Der aktuelle Krieg in der Ukraine zeigt, dass nationalistische Bewegungen in Europa keineswegs so homogen sind, wie man es vor dem Ausbruch des Krieges noch wahrgenommen haben will. Leider haben nicht alle die Notwendigkeit eines dritten Weges bzw. einer dritten Position jenseits von Amerikanismus und Eurasiertum erkannt. Auf der Suche nach Bewegungen in Europa, die unseren Kontinent wieder zu einem selbstbestimmten Subjekt der Weltpolitik machen wollen, anstatt diesen zu einem Objekt herabsinken zu lassen, das lediglich die Wahl zwischen der Hegemonie Washingtons oder Moskaus haben soll, sind wir auf die albanische, nationalrevolutionäre Gruppe “Albanian Third Position” (ATP) gestoßen.
Der Balkan ist ähnlich wie die Ukraine ein Pulverfass in Europa, bei dem seit dem Ende der Jugoslawienkriege der Konflikt unter der Oberfläche weiterbrodelt. Nach dem Zusammenbruch des jugoslawischen, kommunistischen Vielvölkerkonstruktes, als die Völker des Balkans in die nationale Freiheit entlassen wurden, glaubten viele, dass unter der Anbindung an den Westen und die EU nun der ewige Friede in dieser Region eingekehrt sei. Doch weit gefehlt. Die sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen des Liberalismus und Kapitalismus haben auch hier die Völker in ihrer Substanz angegriffen und zu zahlreichen Missständen geführt; gleichzeitig glaubt Moskau, nun die Gunst der Stunde nutzen zu können, um mit seinem serbischen Vasallen als verlängerten Arm russischer Interessenpolitik erneut auf dem Balkan zündeln zu können.
Wir haben mit der “Albanian Third Position” über die aktuelle Lage und den Ukrainekrieg sowie über deren Bewegung, Weltanschauung und über die Geschichte und Politik Albaniens gesprochen, die ja vielen Nationalisten in Westeuropa und Deutschland weitgehend unbekannt ist bzw. mit oberflächlichen Vorurteilen assoziiert wird. In den nachfolgenden 10 Teilen des Interviews haben wir dabei einen umfangreichen und tiefen Einblick in die Vorstellungswelt des albanischen, revolutionären Nationalismus dokumentiert, dem wir dem geneigten Leser hiermit präsentieren wollen.
1. Hallo, Kameraden der ATP! Über die nationale Bewegung in Albanien herrscht in Deutschland weitestgehend Unwissen. Eure Bewegung ist noch sehr jung und vorher hat man nur selten über nationale Kräfte in Albanien gehört. Stellt eure Gruppe doch bitte einmal kurz vor, nennt eure politischen Ziele und geht vielleicht auch einmal auf die Geschichte des albanischen Nationalismus ein.
Hallo Kameraden vom Dritten Weg! Wir sind glücklich, uns unseren deutschen Lesern vorstellen zu können, denn tatsächlich sind die nationalen Kräfte Albaniens nicht sehr bekannt in anderen europäischen Ländern. Da sind verschiedene Gründe dafür: die Hauptursache ist, dass politische Albaner ihren Horizont gewöhnlich nur auf Albanien beschränken und leider wurde diese Neigung durch die Kommunisten ausgenutzt, um Albanien zum Nordkorea Europas von 1945 bis 1992 zu machen; der zweite Grund ist, dass Albaner fast nie etwas anderes erlebt haben, als einen ununterbrochenen Traditionalismus, der nur schwer in anderen modernen europäischen Ländern vorgefunden werden kann (und in unserem Vaterland überlebt hat, bis er vom Kommunismus angegriffen wurde, besondes während der maoistisch inspirierten „Kulturrevolution“). Es ist schwer für Europäer zu begreifen, aus was albanische nationale Kräfte bestehen und für Albaner, um es ihnen zu erklären, nicht zu vergessen dass das, was als Albaniens sehr eigenwillige politische Tradition radikaler nationaler Kräfte angesehen werden kann, an einer bestimmten Stelle verloren ging (wie es auch in anderen europäischen Ländern verloren ging, wie in Großbritannien zum Beispiel), aufgrund dem Bruch, der durch die „tabula rasa“-Politik der Kommunisten nach 1945 erschaffen wurde.
