Im Gespräch mit der HVIM aus Ungarn (3/3)

Kürzlich haben wir ein Interview mit Barcsa-Turner Gábor, dem Anführer der Hatvannégy Vármegye Ifjúsági Mozgalom (HVIM) aus Ungarn geführt.

 

Der III. Weg: Viele Nationalisten in Deutschland sehen in Victor Orban den Retter Europas. Was sagt ihr ihnen?

 

HVIM: In seiner Kommunikation ist er eindeutig der rechtsradikalste Premierminister Europas. Aber das ist nur die Oberfläche. Offensichtlich hat er unbestreitbare Handlungen, aber es tut uns leid, es unseren Kameraden zu sagen. Viktor Orban ist ein populistischer Politiker in einem roten, weißen, grünen Gewand. Der Grenzzaun, an dem Migranten tatsächlich gestoppt werden, mag aus der Ferne gut aussehen, aber auf viele andere Arten haben wir viel mehr Migranten reingelassen, als die EU von uns verlangt hätte. Die Bewältigung der Migrationssituation ist die spektakulärste PR-Kommunikation, die Fidesz bisher zum Sieg verholfen hat. Hier leben jedoch auch ältere Migranten, die Zigeuner, die seit dem Regimewechsel ohne weiteres ihren kriminellen Lebensstil führen können.

Fidesz ist seit 10 Jahren in der Regierung, aber sie hat sich überhaupt nicht mit dem Thema befasst und gibt nun vor, dass es bis jetzt nicht seine Verantwortung war, dass Zigeunerkriminalität in jedem Landkreis vollständig verbreitet ist. Es ist bereits offensichtlich, dass anstelle der wirklichen Lösungen, die die von wirklich patriotischen Bürgermeistern bereits vorgelegt wurden (siehe Érpatak, Tiszavasvári oder Ásotthalom), nur Propaganda verbreitet wird und sie wiedergewinnen wollen. Jedes Thema wird nur als politische Kommunikation behandelt, was unser größtes Problem und unsere Hauptkritik am Fidesz ist.

 

Der III. Weg: Immer wieder hört man von Verboten und Repressionen gegen radikale Nationalisten in Ungarn. Ist die Verfolgung mit der Fidesz an der Macht stärker geworden?

 

HVIM: Sicherlich wurde unser Leben nicht einfacher, weil unsere Rhetorik teilweise von der Regierung übernommen wurde. Wenn wir also dasselbe sagen würden, wie in den letzten 20 Jahren, als Fidesz offen liberal war und Soros beliebt war, wären wir als Fidesz-Organisation bekannt, und von Fidesz finanziert, während wir nur einmal einen minimalen Zuschuss für eine unserer Veranstaltungen im Hochland (Slowakei) erhalten hatten, die trotz des unterzeichneten Vertrags nach liberalem Druck sofort zurückgezogen wurde. Aber es ist kein Neid, der aus uns spricht: Echte patriotische Projekte werden nur auf dem Papier unterstützt, und ihre Effizienz ist gleich Null. Fidesz ist die größte Volkspartei: Sie kommuniziert gleichzeitig mit zionistischen Juden, Zigeunern, Liberalen, gemäßigten Patrioten und radikalen Staatsangehörigen! Tatsächlich haben sie sogar rechte Journalisten an der Peripherie, um dieses Segment zu befriedigen.

In der Außenpolitik sehen wir Folgendes: Sie wollen gut zu allen sein, aber nicht zur Wahrheit. Zum Beispiel hat Fidesz in Westeuropa auch eine israelfreundliche Politik eingeführt, die sehr dunkel ist und auf das Prinzip „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ basiert. Darüber hinaus wird in ihrer Propaganda das Thema Einwanderung mit der Frage der ethnischen Zugehörigkeit, der Rasse und der Religion zusammengemischt, obwohl dieses Thema komplexer ist als die Aussage, dass “alle Muslime getötet werden sollten”. Dies ist nur eine Rhetorik zugunsten Israels. Ansonsten glauben wir daran, die Welt so zu erhalten, wie sie ist. Wir kämpfen gegen den modernen Liberalismus, der alles mit allem homogenisieren will. Bleibt Deutschland deutsch, Ungarn ungarisch, Palästina palästinensisch, Japan japanisch und so weiter.

 

 

Der III. Weg: Was ist aus der ungarischen Garde geworden?

 

HVIM: Die ungarische Garde wurde aufgelöst, einige Gruppen von 3 bis 4 Personen blieben übrig. Seit Jobbik eine linke Partei ist, hat sich die Garde komplett aufgelöst. Einige seiner Mitglieder fanden in anderen Organisationen ein Zuhause, andere wandten sich für immer ab. Aber Organisationen mit einem ähnlichen Format existieren immer noch. Deshalb habe ich in 2011 die Wolves Brotherhood Community gegründet. Dies ist im Grunde eine freundschaftliche Gemeinschaft, die sich mit Wandern, Verteidigung, Überleben im Wald, Erhaltung der Tradition, Selbstverteidigungstraining und Airsoft-Training beschäftigt.

 

 

 

 

Der III. Weg: Was sind eure Zukunftspläne? Welche größeren Veranstaltungen stehen an?

 

HVIM: Was wir für uns wichtig ist, dass alles, was wir tun, einheitlich und auf einem starken ideologisch gesunden Fundament stehen soll. Wir bauen keine Popularität auf, wir bauen eine Gemeinschaft auf und wollen einen wahre nationale Alternative sein, die über die Ideologie der Zeit hinausgeht. Es enthält die positiven Aspekte jedes nationalen Flügels, der sich in der Geschichte manifestiert, und lehnt alle negativen Aspekte ab, die es möglicherweise hat. Wir arbeiten an einem nationalen Flügel des 21. Jahrhunderts, der alte Werte wie hierarchische, autoritäre Organisationsprinzipien (wir sind keine Demokraten) nicht leugnet, aber an die Form der Zeit anpasst. Wir betrachten die Wiederherstellung von Qualität und Inhalt als unsere Hauptaufgabe, da 1945 mit der sowjetischen Besatzung die rechtliche Kontinuität aufhörte, was nicht nur die Frage der Staatspolitik, sondern auch die Proklamation der ungarischen Elite bedeutete. Wir müssen die Elite der ungarischen Nation neu schaffen und diese Arbeit in erster Linie leisten. Deshalb legen wir großen Wert auf die Jugendbildung, bei der die Bereitstellung von Werten weit über Ideologien hinaus die größte Aufgabe ist.

 

Der III. Weg: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

 

Netzseite: https://www.hvim.hu

 

Zum Nachlesen: Teil 1, 2

 





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