Lehren aus der Corona-Krise – die Globalisierung als Irrweg

Beitragsbild Fakten Einschätzungen Strategien bei der Corona-KriseDie immer noch gegenwärtige Corona-Pandemie hat zahlreiche Schwächen der Moderne offengelegt, über die in der nächsten Zeit noch zu reden sein wird. Eine davon ist gewiß der Prozeß der allumfassenden Globalisierung, die für die Masse der örtlich verwurzelten Menschen schon in ruhigen Zeiten umfangreiche Schattenseiten bereithält – Kulturverlust und Vermassung, Arbeitsplatzverlagerungen und Sozialabbau, erhöhte Krisenanfälligkeit durch weltweite Vernetzungen.

 

Grenzen schützen

Dass sich die Seuche so rasant ausbreiten konnte, hängt direkt mit der zwanghaften Politik der offenen Grenzen und der bedingungslosen Reisefreiheit zusammen. Um ihre heiligen Kühe zu schützen, reagierte die Politik erst spät und dann nur zögerlich – so verzichtete die Bundesregierung auf Quarantäne-Maßnahmen für Reisende aus China, Italien und dem Iran, als diese Länder bereits zu den am schwersten von dem Virus betroffenen gehörten. Für Asylanten galten die Einreiseverbote an Deutschlands Grenzen ohnehin nicht.

 

Die deutsche Wirtschaft auf wackligen Beinen

Daneben traten unterbrochene internationale Lieferketten, Produktionsausfälle und Warenengpässe, die deutlich machten, wie fragil die globalisierte Wirtschaft ist. Schon vor Corona wurden in China produzierte Wirkstoffe für Medikamente knapp. Nach dem Ausbruch der Pandemie war bei Atemmasken das Gleiche zu beobachten. Deutschlands Status als Export-Weltmeister führt dabei zu einer besonderen Gefährdung. Rohstoffarm und überbevölkert steht Deutschlands Wohlstand seit jeher auf wackligen Beinen. Außenhandel ist daher grundsätzlich lebenswichtig, aber nicht um den Preis der totalen Abhängigkeit vom Ausland. Dass ein Großteil der deutschen Exporte ins EU-Ausland auf Pump der Mitgliedsstaaten bei der Europäischen Zentralbank finanziert sind, verschärft die Situation weiter. Tragikomischerweise sorgt das künstlich geschürte Wirtschaftswunder für die nötigen Mittel, um die Umvolkung des Landes weiter voranzutreiben, während die deutschen Sparer über die Inflationspolitik der EU faktisch enteignet werden.

 

Auf das Volksempfinden ist Verlaß

Immerhin scheint sich in der öffentlichen Wahrnehmung ein Umschwung abzuzeichnen. Laut mehreren repräsentativen Umfragen, u.a. vom SPIEGEL und der Körber-Stiftung, sehen die Deutschen die fortschreitende Globalisierung zunehmend kritisch und das nicht erst seit der Corona-Krise. Weniger als die Hälfte der Befragten gibt derzeit an, die Globalisierung eher als Chance anzusehen, eine deutliche Mehrheit empfindet sie hingegen als Risiko. Das Ergebnis zieht sich, mit Schwankungen, quer durch alle Parteien. Lediglich die Anhänger der FDP sehen insgesamt mehr Chancen als Risiken. Konkret fordern 85 Prozent der Deutschen, dass die Produktion lebenswichtiger Güter und die kritische Infrastruktur nach Deutschland zurückverlagert werden, auch wenn das höhere Preise bedeuten würde.

 

Der Nationalstaat – bekannt und bewährt

Dass der Nationalstaat unverzichtbar ist, bedeutet insofern eine weitere Lehre der Krise. Bis zum 2. April hatten rund 60 Länder Exportbeschränkungen für wichtige Güter zur Bekämpfung der Pandemie erlassen, dazu zählen medizinische Schutzausrüstungen, aber auch landwirtschaftliche Güter. Das ist nicht nur menschlich verständlich, sondern auch rational nachvollziehbar – effektives Krisenmanagement setzt überschaubare Strukturen und einen kalkulierbaren Volkscharakter voraus. Die Krise als Chance – wir haben es oft genug gehört. Jetzt ist die Politik gefragt, die entfesselte Globalisierung wieder an die Kette zu legen.





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