Auf dem Mast ist Sendetechnik des Bayerischen Rundfunks (BR) montiert; dieser beherbergt aber auch Funkzellen privater Mobilfunkunternehmen.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus und war mit mehr als 50 Beamten vor Ort und suchte mit einem Hubschrauber bis in die Morgenstunden das Gelände und die Umgebung nach den Tätern ab. Auf einer linksextremistischen Plattform wurde noch am selben Tag darüber berichtet und über den „Erfolg“ dieses Brandanschlages kein Hehl gemacht.
Informationen von BR-Verantwortlichen zufolge habe der Schaden keine größeren Folgen für die Sendeleistung, betroffen sei einzig der Radioempfang von DAB+ im Bereich München Nord. Ein technischer Defekt sei „sehr unwahrscheinlich“, erklärte ein Sprecher am Freitag, zumal es bereits im Dezember 2019 einen Brandanschlag auf Datenleitungen von Vodafone in der Nähe gab. Damals hatten Unbekannte an der Leinthaler Brücke und an der Herzog-Heinrich-Brücke Brandbeschleuniger über Glasfaserleitungen gegossen und angezündet. Vor kurzem sei auch ein Mobilfunkmast im Perlacher Forst in Brand gesetzt worden.
Wie der BR inzwischen ergänzend berichtete, sei bereits seit Wochen im Internet aus linksextremistischen Kreisen zu Anschlägen auf „wichtige Infrastruktureinrichtungen“ aufgerufen worden. Den Aufrufen sei auch eine Anleitung zum „Inbrandsetzen von Funkmastentechnik“ beigefügt gewesen.
Die Ermittlungen zu diesem neuerlichen linksextremistisch motivierten Brandanschlag wurden inzwischen vom Staatsschutz übernommen.
Dass die Polizei dieses Mal einen Ermittlungserfolg verzeichnen kann, darf jedoch nach bisherigen Erfahrungen weiterhin getrost bezweifelt werden.