Nationalrevolutionäre Erklärung zum Ukraine-Krieg

Gestern früh wurde die Welt mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine überrascht, bis zu diesem Moment gehen die Kämpfe unvermindert weiter und Medien und Politiker überschlagen sich mit Stellungnahmen und Parteiergreifungen. Dabei kommt es gerade aus dem „patriotischen“ beziehungsweise „nationalen“ Lager zu zahlreichen fragwürdigen Positionierungen. Wir haben uns nicht mit vorschnellen Kommentaren zu Wort gemeldet, sondern zunächst einen weiterhin laufenden Newsticker  (Aktuelles zum Krieg in der Ukraine ) eingerichtet und vor allem Kontakt zu unseren ukrainischen, russischen und europäischen Freunden und Kameraden gehalten. Während manche Europäer in ihren warmen Wohnungen den Stammtischstrategen oder geopolitischen Kreuzritter spielen, stehen unsere Kameraden in der Ukraine nun an der Front und unsere erste Arbeit galt dem Kontakt mit ihnen, und nicht den zahllosen Worten in den Weiten des Internets. Nun ist es Zeit, diesen Konflikt einzuordnen, denn dass es einer Einordnung bedarf, zeigen zahlreiche fragwürdige Kommentare der deutschen „Rechten“.

1. Weder Ost noch West

Es gibt in diesem Konflikt kein Schwarz und Weiß und keine Seite trägt die alleinige Schuld. Die imperialistischen USA trifft genauso die Verantwortung dafür, dass sie die Ukraine als Spielball ihrer geopolitischen Planungen genutzt haben, wie Russland für deren – wenn auch durch die NATO und die USA mit provozierten – Einmarsch. Der Konflikt ist aber nicht nur einer der beiden Großmächte und das ukrainische Volk nicht nur ein Objekt ihrer Interessen, sondern auch ein selbstständiger Akteur, der für seine Unabhängigkeit und Souveränität kämpft. Dass sich große Teile der dortigen Politik zur Bewahrung dessen am Westen orientiert haben, ist aus ihrer Position verständlich, aber deswegen nicht weniger verhängnisvoll. Verhängnisvoll nicht nur deshalb, weil sie der Westen, wie von uns erwartet, im Zweifel völlig im Stich lassen wird, sondern auch, weil sich mit der engeren Westbindung das Gift des Liberalismus auch in der Ukraine breit gemacht hat. Warnungen, die wir in jedem Gespräch mit den ukrainischen Nationalisten und den anderen Europäern, die seit dem Beginn des Konflikts auf ukrainischer Seite kämpfen, in der Ukraine immer wieder ausgesprochen haben. Warnungen, die, denn auch das gehört zur Wahrheit, wiederum andere Europäer als Freiwillige auf die Seite der Seperatisten getrieben haben, im Glauben, mit dem geopolitischen Kampf gegen den westlichen Einfluss der europäischen Sache am besten zu dienen. Auf beiden Seiten finden wir seit dem Beginn des Konflikts Teile der besten Männer und Frauen, die Europa derzeit hat, und sie alle Glauben an die Richtigkeit ihrer Seite. Eine Tragödie, die sich bereits vor dreißig Jahren im Jugoslawienkrieg abspielte, als die verschiedenen europäischen Nationalisten auf den verschiedenen Seiten kämpften.

Durch den gestrigen Einmarsch kämpfen nun aber zahlreiche Ukrainer auf sich allein gestellt für die Bewahrung ihrer Identität und Unabhängigkeit, die ihnen von Putin in seiner jüngsten Rede erneut abgesprochen wurden. Wir sehen junge und alte Männer an die Waffen eilen und Zivilisten Molotov-Cocktails vorbereiten für den Kampf gegen eine erdrückende militärische Übermacht. Unabhängig von aller Tragik für die Ukraine als Nation und die menschlichen Tragödien, die jeder bewaffnete Konflikt mit sich bringt, sehen wir in solchen Bildern dennoch, dass Europa seelisch noch nicht völlig gestorben ist und dass noch immer Menschen für ihre Ideale kämpfen. Es ist möglich, in der Dunkelheit des Krieges aus solchen Bildern noch die Hoffnung zu sehen, dass unser aller Kampf eines Tages sein siegreiches Ende finden wird.

