Nürnberg: Brauner Sturm auf Klassenzimmer

Die Meldung eines Großeinsatzes der Polizei an einer Nürnberger Berufsschule verbreitete sich am Vormittag des 19. Oktober 2021 wie ein Lauffeuer. Radiosender warnten die Bevölkerung, Nachrichtenportale setzten Kurznachrichten ab und in den sozialen Netzwerken wurde wild spekuliert, was im Berufsbildungszentrum am Berliner Platz vor sich geht.

Schnell drang die Information von Schülern nach außen, dass ein Mann von Klassenzimmer zu Klassenzimmer gehe und dabei massive Drohungen ausspreche. Dabei soll er nicht nur „Kopf ab“, sondern auch „Sieg Heil“ gebrüllt haben. Die Polizei, die mit schwer bewaffneten Einsatzkräften des USK anrückte, konnte jedoch schnell Herr der Lage werden und den Verdächtigen festnehmen.

Die feuchten Träume linker Gutmenschen, die sich schon gedanklich auf einem „Tote Hosen“-Konzert live in Nürnberg, zum Gedenken der Opfer eines rechtsextremen Terroranschlags, gesehen hatten, wurden glücklicherweise nicht erfüllt. Im Nachgang konnte man Zeugenberichten entnehmen, dass der Täter unbewaffnet gewesen sei und einen verwirrten Eindruck gemacht habe. So habe er davon geredet, die Welt retten zu wollen und soll dabei auch aus dem Neuen Testament zitiert und einen Lehrer umarmt haben – verletzt wurde jedoch niemand.

 Dunkelhäutiger Mann tatverdächtig

Wie bei der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – worunter der Ausruf „Sieg Heil“ zu zählen ist – üblich, übernahm das Kommissariat für politisch motivierte Kriminalität die Ermittlungen. Dass die Polizei bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Täters auch noch Betäubungsmittel fand, passt wohl weniger in das Schema des rechten Terroristen, als vielmehr in das des durchgeknallten Spinners. Als wäre dies an sich nicht schon absurd genug, erfuhr man im kurz nach dem Vorfall veröffentlichten Polizeibericht, dass es sich bei dem Täter um einen 31-jährigen ehemaligen Schüler handelte, dessen Aussehen kurz und prägnant mit dem Schlagwort “dunkelhäutig” beschrieben wurde.[1]

Bei so manchem sensationsgeilen Tintenritter der linken Schreibstuben dürfte angesichts des dunkelhäutigen Täters und der ausbleibenden Opfer sicherlich schnell Frustration eingekehrt sein, lässt sich das Ereignis so doch kaum für die übliche Hetze gegen Rechts instrumentalisieren. Wie beispielsweise die Amokläufe eines offensichtlich Geisteskranken am 19. Februar 2020 in Hanau oder eines Iraners am 22. Juli 2016 In München zeigen, ist man bei der Definition „Rechtsextremer Anschläge“ hierzulande äußerst großzügig. Immerhin geht die Straftat wegen des „Sieg-Heil“-Gebrülls des dunkelhäutigen Täters als „rechtsextreme Straftat“ in die Kriminalstatistik ein. Diese wird auch regelmäßig und gerne für den „K(r)ampf gegen Rechts“ instrumentalisiert.


[1] https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/5050508


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