Buchrezension: Léon Degrelle – 1000 Jahre Adolf Hitler

Als der durch seinen Einsatz als Führer der Wallonischen SS-Grenadierdivision „Wallonie“ berühmt gewordene belgische Freiwillige Leon Degrelle sich am Ende des zweiten Weltkrieges bei seiner spektakulären Flucht mit einem gekaperten Flugzeug nach San Sebastian in Nordspanien absetzte und um Haaresbreite bei der Bruchlandung des Fliegers dem Tod entging, wusste er, dass sein Leben als Politiker und Krieger endgültig zu Ende war. Als verhasster, gejagter und verleumdeter Ausgestoßener fristete er im spanischen Exil fortan die letzte und undankbarste Phase seines Lebens, während er in seiner belgischen Heimat, die er nie wieder sah, in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Diesen Opfergang trat er allein deswegen an, weil er bis zum Schluss einem Mann die Treue hielt, der in der Geschichtsschreibung nach 1945 zum Inbegriff „des Bösen“ werden sollte und zu einem zentralen Gegenstand in Degrelles autobiographischer Arbeit wurde, die 1969 unter dem Titel „Hitler pours 1000 ans“ zunächst nur in französischer Sprache erschien.

In seinem Buch beschreibt Degrelle seinen politischen Werdegang, den er als junger aufstrebender Führer der nationalbelgischen Rexistenbewegung bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges durchlief. Obwohl er während dieser Zeit immer eine neutrale Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland bewahrte, wurde er von den antideutschen Kriegstreibern in der französischen und belgischen Regierung rasch der Kollaboration beschuldigt und nach dem Kriegsausbruch im Westen von den Franzosen mitsamt seiner Gefolgschaft interniert und gefoltert. Nachdem die Deutschen wider aller Erwarten Frankreich, Belgien und die Niederlande in einem atemberaubend raschen Blitzkrieg, wie bereits zuvor Polen, niederwarfen und ganz Westeuropa sein Schicksal in die Hände der deutschen Führung gab, tat der belgische Ministerpräsident Paul-Henri Spaak im Juli 1940 den Ausspruch kund, dass „Deutschland tausend Jahre lang Herr über Europa sein werde“, womit er den Glauben vieler Europäer zu diesem Zeitpunkt wiedergab. Dies sollte Degrelle später zur Namensgebung seiner Autobiographie inspirieren.

 

„Ich kannte Hitler in- und auswendig“

Im weiteren Verlauf seines Werkes geht Degrelle ausführlich auf die Gründe ein, warum aus den 1000 Jahren letztendlich doch nur fünf weitere Jahre wurden, bis Deutschland mit seinen loyalen europäischen Verbündeten unter dem gewaltigen Druck einer weltweiten Allianz aus Kapitalismus und Kommunismus in die Knie gezwungen werden konnte. Dabei beleuchtet er unter anderem die fatale Rolle, die Mussolini, dessen Stern angesichts der deutschen Siege längst am Verblassen war, mit seinem abenteuerlichen Alleingang auf dem Balkan im Frühjahr 1941 gespielt hat, wodurch der deutsche Balkanfeldzug erzwungen wurde und sich der deutsche Präventivangriff auf die Sowjetunion derart verspätete, dass im Winter desselben Jahres die deutsche Offensive kurz vor Moskau zum Erliegen kam. Auch die immer wiederkehrenden Behauptungen diverser Nachkriegshistoriker, dass Hitler als einfacher Gefreiter nichts von Kriegsführung verstand und daran scheiterte, nicht auf seine Generäle gehört zu haben, weiß Degrelle, der in späteren Kriegsjahren ein enges Vertrauensverhältnis mit Hitler pflegte, zu widerlegen.

So legt er die Sabotageakte deutscher Generäle in der Kriegsadministration, die Hitler einerseits falsch über die Truppenstärke des Gegners informierten und andererseits seine Befehle zur Produktion rüstungstechnisch verbesserter Panzer sowie zur zahlenmäßigen Aufstockung der Divisionen ignorierten, schonungslos offen und gibt den Verantwortlichen in der Heeresleitung eine Mitschuld an der Niederlage. Die verblüffenden Erfolge der Blitzkriegmanöver am Anfang des Krieges gehen dabei auf Hitlers unkonventionelle Kriegsführung zurück, die sich klar vom althergebrachten und unzeitgemäß gewordenen Stil seiner alten Generäle unterschied. Den Hauptverantwortlichen der Katastrophe von Stalingrad schließlich, die zum Wendepunkt des Krieges werden sollte, machte Degrelle schließlich in der Person des General Paulus aus, dem es trotz aussichtsreicher Voraussetzungen an Entschlusskraft und Willen mangelte, um einen Ausbruch zu wagen und die dreihunderttausend Mann der sechsten Armee aus dem Kessel von Stalingrad herauszuführen.