2. Russland sehen, wie es ist

Zu diesen Idealisten gehören nicht nur ukrainische, sondern auch russische Nationalisten auf ukrainischer Seite. Dutzende Russen, die vor der brutalen Repression Putins fliehen mussten, kämpfen seit vielen Jahren und so auch heute auf der Seite ihrer ukrainischen Brüder. Sie zeigen, dass es nicht antirussischer Chauvinismus, sondern Freiheitswillen und die Ablehnung des Systems Putin sind, welche die Menschen zum Kampf motivieren. Sie kennen die Wahrheit über die Lage Russlands am besten, eine Wahrheit, die viele europäische „Rechte“ nicht sehen und hören wollen. Russland sehen, wie es ist, heißt, ein brutalkapitalistisches System zu sehen, dessen Oligarchen sich maßlos bereichern, während große Teile des Volkes in Armut leben. Während die nationale Opposition in Russland schärfstens verfolgt wird, Aktivisten in Haft landen oder gleich umgebracht werden und Organisationen verboten werden, steigt die Überfremdung des weißen Teils des Vielvölkerstaates immer weiter an, genauso wie die Verherrlichung der Sowjetunion und der Roten Armee als neue identitätsstiftende Merkmale immer grotestekere Züge annimmt. Noch gibt es gegen diverse Zerfallserscheinungen des liberalen Westens Widerstand, doch die Grundsätze des Systems sind die selben: Ob Börsen- oder Oligarchenkapitalismus, liberale oder imperial begründete multikulturelle Gesellschaft, „demokratische“ oder autoritäre Repression gegen Nationalisten kann für eine weltanschaulich fundierte Opposition keine Rolle spielen. Unsere Antwort auf die Frage Washington oder Moskau, West oder Ost, kann nur lauten: Europa!

3. Moralische und intellektuelle Bankrotterklärungen

Genau jene Antwort haben viele deutsche „Nationale“ aber nicht gegeben. Ob für Geld, vermeintlichen Einfluss, den Wunsch, auf der Ebene der großen Politik mitreden zu wollen, oder aus welchem Grund auch immer kann uns gleich sein. Jahrzehntelanges Gerede von einem „Europa der Vaterländer“, einem „identitären Europa“ oder ähnliche Schlagworte sind über Nacht verpufft. Bei aller berechtigten Kritik am Westen und seiner Expansion, gegen die wir uns so deutlich wie kaum ein anderer politischer Akteur stellen, darf nicht vergessen werden, dass wir nicht nur einen geopolitischen Konflikt haben, sondern in diesen Momenten eine europäische Nation gegen einen imperialen Vielvölkerstaat um ihre Unabhängigkeit und völkisch-kulturelle Identität kämpft. Wer den europäischen Gedanken ernst nimmt, kann sich gar nicht anders, als in freilich auch kritischer Solidarität zu denen stellen, die jetzt in den Schützengräben liegen. Doch stattdessen sehen wir unzählige Ergebenheitsadressen an den Kreml, NATO-hörige Kalte-Kriegs-Rhetorik, Geschimpfe über mögliche gestiegene Kosten durch den Krieg und unqualifizierte Kommentare, gerade aus dem „patriotischen“ oder „nationalen“ Lager. Viele scheinen ihre Rolle in der eines geopolitischen Kreuzritters zu sehen, die wir, egal ob für West oder Ost, ablehnen. Unsere Position ist die der Freiheit der europäischen Völker von allen raumfremden Imperien, die Verteidigung der eigenen Identität und die Vision eines geeinten Europas. Die amerikanische Dominanz Europas gegen die russische auszutauschen kann keine nationalrevolutionäre Position sein.

4. Europäische Solidarität

Schlussendlich fallen nicht unerhebliche Teile der „nationalen Bewegung“ damit auch unseren Kameraden und Freunden nicht nur in der Ukraine und auch nicht nur in Russland, sondern in ganz Osteuropa in den Rücken. Während die Weißrussen noch immer von einem russischen Marionettendiktator beherrscht werden und die Ukrainer um ihre Freiheit kämpfen, werden Balten, Polen und viele andere Europäer weitere russische Expansionen befürchten. Ob diese Sorgen berechtigt sind oder nicht, kann uns gleichgültig sein. Zumindest in Tagen wie diesen sollten sich geopolitische Tastenritter in Demut üben, wenn zahlreiche Menschen in der Ukraine beweisen, dass sie für Worte wie „Heimat“, „Freiheit“, „Nation“ und „Identität“ auch im Jahr 2022 noch bereit sind, ihr Blut zu vergießen. Denn wo Blut fließt, sollten anmaßende Worte und fragwürdige Kommentare verschlossene Türen finden. Unsere Solidarität gilt nicht der Kiewer Regierung, die wir genauso ablehnen wie die in Berlin, Paris oder Moskau. Erst recht gilt sie nicht einem raumfremden Imperium, ob USA oder Russland. Unsere Solidarität gilt allen Europäern, die für unsere gemeinsame Vision kämpfen. Sie gilt den ukrainischen und russischen Kameraden genauso wie den französischen, griechischen oder finnischen. Alle Europäer, die es noch sein wollen, kämpfen ihren zwar unterschiedlichen,  im Kern aber gleichen Kampf um die Bewahrung unserer Völker und Identitäten. Ob gegen Polizeischlagstöcke in Rom oder nun gegen russische Panzer in Kiew, als Nationalrevolutionär kann man in solchen Momenten nur an der Seite seiner Kameraden stehen. Unsere Gedanken gelten daher allen europäischen Freiheitskämpfern, und wir gedenken der Opfer, das viele der besten Söhne ihrer Nationen in diesen Tagen vollbringen.