So wurde, seitdem Albaniens Kernstück immer seine traditionalistische Gesellschaft war, die Albanian-Third-Position (ATP) gegründet als eine spirituelle Vereinigung mit dem Ziel, den albanischen Geist zu erhalten, die höchste Essenz unserer Tradition (er selbst wurzelt in der europäischen Tradition oder jener Tradition, wie sie von Julius Evola genannt wurde), und die Identität, die er verkörpert, zu verteidigen. Historisch gesehen manifestiert sich der albanische Geist gleichmäßig in dem, was wir als die spirituellen Aristokraten unserer Nation (Gjergj Kastriot Skanderbeg ist das perfekteste Beispiel dafür) oder unseren eigenen nietzscheanischen Übermenschen (wie zum Beispiel die „Malëstor“ genannten Highlander) ansehen. Weil der albanische Geist eine metaphysische Realität über allem und nicht etwas aus der Vergangenheit ist, kann eine (Wieder)anknüpfung zu jeder gegebenen Zeit (wieder)erschaffen werden.
Aber die Bedingung für diese (Wieder)anknüpfung ist, dass diese Weltanschauung, die mit dem albanischen Geist verknüpft ist, wieder zum Vorschein kommt. So wie Evola bereits erklärte: „Eine Weltanschauung, mehr als ein einzelnes Ding, geht von einer Tradition aus; es ist die organische Wirkung von Kräften, denen eine Kultur ihre Form verdankt; zugleich manifestiert es sich als parte subiect, als eine Art innerer Rasse, als etwas Elementares und existentiell Spirituelles.“ Ohne diesen ersten Schritt zu tun, würde man immer einen Mangel an geeignetem „Menschenmaterial“ haben, um mit diesem in der ersten Reihe zu arbeiten.
Deshalb identitfiziert die ATP den kulturellen Kampf für die Weltanschauung als den wichtigsten Kampf und einzigen Kampf, der es heute wert ist, gekämpft zu werden. Deshalb ist jedes unserer Mitglieder vor allem dazu bestimmt, ein „Kulturschock-Soldat“ zu sein, um eine spirituell heidnische, hierarchische, heroische und aristokratische Weltanschauung zu vertreten, zu verkörpern und zu verbreiten (oder anders gesagt, eine antianthropozentrische, antiegalitäre, antiliberale und antidemokratische Weltanschauung): ein Satz von Werten im Einklang mit den historischen Inkarnationen und der Weltanschauung des albanischen Geistes. Auch wenn die ATP natürlich gegen die Subversion des albanischen Geistes ist, sowohl von links als auch von rechts, und jede Lebensäußerung des Globalismus ablehnt, sei es materialistisch (in seiner kapitalistischen oder kommunistischen Form) oder spirituell (abrahamitische Religionen), bleibt das Hauptziel der ATP, das Weltbild des albanischen Geistes klarer zu machen für Personen, die es in mehr oder weniger Weise für konfus halten und sie dann zusammenfassend zu einer physischen, intellektuellen und spirituellen Elite zu ordnen, die fähig und würdig ist, es vollständig zu verkörpern.
Dies wäre die Rückkehr unserer spirituellen Aristokratie und die endgültige Überwindung der noch immer ungefüllten Lücke, die die Tabula-Rasa-Politik des Kommunismus und seine „Umerziehung“ hinterlassen haben. Natürlich sind diese Ziele revolutionär für den eigentlich belanglosen albanischen Nationalismus (überholt und eigentlich nicht in der Lage, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu lösen), aber gleichzeitig sind sie eine Art Reaktivierung einiger der besten ideologischen Initiativen der alten albanischen radikalen nationalistischen politischen Tradition, wo es jetzt an der Zeit ist, sie schnell zu präsentieren.
Es ist wichtig zu betonen, dass die albanische Nationalbewegung dank der kulturellen Arbeit der albanischen Wiedergeburtsbewegung („Rilindja“ auf Albanisch) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im besetzten Albanien oder außerhalb (hauptsächlich von den seit dem 15. Jahrhundert in Italien lebenden Albanern, „Arbëresh“ genannt) geboren wurde. Diese kulturelle Arbeit trug dazu bei, eine bereits sehr präsente albanische Identität zu stärken, wie beispielsweise durch John Hobhouse (1. Baron Broughton) in seinen „Reisen nach Albanien und in andere Provinzen der Türkei in den Jahren 1809 und 1810“ bezeugt: „[…] die Eingeborenen anderer Provinzen werden auf die Frage, wer sie sind, sagen: „Wir sind Türken [Muslime]“ oder „Wir sind Christen“, ein Mann dieses Landes antwortet aber: „Ich bin ein Albaner.“
Da die albanische Identität vom Osmanischen Reich (das nur Religionsgemeinschaften anerkannte) negiert und jede ihrer Lebensäußerungen verboten wurde, organisierte die albanische Wiedergeburtsbewegung den heimlichen Unterricht der albanischen Sprache (von den osmanischen Behörden verboten) und veröffentlichte Zeitungen, Geschichtsbücher, Gedichte usw. auf Albanisch, um das albanische Bewusstsein zu fördern. Dieser kulturelle Kampf führte dazu, dass viele albanische Intellektuelle von den Osmanen getötet wurden, weil ihre Arbeit der islamischen Weltanschauung widersprach, die die Osmanen durchzusetzen versuchten.
