Im Gespräch mit einem deutschen Nationalisten nach der Aufstellung eines Gedenksteins in Frankreich

Nachdem auf einem Privatgrundstück eines Deutschen im lothringischen Bitcher Land ein Denkmal mit der Inschrift „Zu Ehren der Gefallenen der 17. SS-Panzergrenadier-Division – Drauf, dran und durch“ von sogenannten Spaziergängern entdeckt wurde, kam es im heutigen französischen Saargemünd zu einem Skandalurteil. Der III. Weg sprach mit dem Grundstücksverantwortlichen und über die ihm widerfahrene Repression.

Der III. Weg: Auf deinem Grundstück in Lothringen im heutigen Frankreich wurde 2018 ein Gedenkstein aufgestellt. Was war das für ein Gedenkstein?

Die Angabe ist nicht ganz richtig, der Gedenkstein wurde am 30. Oktober 2017 aufgestellt. Das war ein Montag, da in diesem Jahr ausnahmsweise der 31.10. frei war und der 01.11. als Allerheiligen ein Feiertag war. So hatte man die Zeit zur Umsetzung dieses Projektes.
Ausgangspunkt des Ganzen war das Dahinscheiden von Max Wind, einem Angehörigen der 17. SS-Panzergrenadierdivision, der am 19.04.2017 verstarb. Es bestand eine Bekanntschaft durch verschiedene Zeitzeugenvorträge, in denen er von seinen Erlebnissen erzählte und die bewegend und ergreifend waren. Er setzte sich Zeit seines Lebens für die Vergangenheitsbewältigung ein und stand jungen Kameraden mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie etwas über die damalige Zeit wissen wollten. Einen Nachruf hierzu kann man zum Beispiel in der DMZ nachlesen von Mai-Juni 2018.

Es gab mal einen Gedenkstein in Jagsthausen, der jedoch aufgrund medialen Drucks entfernt wurde. Dieser Gedenkstein war zu keiner Zeit Gegenstand eines Strafverfahrens, weswegen ich mich damals entschied, einen anderen Stein in Frankreich aufzustellen in der Annahme, dass ihm dort keine so große mediale Aufmerksamkeit wiederfahren wird. Diese Annahme stellte sich als falsch heraus.
Der Gedenkstein war zum Gedenken an Max Wind und deutsche Soldaten im zweiten Weltkrieg, die in dieser Region kämpften und im Zuge der Kriegshandlungen starben. Der Stein sollte zu keinem Zeitpunkt eine Verherrlichung von Kriegsverbrechen sein noch eben solche relativieren. Die Inschrift lautete: „Zu Ehren der Gefallenen der 17. SS-Panzergrenadierdivision. Drauf, dran und durch.“ Durch den Bezug auf die Waffen-SS wurde hieraus eine Verherrlichung von Kriegshandlungen und Verbrechen einer illegalen Organisation, welches dann strafrechtlich verfolgt wurde.

Der III. Weg: Wie müssen wir uns dein Grundstück vorstellen? Lebt dort auch jemand oder ist das eher ein Freizeitgrundstück?

Das Grundstück liegt etwa 200 m Luftlinie zur französischen Landstraße. Dort lebt niemand, es ist ein Freizeitgrundstück, was nur durch vorhandene Ortskenntnisse zu finden ist. Es ist ausgeschlossen, dass jemand Ortsfremdes das Grundstück findet, selbst eine Recherche über Google oder Google Maps ist schwer, da es keine Adresse oder ähnliches gibt.

Der III. Weg: Irgendwann entfernte die französische Polizei den Stein von deinem Grundstück. Warum das?

Der Stein wurde am 30.10.2017 gestellt. Laut den Polizeiakten wurde am 04.01.2018 die örtliche Polizei durch einen Wandersmann informiert, dass dieser den Stein gesichtet hätte. Dieser Wandersmann hat einen Verwandten bei der örtlichen Presse Republicain Lorraine, den er kontaktierte und beide zu dem Grundstück gingen. Der Reporter machte Aufnahmen von dem Stein. Ob er dies mit einem Teleobjektiv machte oder sich die beiden rechtswidrig Zutritt zum Grundstück verschafften, kann ich nicht sagen. Fest steht, dass ein Foto erstellt wurde, das den Stein sehr groß erscheinen ließ und in der Ortszeitung abgedruckt wurde. Dies erzeugte ein großes mediales Interesse, was die Polizei dazu nötigte, zu handeln. Mit einem Aufgebot schwerer Maschinen, also einem Bagger und einem Autokran, wurde der Stein vom Grundstück entfernt. In den Medien hieß es, dass der Stein 600kg wog, was unzutreffend ist. Gemeint war, dass der Stein mit dem dazugehörigen Fundament aus dem Boden gerissen wurde. Auch die 600kg sind zweifelhaft, da der Stein nicht sehr groß war.

