Corona: Gigantische Wirtschaftskrise bedroht Deutschland

Beitragsbild Fakten Einschätzungen Strategien bei der Corona-KriseEuropa steht still. Langfristige Ausgangssperren haben den Kontinent lahmgelegt. Viele Menschen hoffen auf ein baldiges Ende der Sanktionen, um zum Alltag zurückkehren zu können. Doch die eigentliche Krise kommt erst noch. Tag für Tag verschlingt der „Shutdown“ Milliardenbeträge. Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Staat werden auf eine harte Probe gestellt. Vielleicht reichen Deutschlands Reserven, um die eigene Wirtschaft leidlich durch die Krise zu tragen. Doch insbesondere Europas Süden – Frankreich, Griechenland, Spanien, Portugal, Italien – hatten bereits vor der Krise kaum Reserven. Bereits jetzt ist klar, dass auch die Milliarden zur Rettung dieser Staaten von den wenigen „Nettozahlern“ in der EU gestemmt werden sollen. Ein aussichtsloses Unterfangen! Wenn Deutschland nicht untergehen soll, braucht es schleunigst den EU-Austritt.

Die Folgen des „Shutdown“ in Deutschland

Zum Schutz der Leben der besonders gefährdeten Personenkreise, wird das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren. Ganze Branchen verlieren schlagartig alle ihre Einnahmen. Friseursalons müssen schließen. Es kommen keine Touristen mehr ins Land und alle Hotels stehen leer. Fluglinien haben massive Umsatzeinbrüche. Die Nachfrage nach größeren Investitionsgütern ist stark eingebrochen, das trifft besonders Deutschlands wichtigsten Industriezweig, die Automobilindustrie. In China werden 95 Prozent weniger Autos gekauft. Die Bänder stehen still in Ingolstadt, Wolfsburg und in Stuttgart. Restaurants müssen schließen. Der Einzelhandel ist ebenfalls getroffen. Indirekt wird auch das Handwerk getroffen, da es zu einem Investitionsstau kommt.

Die Bundesregierung versucht gegenzusteuern, von der Idee der „schwarzen Null“, dem Haushalt ohne neue Schulden hat man sich längst verabschiedet. Nun sollen unter dem Motto „Was immer es kostet“ Milliardenbeträge die deutsche Wirtschaft retten. Noch am 13. März hat sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zuversichtlich gegeben: „Es ist genug Geld da und wir setzen es ein. Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um Beschäftigte und Unternehmen zu schützen. Darauf kann sich jede und jeder verlassen.“ Kein Arbeitnehmer soll wegen der Ausbreitung des Virus und der Folgen seinen Arbeitsplatz verlieren. Die Regierung hat ein gewaltiges Hilfspaket geschnürt: 750 Milliarden Euro sollen alle Sorgen wegwischen.

Doch aus der Wirtschaft kommen weitaus weniger optimistische Signale. So sagt der Chef des Ifo-Instituts Claus Fuest: „Das Hilfspaket der Bundesregierung ist gut, es reicht aber nicht.“ Zwar können beispielsweise Löhne in der Zeit der Krise weitergezahlt werden, das ändert aber nichts daran, dass die Produktion stillsteht. „Und das kann öffentliches Geld überhaupt nicht wettmachen“, so Fuest. Deutschland muss sich, abhängig von der Dauer des „Shutdown“ auf Wirtschaftseinbrüche zwischen fünf Prozent und zwanzig Prozent einstellen. Es könnten 1,8 Millionen Vollzeitarbeitsplätze gestrichen werden oder bis zu sechs Millionen Arbeiter in Kurzarbeit gesteckt werden. Eine Situation, die es seit der Wirtschaftskrise von 1929 nicht mehr gegeben hat. Solange sich die Einbußen im mittleren, einstelligen Prozentbereich bewegen, besteht prinzipiell noch Hoffnung. Darüber können jedoch alle Staatshilfen nichts mehr bewirken. Es droht der totale Kollaps.

Europäische Union – Europas Untergang

Als Großbritannien am ersten Januar die Europäische Union verlassen hat, gab es viele höhnische Stimmen. „Die werden sich noch umschauen!“, „Diese dämlichen Briten, verlassen den Stabilitätsanker EU“, „Das wird ihre Wirtschaft hart treffen“. Bald wird niemand mehr über die Briten lachen. Großbritannien zählte, wie auch die BRÖ, die Niederlande und die BRD zu den sogenannten Nettozahlern in der Europäischen Union. Das heißt, es war einer der Länder, die in Summe mehr Geld einzahlen, als via Förderungsmaßnahmen und Subventionen zurückfließen. Die Lücke, die Großbritannien im EU-Haushalt hinterlässt, muss von den verbliebenen Nettozahlern aufgefangen werden. Deutschlands EU-Beitrag sollte daher – vor Corona – bereits planmäßig um 8,5 Milliarden Euro bis 2027 ansteigen. Siehe auch unseren Bericht im letzten November https://der-dritte-weg.info/2019/11/deutscher-eu-beitrag-steigt-massiv-an/ dazu