Auch das enge private Verhältnis zu Adolf Hitler, das dem Leser viele bisher unbekannte Details über die Person des deutschen Führers eröffnet, thematisiert Degrelle in seiner Autobiographie. Als einer der bekanntesten Freiwilligen in den Reihen der ausländischen Waffen-SS und hoch dekoriert durch seine Verdienste in den Schlachten an der Ostfront, hatte er bald das regelmäßige Privileg, mit Hitler persönlichen Umgang zu pflegen. So räumt er mit vielen Mythen auf, die nach dem Krieg von tendenziösen Historikern in Umlauf gebracht worden sind, um Hitler als das „Monster“ darzustellen, was er letztendlich durch die Geschichte der Sieger wurde. Degrelle schreibt dabei offen über die menschlichen Seiten Hitlers, wie sein Verhältnis zu Frauen, seinen herzlichen Umgang mit Kindern oder über seine angeblich cholerischen Wutanfälle, die der belgische Exilautor ins Reich der Legenden verweist, indem er auch seine feinfühligen Seiten durch eigene Erlebnisse schildert. Dabei nehmen ebenso Hitlers Standpunkte zu religiösen Fragen als auch seine Vorstellungen über ein künftiges, vereintes Europa nach einem siegreichen Krieg, das laut Degrelle Hitlers große Vision war, Raum des Buches ein. „Ich kannte Hitler in- und auswendig“, schreibt Degrelle in seinen Annalen. Ein guter Grund sich mit dem Buch Degrelles, abseits der allabendlichen TV-Geschichtsreportagen über einen der weltweit bekanntesten Deutschen, einmal zu beschäftigen.

„1000 Jahre Adolf Hitler“ erschien dieses Jahr zum ersten mal überhaupt in deutscher Übersetzung beim Leipziger Schelm-Verlag.

Umfang: 215 Seiten, mit 15 äußerst seltenen Fotografien
Neupreis: 25,00 €
ISBN 978-3-947190-58-4





  • “warum aus den 1000 Jahren letztendlich doch nur fünf weitere Jahre wurden”

    Und dennoch lebt Hitler weit über diese 5 Jahre hinaus – bis heute und vielleicht doch noch 1000 Jahre in zahlreichen Filmen, Dokumentationen, Gesetzen, in Geschichtslehre, Unterricht, Pseudoforschung und politisch instrumentalisierter Wissenschaft; die vor Antigermanismus nur so strotzen – ja sogar durch die BRiD selbst, die ihre einzige Existenzberechtigung aus diesem Mann bezieht, zeigt ihre Menschenverachtung am deutschen Menschen, dem deutschen Volk nun ganz unmaskiert.

    Der Teufel selbst brüstet sich als Engel, indem er Hitler scheinheilig, aber ungerechtfertigt seine Maske auferlegt. Die Menschen mögen sein falsches Spiel eines Tages erkennen.

    Ron 22.10.2020
  • Ich denke, das der Schelm ab sofort einen neuen Dauerkunden hat. Danke für diese Information.

    Kai 22.10.2020
  • Auch ich habe wie wahrscheinlich die meisten von uns schon viele dieser vorgenannten “Geschichtsdokumentationen” gesehen und weiß, wie in selbigen diffamiert und gelogen wird. So wird beispielsweise ein Liebesbrief des jungen Hitler an ein Mädel als “schwülstig” bezeichnet, als hätte man nie als Junge mal ein Mädel angehimmelt. Das ist einfach nur eine dummdreiste Diffamierung, denn dieser Brief bestach durch wunderbare, herzliche Formulierungen.

    Jörg 21.10.2020
  • Danke für Ihre Besprechung!

    Der Schelm 21.10.2020
  • Großartige Nachrichten; auf dieses Buch in deutscher Fassung warte ich schon seit Jahren.
    Danke für die erstklassige Rezension hier.
    Gott mit uns!

    Leonhart Vongrelle 21.10.2020
  • Danke für den Bericht darüber.

    DZ 21.10.2020
  • Das Buch ist einfach nur zu Empfehlen.

    Marco 21.10.2020
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