 





  • Krieg ist immer böse, er kann daher immer nur das letzte Mittel sein.
    Eine Großmacht treibt einen Rivalen immer weiter in die Enge. Es wird ein „Kleiner“ vorgeschickt. Dabei interessieren die Großmacht, den Verursacher, die wahren Interessen des „Kleinen“ überhaupt nicht, der „Kleine“ wird mißbraucht, verheizt.
    Ich sehe dieses Muster in der Ukraine, beim Polen-Feldzug 1939, u.a.

    Dr. Gunther Kümel.

    Dr. Gunther Kümel. 07.03.2022
  • Eloquent geschrieben und durchaus auch einleuchtend. Dennoch überseht ihr den „elephant in the room“: Putin ist das letzte europäische Bollwerk gegen LGBTQIXYZ, Homo-Ehe, Öko-Müsli Wohlstandskinder, Thirdwave Feminismus. Bald wird man in Deutschland auch moralisch angefeindet werden, wenn man ein Steak ist! Die Ukrainer verteidigen ihr Land und das ist gut aber sie ebnen damit der Ideologie den Weg, die Europa zerstören wird! Bitte denkt darüber nach.

    Mirko 05.03.2022
  • Der Kampf der Imperialisten aus Ost und West gegen die Nation als solche tritt in seine offene militärische Phase. Gerade wir Nationalisten sind gefordert, gerade jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren. Unser Imperativ ist noch immer: Ein-Volk-ein-Staat.

    dlN 02.03.2022
  • Nicht ganz schlecht geschrieben. Die wahren Hintergründe des Konfliktes werden aber nicht ausreichend beschrieben.
    Die Welt im Wandel. Es ist noch gar nicht lange her, da gab es noch keine Kameraden östlich der Oder/Neiße Grenze. Vielleicht sollte man sie eher als Gleichgesinnte bezeichnen . Oder ich habe die Ausbreitung der nordischen Art nach Osten verpasst.

    Der Matt 01.03.2022
    • Haben Sie schon mal von dem Volk der Rus, dem Deutschen Orden, Preußen, Pommern, Posen, Schlesien und Ost-Brandenburg gehört? Und wer sagt, dass Kameraden ausschließlich Nordisch/ Germanisch seien müssen?

      Michael Schustermeyer 03.03.2022
  • Auf den Punkt gebracht!

    Martin jarmola 27.02.2022
  • Die Horden Attilas sind zurück!!!

    Luise 26.02.2022
  • Sehr guter Beitrag, der eine Richtung vorgibt die endlich klar ausdrückt worauf es ankommt! Vielen Dank dafür! Uns allen sollte es jetzt ein Zeichen sein dem ukrainischen Volk beizustehen und unsere Solidarität nicht nur mit Worten zu zeigen. Hier sollte sofort ein Hilfstransport mit wichtigen Verbrauchsmaterialien organisiert werden. Ich bin dabei!!!
    Thorstein

    Thorstein 26.02.2022
  • Nationalisten müssen jetzt mit ihrem Idealismus und Blut ihre Heimat verteidigen! Alleine gelassen von einer volksfeindlichen Regierung, die einen seit Jahren militärisch ausgetragenen Konflikt nicht als Anlass nahm eine Schlagkräftige Armee aufzubauen. Jetzt sollen Molotowcocktails und Hobbyhacker von einem Tag auf den nächsten eine hochmoderne Armee aufhalten – zum Scheitern verurteilt!

    Sonja2 25.02.2022
  • Man darf bei diesem Konflikt als Nationalrevolutionär nicht vergessen, dass weder auf der russischen noch ukrainischen Seite Nationalisten an der der Macht sind. Der jüdische Präsident der Ukraine vertritt sicherlich nicht die Mehrheit der angestammten Bevölkerung. Ganz im Gegenteil

    Sonja 25.02.2022
  • Es sind diese Schmarotzer und Kriegstreiber, die die eine Seite gegen die andere aufhetzen. Sie wollten diesen Krieg, sie haben ihn begonnen, und sie wollen, dass er weitergeht und eskaliert. Sie sind die wahren Feinde der Ukrainer, der Russen und anderer Europäer.

    Luka 25.02.2022
  • Ein sehr guter Beitrag. Es lohnt sich diesen mehrmals aufmerksam durchzuarbeiten. Vielen Dank

    Viola kuenzel 25.02.2022
  • Tausend Dank für diesen Beitrag, der die aktuelle Lage aus nationaler Sicht treffend beschreibt.

    Heinrich 25.02.2022
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