Doch die Folgen der Corona-Krise werden plötzlich für einen massiven Finanzbedarf aller Länder sorgen. Früher konnten Länder über ihre Notenbanken in Krisenzeiten gegensteuern. Eine Währung konnte abgewertet werden und somit konnte die Wettbewerbsfähigkeit einer Wirtschaft gesteigert werden. Waren konnten billiger im Ausland angeboten werden und die Nachfrage im Ausland stieg. So gingen Überschussangebot und Arbeitslosigkeit zurück und eine Wirtschaft stabilisierte sich. Durch die Einführung des Euros gibt es jedoch keine nationalen Währungen und Notenbanken mehr. Dieses Instrumentarium ist somit entfallen. Als Antwort darauf wurde 2007 TARGET2 installiert. Über diese Zahlungsplattform werden die Zahlungen der Länder untereinander über die EZB abgewickelt. Weil es jedoch starke qualitative Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften, vor allem zwischen Nord- und Südeuropa gibt, hatten sich hohe Schulden auf der einen, und hohe Guthaben auf der anderen Seite gebildet. Vor allem Portugal (83,3 Milliarden Euro), Spanien (407 Milliarden Euro) und Italien (447,6 Milliarden Euro) hatten bereits VOR der Krise riesige Schuldenberge.

Unabhängig von den Target-Salden waren die EU-Mitgliedsländer bereits hoffnungslos verschuldet. Frankreichs Verschuldung lag 2018 bei rund 2,3 Billionen Euro. Griechenlands Schuldenberg betrug über 300 Milliarden Euro, was eine hoffnungslose Überschuldung von über 180 Prozent des Brutto-Inlandsprodukt darstellt. Italiens Staatsverschuldung hatte sich in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent erhöht und lag 2018 bei 2,32 Billionen Euro. Selbst das vermeintlich wohlhabende Belgien hat Staatsschulden in Höhe von 500 Milliarden Euro, die in den letzten Jahren stark angestiegen sind. In Osteuropa ist die Staatsverschuldung, rein am Bruttoinlandsprodukt gemessen, niedriger, aber dennoch sind auch diese Länder bereits verschuldet gewesen.

Nullzinspolitik der EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den letzten Jahren auf eine stringente Nullzinspolitik gesetzt, um den verschuldeten Ländern entgegenzukommen. Das bedeutet, dass sich Unternehmen Geld leihen konnten, und dafür keine Zinsen bezahlen mussten. Nach und nach ist die EU sogar dazu übergegangen, Negativzinsen zu verhängen. Das bedeutet, dass Sparer für ihre Anlagen bezahlen müssen, während Schuldner weniger zurückzahlen müssen, als sie sich geliehen haben. Davon haben viele Unternehmen profitiert, die ohne die Hilfe der EZB längst pleite wären. Zehn bis 20 Prozent aller Unternehmen in der EU finanzieren sich über faule Kredite. Bei einem faulen Kredit wird davon ausgegangen, dass der Kreditnehmer den Kredit ohnehin nicht zurückzahlen kann.

Bereits jetzt rufen Italien, Spanien, Frankreich und sechs weitere Länder nach der Einführung von „Corona-Bonds“. Weil hoch verschuldete Länder keine neuen Kredite mehr aufnehmen können, soll die EU als Ganzes den Kredit aufnehmen. Die Kosten werden also kumuliert. Im Grunde genommen müssen also die vermeintlich wohlhabenden Länder für die ärmeren Staaten die Zeche zahlen. In Deutschland hat sich bereits Grünen-Chef Robert Habeck für die Einführung solcher Eurobonds ausgesprochen. „Ich plädiere für Corona-Bonds, gemeinsame europäische Anleihen. Ökonomisch starke Staaten wie Deutschland müssen jenen helfen, die gerade nicht so gut dastehen“, so wird der antideutsche Politiker in einem Interview mit der Welt zitiert. Wenn der Euro und die EU gerettet werden sollen, dürfte es wohl auf diese Maßnahme herauslaufen.