Der III. Weg: Laut Medien wurdest du wegen dem Stein von einem Saargemünder Gericht zu 18 Monaten Haft verurteilt – die Hälfte davon auf Bewährung. Dagegen bist du in Berufung gegangen?

Ja, im ersten Verfahren wurde ich zu 18 Monaten Haft verurteilt, davon 9 unter Verschluss, 9 auf Bewährung. Dagegen bin ich in Berufung gegangen und der Berufung wurde im September 2020 dann auch stattgegeben. Das erste Urteil vom März 2020 wurde aufgehoben und in eine Geldstrafe umgewandelt. Das Gericht stellte im ersten Verfahren fest, dass der Stein von außen sichtbar gewesen sein soll und zwischen November und Dezember des Jahres 2017 errichtet worden sein soll. Tatsächlich wurde er fast drei Monate vor der medialen Entdeckung am 04.01.2018 gesetzt, genau gesagt am 30.10.2017. Diese Version glaubte das Gericht allerdings nicht, mit der Begründung, dass der Zeuge den Stein unmöglich so lange unentdeckt haben lassen könnte. Tatsächlich wurde dies sogar von dem damaligen Präsidenten des saarländischen Verfassungsschutzes, Helmut Albert, in einem Bericht des saarländischen Rundfunks bestätigt. Allerdings erhielt dies kein Gehör vor dem französischen Gericht. Auch die schwere Lesbarkeit (der Stein war 15 m von der Grundstücksgrenze entfernt) wurde nicht näher vom Gericht berücksichtigt. All dies rechtfertigte ein Urteil mit einem solchen Strafmaß nicht, weswegen eine Revision nahe lag und letztendlich auch stattgegeben wurde.

Der III. Weg: Wurde dir der Stein zurückgegeben?

Nein, der Stein wurde vom französischen Staat eingezogen und zerstört.

Der III. Weg: Hast du Kontakt zur ortsansässigen Bevölkerung? Wie sieht die das Thema?

Mein persönliches Empfinden ist, dass ein guter Kontakt zu der Nachbarschaft besteht. Man grüßt sich, wenn man sich sieht und unterhält sich höflich miteinander. Man versteckt oder verstellt sich nicht, ich gehe offen mit den Themen um und Authentizität wird in den meisten Fällen wertgeschätzt. Es gab nie nennenswerte Probleme mit den Nachbarn und auch heute nicht. Die Meinungsbekundungen im persönlichen Gespräch gehen zu denen, die im Fernsehen ausgestrahlt werden, weit auseinander. Ich persönlich denke, dies ist ein gewisser Selbstschutz, um medial nicht auf die gleiche Weise ins Kreuzfeuer zu geraten und sozial verbrannt zu werden.

Der III. Weg: Wirst du dir wieder einen Gedenkstein auf das Grundstück stellen?

Die Steingeschichte war eine soziale, finanzielle und nervliche Belastungsprobe. Am Ende ging alles noch ganz gut aus, wenngleich die Erfahrung ein Schock war. Man lernt aus seinen Erfahrungen, in gleicher Weise werde ich so etwas nicht nochmal machen. Ich denke, ein Gedenken an die Kriegsereignisse ist wichtig. Es ist zu prüfen, wie im Rahmen der Legalität ein Gedenken möglich ist, das den Geschehnissen des Krieges entspricht und die Erinnerungen im passenden Rahmen erhält.

Der III. Weg: Werden alle Nationalisten in Frankreich so hart verfolgt oder gab es da einen Deutschenbonus?

Ich denke nicht, dass es hier einen Deutschenbonus gab. Wenn man sich die Vita von Jean Marie Le Pen auf Wikipedia durchliest und dort sieht, mit welchen Strafen bzgl. welchen Aussagen diese konfrontiert war, entschärft das den Verdacht einer deutschen Sonderbehandlung. Nichtsdestotrotz ist das Vorgehen des französischen Staates gegen national denkende Menschen, die dies öffentlich zur Schau tragen, besorgniserregend.

Der III. Weg: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute für dich und deine Bemühungen.





1 Kommentar

  • Unsere Soldaten werden auch heute noch verraten . Eine Tradition der Polit Bagage , aber wenigsten wissen die BRiD Protagonisten wie unzufrieden die Aktiven und Ehemaligen Soldaten sind . Was die abseitigen Perversen besonders nervös macht sind die Fähigkeiten die nur Deutsche Soldaten und Veteranen haben. Keine andere Nation hat solche Soldaten.

    Stefan Stolze 08.09.2021

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