Stellenabbau bei Daimler geplant

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Der Automobilkonzern Daimler bereitet sich auf den Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland vor: Es sind interne Papiere von Führungskräften aufgetaucht, welche darlegen, wie Personalgespräche im Zusammenhang mit dem geplanten Stellenabbau ablaufen sollen. Bis 2022 will der Fahrzeughersteller 10.000 Arbeitsplätze abbauen, insbesondere in Management, Verwaltung und Logistik, sollen deshalb Kündigungen ausgesprochen werden.

Der Leitfaden enthält verschiedene Formulierungshilfen, es sei auf die wirtschaftliche Lage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu verweisen und den zu entlassenden Personen soll empfohlen werden sich außerhalb des Unternehmens zu bewerben. Wichtig sei laut dem Leitfaden, dass deutlich zu Beginn des Gesprächs ausgesprochen wird, dass man sich von dem Mitarbeiter trennen wird.

 

 

 

Zahlreiche vorgeschobene Gründe für Entlassungen geplant

Falls der Mitarbeiter mit seiner hierdurch gefährdeten wirtschaftlichen Existenz argumentiert soll auf die ohnehin verpflichtenden Abfindungen hingewiesen werden. Auch sollten tatsächliche oder vermeintliche Kompetenzdefizite als Begründung zur Entlassung erwähnt werden. Sollte der Mitarbeiter sich weigern seiner Entlassung zuzustimmen sollen zukünftige Benachteiligungen an seinem Arbeitsplatz angedeutet werden.

Im ersten Quartal brach der Gewinn von Daimler durch die Corona-Krise deutlich ein. Der Gewinn sank von im Vorjahr 2,1 Milliarden € auf 94 Millionen €. Der Umsatz ging um 6 % zurück.