Sportlich ins neue Jahr: Neujahrswanderung in Württemberg

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Anfang Januar kamen württembergische Freunde und Gefährten unserer Bewegung im Schönbuch zusammen, um einer von dem hiesigen Ableger der AG „Körper & Geist“ organisierten Wanderung beizuwohnen. Begonnen wurde am Rande der im Kreis Tübingen gelegenen Ortschaft Bebenhausen.

 

 

In Etappen über 20 Kilometer

Der erste Zielpunkt waren die mitten im Wald liegenden Jagdhütten der württembergischen Monarchen. Damit waren bereits am Anfang der Wanderung die meisten zu gehenden Höhenmeter geschafft. Bei den Hütten angekommen, nutzte man die Gelegenheit für eine kurze Trinkpause und ein Gruppenfoto, ehe es zur nächsten Station ging. Entlang imposanter Bäume führte der Weg die Aktivisten hinab ins Goldersbachtal.

 

 

Tot sind nur jene, die vergessen werden!

Der nächste Zielpunkt war das Soldatengrab des Gefreiten Viktor Wagner, welcher 1945 den Heldentod fand. Nachdem der Soldat vermutlich durch einen Granatsplitter schwer verwundet wurde, konnten seine Kameraden Wagner schlussendlich nur noch tot bergen. Der württembergische Stützpunktleiter ergriff das Wort und trug den Anwesenden eine Geschichte und ein themenbezogenes Gedicht vor. Nach kurzem Innehalten und dem Ablegen von Kerzen marschierten die Nationalrevolutionäre weiter den Goldersbach entlang.

 

 

Halbzeitpause

Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke machten die Aktivisten auf Wanderschaft Rast an einer am Wegesrand gelegenen Hütte. Beim Fassen des Vespers wurde so manches interessante Gespräch geführt und neue Freundschaften geschlossen. Doch bereits nach kurzer Zeit waren die Wanderer wieder auf den Beinen, denn schließlich waren noch etwa 10 Kilometer bis zum Ziel zu gehen.

 

 

Der Wald hegt Hirsch und Reh

Nach einem letzten kleinen Anstieg in Richtung Weil im Schönbuch besichtigten die Wandersleute ein Rot- sowie ein Schwarzwildgehege. Bereits vor dem Abstieg des Brombergs konnten die Anwesenden einen Rothirsch in freier Natur bestaunen, welcher im Dickicht das Weite von den nahenden Menschen suchte. Nach der Besichtigung der beiden Gehege führte der Weg wieder nach Bebenhausen.

 

 

Sie starben für uns!

Vermutlich im Jahre 1183 wurde das Kloster in Bebenhausen gestiftet. Nach der Reformation Bebenhausens verließen die letzten Mönche das Kloster. Ab 1864 wurde die Anlage als Jagdschloss der Württemberger genutzt. Als der württembergische König Wilhelm II. 1918 abdankte, bezog er mit seiner Königin das Schloss bis zu seinem Tod 1921. Nach einer kleinen Besichtigung des Klosters und Schlosses Bebenhausen bestaunten die Wanderer noch das auf dem Friedhof gelegene Denkmal. Auch hier hielt man Andacht und stellte Kerzen stellvertretend für alle für das Deutsche Volk gefallenen Helden auf.

 

 

Ehe man den Abschluss fand, nahm der Eine oder Andere noch ein erfrischendes Bad im ca. 6°C warmen Bach, ehe der Tag in der Gemeinschaft ein Ende fand.

 

 

 

Wanderung

Wohlauf und froh gewandert
Ins unbekannte Land!
Zerrissen, ach! zerrissen
Ist maches teure Band.

Ihr heimatlichen Kreuze,
Wo ich oft betend lag,
Ihr Bäume, ach! ihr Hügel,
O blickt mir segnend nach!

Noch schläft die weite Erde,
Kein Vogel weckt den Hain,
Doch bin ich nicht verlassen,
Doch bin ich nicht allein:

Denn, ach! auf meinem Herzen
Trag ich ihr teures Pfand,
Ich fühl’s, und Erd‘ und Himmel
Sind innig mir verwandt.

Justinus Kerner (1786 – 1862), deutscher Arzt, Dichter der schwäbischen Romantik und Romanautor

 

 

 

 

1 Kommentar

  • Ich finde es krass das doeses Gedicht von Justinus Kerner ist der hat Früher nähmlich in meiner Stadt gewohnt (Weisberg)

    Alex Wilhelmi 10.01.2023
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