Heldengedenken in Lemberg – Deutsche und ukrainische Nationalisten gedenken der gefallenen Verteidiger Europas

Am 07.03. veranstaltete die ukrainische Partei „Nationales Korps“ in der galizischen Hauptstadt Lemberg einen Heldengedenkmarsch für die gefallenen Verteidiger Europas im Zweiten Weltkrieg. Insbesondere in der Westukraine feierten viele Ukrainer die deutsche Armee als Befreier und unterstützten sie im Kampf gegen den Bolschewismus. Die Bataillone „Nachtigall“ und „Roland“ sowie die spätere 14. SS Division Galizien sind nur einige Ausdrücke dieser deutsch-ukrainischen Waffenbrüderschaft. Der Kampf der ukrainischen Soldaten für eine freie Ukraine wird vom „Nationalen Korps“ in ehrendem Gedenken gehalten. Im Mittelpunkt des Marsches stand, neben dem Führer der ukrainischen Nationalisten im 20. Jahrhundert Stephan Bandera, Roman Schuchewytsch. Schon früh engagierte sich Schuchewytsch in nationalistischen Organisationen und schreckte dabei auch vor militanten Mitteln nicht zurück. Nach zahlreichen Jahren des Kampfes und teilweise erlittener KZ-Haft trat er als Offizier und Kommandeur des Bataillons „Nachtigall“ in die deutsche Wehrmacht ein. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs und der schwierigen Situation der ukrainischen Nationalisten (einen Hintergrundartikel dazu gibt es hier) verlor er ab 1943 zunehmend das Vertrauen der deutschen Autoritäten, konnte jedoch einer Schutzhaft entgehen und in der Ukrainischen Aufstandsarmee noch lange Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg als Partisan gegen die sowjetischen Besatzer kämpfen. Er fiel im März 1950, also fast fünf Jahre nach Kriegsende, in der Nähe von Lemberg bei einem solchen Gefecht. Verständlicherweise gilt er den heutigen ukrainischen Nationalisten und teils auch der gesamten Bevölkerung als Held und Vorbild. Sein Bild prägt offizielle Briefmarken, es gibt Gedenktafeln und verschiedene westukrainische Städte, darunter auch Lemberg, ernannten ihn zum Ehrenbürger. Der ukrainische Staat förderte zudem einen patriotischen Film mit dem Titel „Der Unbeugsame“ über sein Leben und Wirken – nur wenige Beispiele, wie eine Nation diejenigen ehren kann, die ihr Leben für sie gaben.

Fackelmarsch durch Lemberg

Schuchewytsch ist dabei nur einer von vielen Ukrainern, die über Jahrzehnte den Kampf für eine unabhängige Ukraine geführt haben. Neben ihm standen auch jene von ihnen, die in deutscher Waffenbrüderschaft gefallen sind, im Mittelpunkt des Gedenkens. Hunderte, hauptsächlich junge, Teilnehmer sammelten sich in den Abendstunden vor dem Stephan Bandera Denkmal im Lemberger Zentrum, um diesen Gefallenen mittels eines Fackelzugs die Ehre zu erweisen. Diszipliniert und geordnet zog der Fackelzug seinen Weg durch die Innenstadt. Proteste dagegen gab es keine und nur wenige Polizisten regelten den Verkehr. Von den zahlreichen Zuschauern wurde immer wieder Sympathie bekundet, als die kämpferischen Parolen durch die Straßen hallten. Mit dabei war eine Delegation unserer Partei „Der III. Weg“, die einer Einladung der Lemberger Kameraden des „Nationalen Korps“ gefolgt ist.