Die albanische Wiedergeburtsbewegung hatte, wie die meisten europäischen nationalistischen Bewegungen im 19. Jahrhundert, ihre Wurzeln in der literarischen Epoche der Romantik und drückte gleichermaßen ihre Liebe zu ihrer eigenen glorreichen mittelalterlichen Vergangenheit, ihren eigenen Volkstraditionen, ihrem eigenen Vaterland, ihrer eigenen Rasse usw. aus. So war die albanische Wiederbelebung der Keim, aus dem der albanische Nationalismus erwuchs, und seitdem die albanische Identität während des gesamten 19. Jahrhunderts auch einen politischen Ausdruck in einer mehr oder weniger verworrenen Form suchte, half die Wiedergeburtsbewegung, eine Weltanschauung und politische Ziele klar zu definieren (Unabhängigkeit so schnell wie möglich, Vereinigung aller von Albanern bewohnten Länder, Verachtung von Kirchen und Moscheen, Skanderbeg als höchste Referenz der albanischen Geschichte, Bewahrung der albanischen Tradition usw.).
In dem albanischen Nationalgedicht „Lahuta e Malsis“ (Der Berg Luth) von Gjergj Fishta veranschaulicht die Ermordung von Mehmed Ali Pascha (einem in Preußen geborenen Offizier und muslimischen Konvertiten, der dem Osmanischen Reich und seiner islamischen Weltanschauung diente) durch die Albaner symbolisch die totale Trennung vom Osmanischen Reich (das Albanien an Slawen feilbot bei gleichzeitiger Verwendung von Albanern als Kanonenfutter / menschlichen Schutzschilden), was aus der Aufklärung durch die albanische Wiedergeburtsbewegung resultiert. Ohne diese Kulturarbeit wäre also keine erfolgreiche, nationalistische politische Aktion für Albaner möglich gewesen.
Zwischen den Jahren 1919 und 1939 war das politische Geschehen in Albanien einerseits sehr verschieden von dem, was anderswo in Europa geschah, andererseits lassen sich jedoch einige Gemeinsamkeiten erkennen. In Albanien gab es keine politischen Massenparteien oder Vereinigungen um charismatische Führer, sondern der albanische Nationalismus wurde von König Zogu vertreten. Die Herrschaft von Zogu war alles andere als perfekt, aber sie legte den Grundstein für den albanischen Staat des 20. Jahrhunderts, einen bescheidenen, aber fast „archäofuturistischen“ Staat, in dem traditionelle albanische Clans mit modernen Strukturen koexistierten. Zogu wurde stark von seinen Jahren in der österreichisch-ungarischen Monarchie geprägt (daher war seine Frau eine ungarische Gräfin) und betrachtete Mitteleuropa als inspirierendes Modell, insbesondere für den Aufbau eines kompetenten Staates.
Es ist auch bemerkenswert, die ideologische Strömung der 1930er Jahre namens Neoshqiptarizem (Neo-Albanismus) zu erwähnen. Neoshqiptarizem versuchte, die albanische Identität und den albanischen Nationalismus neu zu definieren oder zumindest weiterzuentwickeln, indem er jeden Rest des osmanischen Einflusses in Albanien (sozial, religiös usw.) aufgab, um sich Inspirationen vom faschistischen Italien zum Bau eines starken Staates und von der Rassenpolitik des deutschen Nationalsozialismus zur Stärkung des albanischen Volkes zu holen. Er förderte auch eine „aufgeklärte nationalistische Diktatur“ als sein politisches Ideal: die Herrschaft einer nationalistischen spirituellen Aristokratie mit dem König als ihrem aktivem Führer und lehnte damit jede Vorstellung von Gleichheit oder Demokratie ab.
