Herdenimmunität und freiwillige Impfung

Ausführliche Erläuterung und Konkretisierung des 10-Punkte-Programms zur Beendigung der Corona-Krise.

Punkt 5: Herdenimmunität und freiwillige Impfung

Der sogenannte „schwedische Sonderweg“ wurde von Kritikern bereits für gescheitert erklärt; ein womöglich verfrühtes Urteil. Schweden versucht, mit möglichst wenigen Einschränkungen die Balance zwischen der notwendigen Bekämpfung von Covid-19 und all zu harten Eingriffen in Wirtschaft und Gesellschaft zu wahren. Wer eine Infektion mit Covid-19 bereits durchgestanden hat, entwickelt eine Immunität gegen die Krankheit. Die sogenannte „Herdenimmunität“, also eine Rate von etwa 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung, die gegen Covid-19 immun sind, muss also nicht ausschließlich durch Impfungen erreicht werden.

Bei den meisten Menschen kommt es nach einer Infizierung mit Covid-19 nicht zu einem schweren Krankheitsverlauf. Insbesondere bei gesunden Menschen unter 60 Jahren sind schwere Verläufe eine absolute Ausnahme. Deshalb fordert die Partei „Der III. Weg“ Schutzmaßnahmen, die sich auf besonders volatile Personengruppen konzentriert. So sollten begrenzt verfügbare Ressourcen für den Schutz von insbesondere hochbetagten und multimorbiden Menschen verwendet werden. Dies kann beispielsweise durch strenge Kontrollen an den Eingängen von Krankenhäusern und Pflegeheimen gewährleistet werden. Pfleger und medizinisches Personal sollten regelmäßigen Tests unterzogen werden. Eine allgemeine Kontaktverfolgung und Covid-19-Tests für die breite Bevölkerung sind hingegen nicht zielführend.

Impfungen stellen einen Eingriff in den intimsten Lebensbereich des Menschen dar, es geht um die Freiheit des eigenen Körpers. Eine Entscheidung, die daher niemand anderes als man selbst treffen sollte. Eine Corona-Zwangsimpfung wie auch ein indirekter Impfzwang ist insbesondere im Hinblick auf die verhältnismäßig niedrige Mortalität von Covid-19 nicht angemessen. Zudem sind Risiken und Nebenwirkungen (es liegen keine Langzeitstudien vor) einer Covid-19-Impfung, welche oftmals auf dem neuartigen RNA-Impfstoff basiert, noch schwer abschätzbar, so dass Zweifel an der Impfung durchaus berechtigt sind. Natürlich sollte jedoch jedem „Impfwilligen“ die Möglichkeit zu einer Impfung offen stehen.

Eine generelle Impfpflicht ist derzeit seitens der Politik offenbar nicht geplant. Doch auch ein „sanfter Zwang“ zur Impfung ist abzulehnen. Wenn beispielsweise die Ein- und Ausreise von und nach Deutschland nicht mehr ohne Impfung möglich ist, Konzerte oder Fußballspiele nicht mehr ohne Impfnachweis besucht werden können oder auch Bars einen solchen Nachweis verlangen, dann kommt dies faktisch für viele Menschen einer Impfpflicht gleich. Es muss daher gesetzlich geregelt werden, dass solche Vorschriften auch bei privaten Unternehmen nicht zulässig sind.

10-Punkte-Programm zur Beendigung der Corona-Krise

 

1. Covid-19 ist ausschließlich im medizinischen Notstand eine Gefahr für die Volksgesundheit
Solange ausreichend Intensivbetten und Personal vorhanden sind, bewirkt Covid-19 keine erhöhte Sterblichkeit. Wenn aber der Fall des medizinischen Notstandes eintritt und damit nicht mehr alle schwer Erkrankten auf Intensivstationen mit Beatmungsgeräten behandelt werden können, sterben auch zunehmend Menschen, die unter normalen Umstanden mit der damit einhergehenden guten medizinischen Versorgung überlebt hätten. Also nicht Covid-19 an sich ist die große Gefahr, sondern die Überlastung des Gesundheitswesens im Zuge einer Pandemie, auf die man nicht vorbereitet ist.

2. Intensivbetten und Personal aufbauen und vorhalten
Bereits nach Bekanntwerden des Ausbruchs von Covid-19 in China hätte umgehend damit begonnen werden müssen, flächendeckend Intensivbetten, Beatmungsgeräte und Corona-Tests zu beschaffen sowie geeignetes Fachpersonal anzulernen. Dies ist nach wie vor umzusetzen, so daß eine Versorgung von hunderttausenden Erkrankten sichergestellt werden kann.

