheliegendes nicht angeht, offenbart auch bei ihr Umerziehungsschäden und läßt sie als deutsche Interessenvertreter nur bedingt fähig erscheinen.
    Um wie vieles fähiger war da der „Dritte Weg“, als er aus Erkenntnis und eigenem Antrieb im Januar lange Fußmärsche in Gedenken an die zivilen Bomberopfer deutscher Städte durchführte. Durch erlebte Anstrengung und Heimaterfahrung entsteht so eine neue, wirkliche Gemeinschaft, der selbständiges Denken und erlangte Überzeugung vorausging.

    Hartmann 30.01.2020
  • Die AfD wird von der etablierten Politik und ihren Hilfstruppen Antifa, Verfassungsschutz und etlichen zivilcouragierten Vereinen oft attackiert. Der Israel-Iran-Konflikt bot da Gelegenheit, mal etwas zurückzuzahlen – auf Kosten anderer, hier des vermeintlich schwächeren Iran – und sich auf die Seite der Guten zu stellen, also Israels, wohl auch in der Hoffnung, das Wohlwollen der Zionisten zu erlangen. Natürlich ist das Nach-unten-treten-Nach-oben-dienen aus Sicht anständiger Leute schäbig, doch wieviele gibt es davon derzeit? Dies Verhalten zeigt einerseits die Möglichkeiten und Grenzen bürgerlichen Wirkens – ein wirklicher Umschwung ist mit der AfD unmöglich, dazu fehlen ihr Mut, Entbehrungsfähigkeit, Kompromißlosigkeit und eben Verläßlichkeit – derartiges würden Meuthen und Co. jederzeit wieder machen, wenn ein Vorteil erreichbar wäre. Die AfD kann aber Vorfeldarbeit leisten, bisher unpolitische Leute anstoßen. Zum anderen ist dieses Verhalten heute oft nicht auf Bürgerliche beschränkt. Dazu einige Sätze eines politischen Gefangenen der BRD:
    „Unsere Vorväter würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie Zeuge unseres heutigen Zustandes wären, wie wir heute leben, nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Ländern und der westlichen Welt. Die Umerziehung, die dem Teil des deutschen Volkes aufgezwungen wurde, der noch übrig war nach den genozidalen Kriegen gegen Europa, die wir Erster und Zweiter Weltkrieg nennen, hat die Fähigkeit zum selbständigen Denken weiter zerstört. Die Unterdrückung des selbständigen Denkens war in denjenigen Ländern schon weit fortgeschritten, die dazu aufgehetzt worden waren, diese total sinnlosen Kriege gegen Deutschland zu führen.“

    Hartmann 29.01.2020
    • Vielen Dank für deine umfangreichen und niveauvollen Kommentare. Allerdings muss ich dir bei einem vehement widersprechen – die Vorfeldarbeit.

      Die Zeit der Vorfeldleistungen der AfD ist vorbei. Die AfD handelt aktuell schon strikt gegen völkische Gruppierungen. Wieso? Weil sie in erster Linie die Konkurrenz ausschalten will. Die AfD braucht mehr Wähler und sieht ihre Chance hierfür auch darin die Strukturen “weiter rechts von sich” zu zerschlagen. Wäre sie die einzige “Rechts” Partei hätte sie eine Monopolstellung. Belege hierfür sind vermehrt zu finden. Kleines Bsp. der Stadtrat Gera hat einen enormen Anteil an Afdlern und die erste Aktion seitens dieser – ein Pamphlet gegen Rechtsextremismus unterschreiben.

      Das anfänglich hilfreiche Wirken dieser opportunistisch-zionistischen Partei (salonfähig machen vom Begriff “Lügenpresse”, Flüchtlingsdebatte etc.) ist vorbei.

      Sie mögen weiterhin als “Widerständler” gegen vorherrschende Politik im Bezug auf Migration gelten, aber sie sind keine Widerständler gegen das System. Sie sind projüdisch, liberal, anti-völkisch. Die paar halbvernünftigen Köpfe, die sie in oberen Reihen haben, werden sie auch noch entfernen.

      DZ 31.01.2020

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