Ismet Toto, einer der wichtigsten Autoren der Neoshqiptaristen, versuchte 1937 einen Putsch, nicht, um den König zu stürzen, sondern um das loszuwerden, was er als eine osmanische Überbleibselclique mit zu großem Einfluss auf den König identifizierte. Toto gab selbst zu, dass dieser gescheiterte Staatsstreich von demselben Geist beseelt war, wie der Vorfall vom 26. Februar 1936 in Japan, bei dem junge Offiziere der kaiserlichen japanischen Armee, die sich über den starken Einfluss einiger Politiker und Unternehmer ärgerten, einen Angriff auf die hohen Regierungsbeamten versuchten, um den Kaiser von deren Einfluss zu befreien und ihn wieder zum aktiven Führer Japans zu machen.
Nach der italienischen Invasion von 1939 hat sich der albanische Nationalismus in Monarchisten und der Balli Kombëtar (Nationale Front), einer Organisation unter der Führung von Mid’hat Frashëri, gespalten. Obwohl seine Gründung eine Reaktion auf die italienische Besatzung war, entwickelte sich der Balli Kombëtar, weil sich herausstellte, dass der Zweite Weltkrieg ein Krieg zwischen unvereinbaren Weltanschauungen und nicht nur ein Konflikt zwischen Nationen war; daher wurde es von Tag zu Tag klarer, dass der albanische Geist natürlich nicht mit Plutokratie und Bolschewismus versöhnt werden konnte. So schloss sich der Balli Kombëtar schließlich dem Faschismus als europäischem Phänomen an (dem politischen Phänomen, das laut Adriano Romualdi alle europäischen Bewegungen wie den italienischen Faschismus, den deutschen Nationalsozialismus usw. umfasst), weil das Weltbild des Faschismus als europäisches Phänomen perfekt zum traditionellen albanischen Geist und zur Bewahrung der albanischen Nation passt.
Dies war auch für alle traditionellen albanischen Kräfte klar, die sich natürlich auf die Seite der Achse stellten und sich unter dem Dach des Balli Kombëtar einem gemeinsamen Kampf anschlossen. Von diesem Zeitpunkt an wurde der Balli Kombëtar zur Speerspitze fast aller verschiedenen Tendenzen des albanischen Nationalismus (republikanische Nationalisten, ehemalige albanische faschistische Parteimitglieder, Clans aus dem albanischen Hochland usw.), um die ethnischen Grenzen Albaniens zu verteidigen und sich dem Kommunismus zu widersetzen, koste es was es wolle.
Leider führte der Triumph des Kommunismus in unserem Land zur physischen Ausrottung aller Nationalisten und die ehemaligen Mitglieder des Balli Kombëtar gingen ins Exil, während unsere Clans der Malësor (die Highlander) im Norden, die immer offen antikommunistisch waren, den Kampf in Albanien fortsetzten und die ersten europäischen antikommunistischen Revolten anführten (Malesia e Madhe/Kelmend-Aufstand 1945, Postriba-Aufstand 1946, Zhapokikes-Aufstand 1948). Nach ihrer physischen Ausrottung kam die intellektuelle Auslöschung.
Ähnlich wie in der DDR mit der „Liste der auszusondernden Literatur“ (das Verbot und die Vernichtung von 33.000 Büchern, die die gerade besiegte Weltanschauung zum Ausdruck brachten, um das deutsche Volk besser „umerziehen“ zu können) oder in Ungarn, wo alle Werke europäischer Autoren, die eine dem Kommunismus fremde Weltanschauung zum Ausdruck brachten, verboten wurden, haben Kommunisten in Albanien ebenfalls alle Werke, die von albanischen Nationalisten geschaffen wurden, verboten und zerstört. Dies zerstörte die zuvor gesunde nationalistische Weltanschauung, die geduldig aufgebaut wurde, während daraufhin eine Parodie dessen entstand, die aus einer Mischung aus kommunistischer Propaganda und Chauvinismus bestand und es stattdessen vorschlug, den Patriotismus und Elemente aus der albanischen Geschichte umzubenennen, um den eigenen Zielen der Kommunisten zu dienen (ganz zu schweigen von der Betonung der Besessenheit des Regimes von Atheismus, Isolationismus, „Protochronismus“, Paranoia, usw.). So waren die Albaner nach dem Fall des Kommunismus praktisch frei von jeder gesunden nationalistischen Doktrin oder Weltanschauung und die Nationalisten im Exil wurden gerade lange genug ferngehalten, damit die kommunistische Clique, die sich in letzter Minute zu Demokraten wandelte, nur noch die Macht für sich selbst sichern konnte.