3. Keine Einschränkung der Freiheitsrechte
Zur Verhinderung einer unkontrollierten Ausbreitung von Covid-19 sind gemäßigte Maßnahmen (z.B. Mundschutz auf freiwilliger Basis) sowie eine Quarantäne für Erkrankte und deren Kontaktpersonen angemessen. Die Beschneidung der bürgerlichen Freiheitsrechte in Gänze sowie des Wirtschaftslebens sind abzulehnen.

4. Volkswirtschaft und Volksgesundheit bewahren
Im Zuge der Bekämpfung einer Pandemie ist immer zwischen Beibehaltung der Volksgesundheit und Erhaltung der Wirtschaftskraft abzuwägen. Jede Krankheit fordert (Todes-)Opfer. Der Schaden für einen Volkskörper durch das Herunterfahren einer Volkswirtschaft bzw. einzelner Wirtschaftszweige ist so vehement, daß dies in keinem Verhältnis zu den aktuellen Todeszahlen durch Covid-19 steht und somit absolut unverhältnismäßig ist. Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, daß Eigentum im privaten wie im öffentlichen Raum weiterhin geschützt wird und die ideellen Freiheiten zu wahren sind. Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden jedem Deutschen selbstverständlich weiterhin zugänglich gemacht.

5. Herdenimmunität und freiwillige Impfung
Im Anfangsstadium einer zu erwartenden Pandemie sind durch geeignete Maßnahmen so viele Infektionen zu vermeiden wie möglich. Wenn dies aber nicht in ausreichendem Maße gelingt, dann ist eine „Herdenimmunität“ anzustreben. Dies kann durch eine durchgemachte Infektion oder auf Basis einer freiwilligen Impfung (Kein Impfzwang) erreicht werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass zwischen 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, um die unkontrollierte Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen.

6. Einheitliche Regeln für Bund und Länder
Bundesweit haben einheitliche Regeln zur Bekämpfung und Eindämmung einer Pandemie zu erfolgen, welche stufenweise und anhand von Kennzahlen in allen Gemeinden und Landkreisen gleichermaßen anzuwenden sind. Der Bevölkerung sind diese Regeln transparent und nachvollziehbar bekannt zu geben. Gleichzeitig muß gegenüber der Bevölkerung eine staatliche Strategie und ein zeitlicher Horizont kommuniziert werden.

7. Mediale und politische Hysterie beenden
Mit einer klar erkennbaren Strategie und Vorgehensweise seitens der Behörden wird einer medialen wie politischen Hysterie vorgebeugt, so daß eine sachliche und rational gelenkte Diskussion möglich ist. Medienunternehmen, die bewusst Falschmeldungen und Hysterie betreiben, sind staatlich zu sanktionieren.

8. Gesundheitswesen verstaatlichen
Die Privatisierung des Gesundheitswesens ist vollständig rückgängig zu machen und der Staat mit der Gesunderhaltung seiner Bürger zu beauftragen; lediglich die haus- und fachärztlichen Praxen bleiben in privater Hand. Die Gesundheit der Menschen darf nicht als Bereich der Profiterwirtschaftung betrachtet werden. Eine Unterscheidung nach sozialem Stand darf im Gesundheitswesen nicht stattfinden. Eine angemessene Bezahlung und gleichzeitiger Aufbau von Fachpersonal im Gesundheitswesen, gerade auch für den Krisenfall, ist zwingend notwendig.

9. Seuchenschutzbehörde aufbauen
Umgehender Aufbau einer Seuchenschutzbehörde, welche Konzepte zur frühzeitigen Bekämpfungen möglicher Pandemieszenarien erarbeitet und im Ernstfall die Umsetzung dieser koordiniert und durchsetzt. Ziel hierbei ist der optimale Schutz der Bevölkerung. Die Seuchenschutzbehörde hat die Anschaffung/Bereitstellung von ausreichend medizinischen Materialien für den Ernstfall sicherzustellen.

10. Wirtschaftliche und medizinische Unabhängigkeit
Zur zeitnahen Bereitstellung von lebensnotwendigen medizinischen Materialien im Ernstfall ist eine wirtschaftliche wie medizinische Unabhängigkeit von Drittstaaten von Nöten. Hierzu sind sämtliche marktbeherrschenden Pharmaunternehmen zu verstaatlichen, um das Volk mit qualitativ hochwertiger Medizin zu bezahlbaren Preisen versorgen zu können. Auch im Bereich der Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln ist eine völlige Autarkie Deutschlands unter Beibehaltung der privaten Landwirtschaft anzustreben.





1 Kommentar

  • Ich verstehe das Problem nicht. Wenn ich mich freiwillig impfen lasse dann bin ich doch vor dem nicht geimpften geschützt. Also kann sich doch derjenige der geimpft wurde ,wenn er es möchte, nicht mehr anstecken. Und derjenige der nicht geimpft werden will kann anstecken und angesteckt werden aber nur denjenigen der nicht geimpft wurde. Also wo vor hat denn dann der geimpft Angst.

    Armand 12.01.2021

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