Sie wurden mit großer Freude willkommen geheißen, das mitgebrachte Material wurde unseren Aktivisten förmlich aus den Händen gerissen und unsere Mitglieder mussten insbesondere für die Jugend immer wieder für gemeinsame Fotos posieren. Während des Aufenthalts in Lemberg wurde die Delegation durch die ukrainischen Kameraden geradezu vorbildlich betreut, und so konnten zahlreiche kulturelle Programmpunkte absolviert werden. Neben der Besichtigung Lembergs und seiner wechselvollen Geschichte, besuchten Deutsche und Ukrainer gemeinsam einen in der Westukraine gelegenen deutschen Soldatenfriedhof, um dort ein eigenes kleines Heldengedenken abzuhalten. So wie sie später gemeinsam der ukrainischen Gefallenen gedenken sollten, gedachten sie hier gemeinsam der deutschen Helden. Wer einmal das unwürdige und einseitige Gedenken an die toten „Befreier“ im Zweiten Weltkrieg erlebt hat, konnte hier im Kontrast eine wahre Völkerverständigung im gegenseitigen Respekt angesichts der Gräber der gefallenen Soldaten sehen.

Niedergelegte Kerzen erinnern an die gefallenen deutschen und ungarischen Soldaten in der Westukraine.

Insbesondere die ukrainische Jugend fragte immer wieder für gemeinsame Bilder mit ihren deutschen Kameraden an, die diesen Wunsch natürlich gerne erfüllten.

Nicht nur Heldengedenken, sondern auch aktueller politischer Kampf


Stolz präsentierten die Kameraden des „Nationalen Korps“ ihren deutschen Gästen die Arbeit ihrer Bewegung. So wurde u. a. gemeinsam ein Büro des „Nationalen Korps“ besucht, das nur eines von mehreren Objekten der Bewegung in Lemberg ist. Ausführlich wurde sich über die politische Arbeit in Deutschland und der Ukraine ausgetauscht, wobei sich viele Parallelen zwischen den beiden revolutionären Bewegungen zeigten. Unsere Mitglieder mussten dabei auch insbesondere der Jugend zahlreiche Fragen zu Deutschland, der politischen Lage in unserem Heimatland und zu unserer Bewegung beantworten. Viele der jungen ukrainischen Aktivisten zeigten sich überaus deutschfreundlich und enorm wissbegierig. Dass diese Jugend nicht nur das Erbe ihrer Ahnen in Ehren hält, sondern auch den politischen Kampf der Jetzt-Zeit führt, zeigte sie bereits am nächsten Tag. Anlässlich des kommunistisch geprägten Frauentages protestierten zahlreiche Nationalisten gegen eine feministische Kundgebung, auch hier waren Vertreter unserer Partei anwesend. Dabei gingen die ukrainischen Nationalisten nicht nur in Lemberg auf die Straße, in Kiew etwa protestierte eine Frauengruppe des „Nationalen Korps“ mit einer symbolischen Beerdigung des Feminismus gegen diese volks- und familienzersetzende Ideologie.

Gedenken an gefallenen Soldaten des Azov-Regiments

Am Montag folgte man zudem noch einer Einladung der ukrainischen Kameraden, an einem Gedenken für einen gefallenen Soldaten des „Azov-Regiments“ teilzunehmen, der ein Jahr zuvor im Krieg gefallen ist. Dieser war nicht nur vorbildlicher Soldat, sondern auch Aktivist des „Nationalen Korps“. Neben Freunden und Verwandten des Veteranen nahmen auch der Gründer des Azov-Regiments und Führer des „Nationalen Korps“, Andriy Biletsky, sowie der aktuelle Kommandeur des Regiments, Denis Prokopenko, an dem Gedenken teil, um ihrem gefallenen Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. Die deutschen Teilnehmer des Gedenkens konnten hier einen Eindruck davon gewinnen, wie die ukrainischen Nationalisten ihre gefallenen Helden der Jetzt-Zeit würdigen. Auch hier endete der Tag mit einem regen Austausch zwischen Deutschen und Ukrainern.





  • Wunderbar!

    Michael 16.03.2020
  • Excellent to see this type of cooperation. In the end, we have a common struggle and a common blood that unites us. Our people are re-awakening again.
    Best regards to all European brothers and sisters.

    Slovak 16.03.2020
  • So sei es, gesegnet sei es.

    Asatru 16.03.2020
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