Die Bombardierung von Siegen (Teil 1/2)

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Am vergangenen Mittwoch, den 16. Dezember, jährte sich die Bombardierung von Siegen zum 76. Mal. Getreu den Zeilen des deutschen Lyrikers Herbert Böhme „Ein Volk ist immer soviel wert, wie es sich in seinen Toten ehrt, wie es sich in seinen Kindern lebt, wie es Meister zu seinem Bilde erhebt“ besuchten Aktivisten unserer Partei ein Ehrenmal im Siegener Stadtgebiet. Einst geschriebene Zeilen, welche Maßstab wie auch Leitlinie eines aufrechten und schaffenden Menschen sein sollten. Vor allem für Politiker, die sich in ihrem Amt dem Wohle des deutschen Volkes verschreiben, bedarf es bei diesen Zeilen keinerlei Diskussion. Dass die Realität in der von Selbsthass geprägten BRD freilich anders aussieht, ist kein Geheimnis. Dazu muss man nicht einmal mit ungetrübtem Blick in die großen Parlamente schauen, sondern es reicht oft schon, in der eigenen Region aufmerksam das Handeln der etablierten Parteien und vor allem die Berichterstattung der Presse zu beobachten. Immer wieder offenbart sich, mit welchem Schlag „Mensch“ man es im Jahre 2020 in der Bundesrepublik zu tun hat.

 

 

Während junge Deutsche der Toten unseres Volkes gedachten, Kerzen und ein Gesteck ablegten, hetzte wie schon zum ehrwürdigen Heldengedenken erneut die Siegener Zeitung gegen das Anliegen unserer Partei. Die Gosenbacher  Kreisehrengedenkstätte sei missbraucht worden und das abgelegte Gesteck wäre durch die Friedhofsverwaltung entfernt worden, damit der Status als würdiges Denkmal wieder hergestellt würde.

Die Bombardierung von Siegen – Eine Aufarbeitung

Während die seit dem 6. Oktober 1944 andauernden Waldkämpfe in der Nordeifel, bekannt als Hürtgenwaldschlacht, in unverminderter Härte fortgeführt wurden, plante die militärische Führung bereits die nächste Offensive, um den westalliierten Armeen eine größere Niederlage zuzufügen und den Hafen von Antwerpen zurückzuerobern. Ohne den Hafen hätten die Alliierten nicht die Nachschubmengen anlanden können, die sie für ihren weiteren Vormarsch brauchten. Dieses zweite Unternehmen, auch unter dem Namen Ardennenoffensive bekannt, begann am 16. Dezember 1944 und hat indirekt auch mit der am gleichen Tag stattfindenden Bombardierung Siegens zu tun. Um den  Vormarsch der alliierten Truppen aufzuhalten, setzte man unter anderem auf die sogenannten Vergeltungswaffen. Dabei handelte es sich um Flugbomben mit Düsenantrieb, namentlich V1, und kreiselgesteuerte ferngelenkte Raketen, bekannt als V2. Die Vergeltungswaffe 2 war eine mit Flüssigtreibstoff betriebene und senkrecht startende Rakete mit einer Gipfelhöhe von 90 km bei fast fünffacher Schallgeschwindigkeit im Zielanflug sowie einer Reichweite von ca. 320 km. Bei der V1 handelte es sich um eine Flugbombe, ähnlich modernen Marschflugkörpern, die ihr Ziel in ca. 800 Metern Höhe und einer Geschwindigkeit von 650 km/h und einer Reichweite von 240 km anflog. Der mitgeführte Sprengstoff wog bei der V2 975 Kilogramm und bei der V1 ca. 850 Kilogramm.

 

 

Diese wurden in den letzten Monaten vom Gebiet des Deutschen Reiches aus auf weit entfernte hauptsächlich belgische und britische Städte, abgefeuert. Bereits am 22.09.1944 verlegte der Oberbefehlshaber West die erste Abteilung des Flak-Regiments (W) 155 in das Sauerland bzw. der inzwischen ebenfalls herankommenden dritten Abteilung in den nördlichen Westerwald, mit Maßgabe der unverzüglichen Vorbereitung des Einsatzes in Richtung Brüssel und Antwerpen. Koordiniert wurden die Einsätze der Vergeltungswaffen von speziellen Kommandoständen aus. Eine dieser Leitstellen war im Dezember 1944 im Kulturamt am Hermelsbacher Weg in Siegen untergebracht. Diese Tatsache war auch den alliierten Nachrichtendiensten bekannt und könnte zur Entscheidung, Siegen anzugreifen, beigetragen haben. Von Siegen aus wurde am 16. Dezember 1944 ein Angriff gegen das belgische Antwerpen befohlen. Aufgrund ihres Seehafens, der wie bereits erwähnt von erheblicher strategischer und militärischer Bedeutung für die alliierten Nachschublinien war, wurde dieser zum Ziel der deutschen Fernwaffen. Um 15:20 Uhr, beinahe zeitgleich mit dem britischen Angriff auf Siegen, ging eine V2-Rakete auf Antwerpen nieder und schlug in das voll besetzte „Rex“-Kino ein. 561 Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben, 291 wurden schwer verletzt. Quasi zeitgleich am Samstag, den 16. Dezember 1944, flogen die Alliierten den ersten großen Luftangriff auf Siegen.

Teil 2 folgt morgen…

 

 

Quelle für die historischen Fakten:  https://wiki.zeitraum-siegen.de/ereignisse/luftangriff_vom_16._dezember_1944
Buch „Kriegsschauplatz Westerwald“ von Oliver Greifendorf

1 Kommentar

  • Moin,
    ist so eine Kranzniederlegung nicht rechtlich geschützt? Das entfernen von Blumenschmuck oder eines Kranzes, der aufgestellten
    Kerzen, ist doch sicher Diestahl und andere juristische Strafbarkeiten?
    Wäre sicher intresannt zu wissen, wer dies veranlasst hat und diese Person öffentlich zu machen, um dem Bürger klar zu machen,
    was für anti Deutsche in den Amtsstuben sitzen und wie sie mit dem Andenken unserer Verstorbener umgehen.

    MkG

    achtcolaachtbier 21.12.2020
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