Zusammengefasst: Hat Deutschland die Kraft, um seine Wirtschaft zu retten? Möglich. Vielleicht kann unser Land die nötigen Milliarden aus dem Ärmel schütteln, ohne den Steuerzahler zu ruinieren. Aber reicht es auch, um die italienische Wirtschaft zu sichern? Und um die griechische Wirtschaft zu retten? Und für Spanien? Und für Portugal? Und für Frankreich? Und für wen auch immer es noch erwischt? Die logische Antwort kann nur ein klares Nein sein. Die Europäische Union ist am Ende. Wenn Deutschland weiter in der EU verbleibt, wird es mit ihr untergehen. Es kann daher nur eine Forderung für die nationalrevolutionäre Bewegung geben: Raus aus der EU! Dexit Jetzt!





  • Meiner Meinung nach sieht man nun, wofür dieser SARS-Virus missbraucht wird. Dieses Wirtschaftssystem lebt vom Wachstum. Dieses kann aber nicht ewig währen, es braucht regelmäßig einen Abbau von Überkapazitäten und eine Marktbereinigung. Diesen schieben die Wirtschaftsoberen seit Jahren vor sich her. Immer wieder wurde mit niedrigen Zinsen und Förderpaketen wie Abwrackprämien verhindert, dass dieser Zustand des Schrumpfens einsetzt. Und trotz wirtschaftens auf Pump streichen die Bonzen große Gewinne ein. Nun stelle man sich vor der gemeine Pöbel würde begreifen, dass diese Form des Endzeitkapitalismus seinen Zenit bereits lange überschritten hat! Also wird ein Grund für eine Rezession gefunden. Diesmal trägt er den Namen SARS-Covid 19. Und es funktioniert wesentlich besser als Bankencrash, 11. September und Krieg im nahen Osten! Großkapitalisten bringen auf Kosten des kleinen Mannes ihr Schäfchen ins Trockene. Der nötige Abwärtstrend wird steuerfinanziert, Subventionen für das Großkapital! Neue Rettungspakete werden vorbereitet, der Corona-Marshallplan gefordert.

    Und der Pöbel?
    Der geht jubelnd in Kurzarbeit, verzichtet auf seine Freiheiten und klatscht bei jeder weiteren Frechheit Beifall! Wirtschaft am Boden? Klar, wegen Corona! Also rein mit dem Steuergeld in den Rachen der Finanzhaie! Die heilige “schwarze Null” ist plötzlich egal, vorher wurden ihr noch nötige Investitionen und Förderungen für die schwächsten Deutschen und Familien geopfert.
    Der Gesundheitsfond wird geschröpft? Na gut, wir haben ja die letzten Jahre zuviel bezahlt, dann mal weg damit! Die resultierenden Erhöhungen der Beiträge werden erstmal ignoriert.
    Bildung? Erstmal egal, sonst wird Heimunterricht untersagt, jetzt forciert! Ohne Vorbereitung für die Eltern und Kinder, die Leistungen fallen ab, aber Hauptsache die Kinder bleiben fern von den Coronaträgern! Die sitzen dann zwangsläufig bei der Hochrisikogruppe Oma und Opa.
    Der kleine Unternehmer? Soll sich nicht beschweren, der kriegt schließlich auch Hilfe! Kredite, zinslos und erst in Jahren abzuzahlen. Da kann der ja dann 80 Stunden pro Woche arbeiten, dann zahlt er es zurück!

    Und wie geht die Sache aus?
    Nach der Rezession kommt unweigerlich das Wachstum! Rekordwachstum! Das Krisenmanagement war Weltklasse, die Jahrhundertkanzlerin wird gefeiert! Der kleine Mann verschuldet, nun müssen die Zinsen rauf! Und die Unternehmen, die das nicht überleben? Die frisst das Großkapital, steuerfinanziert!

    Und was machen wir?
    Stay at home!

    Martin Moser 07.04.2020
    • Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Tanz ums Goldene Kalb wird hedonistischer und dekadenter als “vorher” werden.

      Jörg 07.04.2020
    • Das klingt wohlfeil, geht aber an der Sache vorbei. Grundsätzlich verfügt die kapitalistische Marktwirtschaft über Selbstreinigungskräfte. Diese sind allerdings – wie beschrieben – über Nullzinsen und Anleihekaufprogramme suspendiert worden. Eigentlich haben wir es hier eher mit Mechanismen einer Zentralverwaltungswirtschaft zu tun, die eher für ein sozialistisches Regime kennzeichnend ist. Insgesamt werden die Maßnahmen zur Wirtschatsrettung kaum greifen können, wenn das noch länger so weitergeht. Die Regierung mag aktuell profitieren, am Ende werden sie ein riesiges Problem haben. In der Wirtschaft werden die Unternehmen überbleiben, die ein erfolgreiches Geschäftsmodell betreiben und über Rücklagen verfügen. Und es werden die überbleiben, die vom Staat besonders geschützt werden.

      Fuhrknecht 07.04.2020
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