Anmerkung zum Diskussionsbeitrag um Corona

Bei dem Artikel handelt es sich um einen Diskussionsbeitrag zum Artikel Notwendiges Vorgehen oder Ausbau der Diktatur?. Es handelt sich um die Meinung des Autors und nicht zwingend um die der Partei „DER III. WEG“.

Der Autor greift zu Recht bestehende Befürchtungen zum Ausbau des Überwachungsstaates auf, und weist richtig auf das in der Propaganda bereits umgesetzte Sündenbockpotential der Corona-Krise hin. Hierbei übersieht der Autor jedoch einige globale Entwicklungen oder bezieht diese nicht entsprechend in seine Überlegungen mit ein. Dies ändert jedoch nichts an der Situation, welche durch diese Pandemie hervorgerufen wird.

Dass gerade Regierungen aus solchen Krisen Kapital schlagen, liegt in der Natur der Sache. Dies kann ihnen nicht angelastet werden. Kritik lässt sich lediglich an der Art und Weise des Krisenmanagements, und ggf. bei deren Versagen, üben. Dieser Aspekt soll jedoch vorliegend außer Acht bleiben, um den Rahmen nicht zu sprengen. Bezüglich seines Vergleiches zur Influenza geht der Autor in seinen Annahmen jedoch fehl.

Maßnahmen nicht nur in der Bundesrepublik, sondern nahezu global

Vom Autor wurde in seinem Beitrag leider ausgeblendet, dass die von der Bundesrepublik und den einzelnen Bundesländern umgesetzten Maßnahmen keineswegs einen deutschen Extraweg darstellen. Diese orientieren sich im Wesentlichen am Vorbild anderer Länder, wie Italien oder China. In vielfacher Hinsicht bleiben diese Maßnahmen sogar noch hinter diesen Beispielen zurück.

Die Befürchtung, dass diese Maßnahmen bereits im Vorfeld dazu gedacht sind, langfristig die Freiheitsrechte der Bürger zu beschränken, ist daher wohl zu verneinen. Gleichwohl ist es nicht überzogen, diese Besorgnis zu äußern und den Herrschenden genau auf die Finger zu schauen. Eine solche Krise wie die aktuelle ist unzweifelbar eine willkommene Möglichkeit für die Herrschenden, die bestehenden totalitären Züge des Staates weiter auszubauen. Eine solche Tendenz lässt sich spätestens seit dem Jahr 2001 Stück für Stück nachzeichnen.

Vergleich zu Grippe und Influenza aktuell nicht 1 zu 1 möglich

Der Vergleich des aktuellen Coronavirus mit der Grippe oder der Influenza ist, jedenfalls aus aktueller Sicht, ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

Während bei der Influenza schon nach einer kurzen Inkubationszeit Symptome auftreten, geschieht dies bei dem aktuellen Coronavirus erst stark zeitversetzt. Dadurch wird das Ansteckungspotential wesentlich höher und die exponentielle Entwicklung der Anzahl an Infizierten steigt entsprechend stärker an. Zudem besteht bezüglich der Grippe ein Impfstoff, welcher die mögliche Anzahl der Infizierten bereits im Vorfeld beschränkt.

Zielrichtung der Maßnahmen

Dementsprechend ist die Zielrichtung der aktuellen Maßnahmen nicht darauf gerichtet, eine Ansteckung überhaupt zu vermeiden, sondern lediglich die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu verringern, bzw. zurück zu drängen.

Hintergrund ist die Leistungskraft des staatlichen Gesundheitswesens. Dieses ist naturgemäß auf ein gewisses Level beschränkt. Bei einem zu starken exponentiellen Anstieg der Infizierten droht ein Kollaps, wie dies in Italien zu sehen ist. Damit einher geht eine wesentliche Erhöhung der Todesfälle. Wenn nur 25.000 Intensivplätze mit Beatmungsmöglichkeit vorhanden sind, können nicht 50.000 behandlungsbedürftige Patienten gleichzeitig versorgt werden.

Durch einen gestreckten Verlauf der Krankheit, und einen damit einhergehenden geringeren Spitzenwert an behandlungsbedürftigen Infizierten, wird die Gefahr bzw. das Ausmaß eines solchen Kollaps begrenzt.

Details zu Corona noch ungewiss

Zudem gibt es aktuell nur geringe Erkenntnisse um die Eigenschaften der Mutation des aktuell umlaufenden Coronavirus. Dementsprechend muss vor Erlass der Maßnahmen abgewogen werden: Entweder man schont die Freiheitsrechte der Bürger, und nimmt eine höhere Sterblichkeitsrate in Kauf, oder man erstrebt eine möglichst starke Begrenzung der Sterblichkeitsrate und beschränkt entsprechend stärker die Freiheitsrechte der Bürger.

Eine abschließende Bewertung der Richtigkeit der diesbezüglichen Maßnahmen lässt sich erst im Nachgang treffen. Vor diesem Hintergrund erscheint es richtig, zunächst die Sterblichkeitsrate soweit als möglich zu begrenzen und entsprechend die Freiheitsrechte, zumindest vorübergehend, eventuell stärker zu beschränken als dies notwendig wäre. Die Beschränkung der Freiheitsrechte lässt sich im Nachgang wieder aufheben. Verstorbene lassen sich jedoch der Natur nach nicht zurückbringen.





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