Von den 1990er Jahren bis heute (die Ereignisse von 1998/1999 bilden eine Ausnahme) können wir sagen, dass der albanische Nationalismus ein Schatten seiner selbst war, hauptsächlich weil es den Kommunisten gelang, die Albaner drastisch „umzuerziehen“ (durch Terror, Entbehrungen, Traumata, ständige Absurditäten, Gulags usw. veränderte sich das albanische „Menschenmaterial“ gegenüber dem, was es vor 1945 war). Obwohl der Sohn von König Zogu, Prinz Leka, sein Glück in Albanien während des Chaos von 1997 versuchte, verpassten die albanischen nationalen Kräfte damals viele politische Gelegenheiten, weil ihnen jede richtige nationalistische Weltanschauung oder Doktrin fehlte, um auf die vom Kommunismus hinterlassene Leere zu verweisen und sie zu überwinden. Infolgedessen unterstützen heute alle aktuellen großen „nationalistischen“ Parteien und Bewegungen bedingungslos die Demokratie (zum Beispiel wurde der Balli Kombëtar in Albanien wiederbelebt, aber als „Demokratischer Balli Kombëtar“), sind zwecklose chauvinistische oder bürgerliche Nationalisten, vertreten paläonationalistische Ansichten, usw..
Das war vielleicht nach den Maßstäben des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts in Ordnung, aber jetzt ist es eine völlig veraltete „Doktrin“ (wenn wir ihre politischen Vorschläge so nennen können) und ungeeignet für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Erwähnenswert sind jedoch die Vargmal- und Oshtima-Bewegungen Ende der 2000er, von denen sich eine hauptsächlich auf die Verbreitung von Inhalten im Internet konzentrierte, um die albanische Identität besser zu erneuern (wenn auch auf sehr völkische Weise und mit Betonung des Atheismus), während die andere Dokumente aus der Zeit von 1919 bis 1945 auf Albanisch verfügbar machte, die ein neues Licht auf die radikalen nationalistischen politischen Kräfte Albaniens jener Zeit werfen. Leider haben sie ihre Aktivitäten Ende der 2010er Jahre eingestellt.
So kann man in dieser schnellen Darstellung der Geschichte des albanischen Nationalismus leicht eine konstante Betonung des kulturellen Kampfes, der Schaffung und Bildung einer spirituellen Aristokratie und einer Opposition gegen alle Formen des Globalismus erkennen. Diese Kernpunkte werden in der Vision der ATP reaktiviert, wodurch die ATP zum einzigen geistigen Erben der alten albanischen radikalen nationalistischen politischen Tradition wird. Nichtsdestotrotz, weil die katastrophalen Zerstörungen von allem Traditionellen durch die Kommunisten in Albanien unser Volk den spirituellen und materiellen Gefahren des 21. Jahrhunderts (Identitätsverlust, Nihilismus, Materialismus, demografischer Winter, Großer Austausch, Islamisierung, Transhumanismus usw.) gegenüber hilflos gemacht haben, ist der Drang der ATP zum kulturellen Kampf, zur Verteidigung des albanischen Geistes auf der Grundlage der europäischen Tradition, zur Klärung und Verbreitung seiner Weltanschauung, zur Verfestigung in einer Doktrin und in einem metaphysischen System, zur Verteidigung der Identität, in der er sich verkörpert und zur Entstehung einer spirituellen Elite von Aristokraten im wahrsten Sinne des Wortes nun leichter verständlich.
Aber die ATP ist sich auch bewusst, dass Albanien allein nicht viel ändern kann und statt eine alte Tendenz zur Selbstisolation (von albanischen Kommunisten ad absurdum geführt) zu fördern, übernehmen wir eine europäische Vision. Tatsächlich sind alle europäischen Nationen denselben Bedrohungen ausgesetzt: Daher wäre es dumm und egoistisch zu glauben, dass eine Nation dank ihres kleinlichen Nationalismus allein überleben kann. Wir Europäer sitzen jetzt alle im selben Boot und der einzige Weg für die Nationen unseres Kontinents, aus dieser Flaute herauszukommen, besteht darin, ein angemessenes europäisches Bewusstsein zu schmieden, das zu einer Einigung Europas unter einer Weltanschauung führt, die sowohl unsere gemeinsame als auch unsere spezifische Identität verteidigt. Und wie jeder sehen kann, unterscheidet sich dieses Ziel sehr von den globalistischen Zielen der gegenwärtigen „Europäischen“ Union.
Fortsetzung folgt in Teil 2…















…………………sensationelle Arbeit und es folgen noch 9 weitere Teile……..ich freue mich riesig 🙂