Arbeit lohnt nicht mehr: Gebäudereiniger hören für Bürgergeld auf

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Viele Menschen hören in Deutschland auf zu arbeiten, weil ihre Arbeit zu schlecht entlohnt wird. Aktuelle Zahlen aus der Reinigungsbranche bestätigen diese Entwicklung. Viele Arbeiter hören auf, weil sie vom Bürgergeld besser leben können. Einer Umfrage zufolge haben bereits 28,4 Prozent der Arbeitgeber in der Branche von Mitarbeitern gehört, dass sie aufhören, um Bürgergeld zu beziehen. Bei weiteren 40 Prozent der Arbeitgeber soll dies ebenfalls in Einzelfällen vorgekommen sein. Das verwundert nicht: So liegt der Lohn für einen Minijobber beispielsweise unter dem Bürgergeld. Die Partei „Der III. Weg“ will, dass sich Arbeit wieder lohnt und setzt sich für soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen ein.

 

Krise in der Reinigungsbranche

Die Reinigungsbranche befindet sich in der Krise. Vielen Unternehmen gehen die Mitarbeiter aus. Kein Wunder: Die Branche ist dafür bekannt, niedrigste Löhne zu zahlen. Von den knapp 700.000 Beschäftigten in der Sparte erhalten die meisten nur den Mindestlohn. Derzeit kann man in der Branche zwischen 12 Euro als Reinigungskraft in Teilzeit und 14,40 Euro als Gebäudereiniger pro Stunde verdienen. Eine minimale Erhöhung des Mindestlohns steht unmittelbar bevor, ändert jedoch nichts daran, dass es sich kaum lohnt, für dieses Geld arbeiten zu gehen. Das durchschnittliche Gehalt einer Reinigungskraft liegt derzeit bei 12,60 Euro brutto pro Stunde. Damit verdienen die Reinigungskräfte drastisch weniger als der Durchschnittsverdiener in Deutschland. Der erhält nämlich 2840 Euro oder 69 Prozent mehr Lohn. Viele Reinigungskräfte arbeiten zudem nur auf Stundenbasis. Oft gehören sie zu den knapp 6,7 Millionen Menschen, die in Deutschland einen sogenannten Minijob ausüben.

Eine Tätigkeit, die sich finanziell kaum lohnt. Das Bürgergeld wurde in diesem Jahr eingeführt und hat „Hartz IV“ ersetzt. Mit 502 Euro monatlich wird man davon gewiss nicht reich. Dennoch liegt dieser Betrag nur unwesentlich unter den 520 Euro, die derzeit ein Mindestlohnempfänger erhält. Die Konsequenzen liegen daher auf der Hand: Viele Arbeiter ziehen sich aus Frust über die geringe Entlohnung zurück und leben von Bürgergeld. Mit Schwarzarbeit verdienen sie sich zudem oftmals ein Zubrot. Das macht sich nun für die Arbeitgeber bemerkbar.

Der Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks (BIV) hat kürzlich eine Umfrage unter Arbeitgebern in der Branche durchgeführt. Mehr als zwei Drittel der Unternehmer haben bereits Kündigungen wegen des Bürgergeldes erlebt. Rund 28 Prozent gaben dabei an, dass dies bereits mehrfach vorgekommen sei. Weitere 40 Prozent sprachen davon, dies bislang in Einzelfällen erlebt zu haben. Nur ein Drittel musste noch keine negativen Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation vermelden. Auf einer Skala von 1 bis 10 über ihre Besorgnis über das Bürgergeld gaben die Befragten im Schnitt 8,8 an. Doch liegt das Problem wirklich beim Bürgergeld oder nicht viel eher bei den geringen Löhnen? Gebäudereiniger-Meisterin Bojana Krup aus Berlin sagt jedenfalls: „Das Personalproblem ist jetzt schon groß. Es wundert mich nicht, dass viele sagen, sie gehen wegen 200 Euro nicht mehr arbeiten. Viele arbeiten für den Mindestlohn und bekommen täglich keine acht Stunden voll. Da ist das Bürgergeld sicherer. Ich zahle mit 13,50 Euro über dem Tarif, aber auch das reicht nicht aus, um Leute langfristig zu gewinnen.“

 

Arbeit muss sich lohnen: Soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen!

Die Partei „Der III. Weg“ setzt sich für einen gerechten Mindestlohn ein. Arbeit muss sich wieder lohnen! Es kann nicht sein, dass ehrlich arbeitende Deutsche weniger Geld erhalten, als Bürgergeldbezieher. Daher muss der Mindestlohn flächendeckend gelten und ohne Ausnahme jährlich angepasst werden. Insbesondere angesichts steigender Lebensmittel- und Energiepreise und der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt muss der Mindestlohn angehoben werden! Eine staatliche Instanz hat dafür Sorge zu tragen, dass sich das Lohnniveau in Deutschland nicht zum Nachteil der Beschäftigten entwickelt. Werde auch Du aktiv und kämpfe mit uns für soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen!

1 Kommentar

  • Der geringe Stundenlohn ist nicht das Problem. Der Staat soll mit der Lohnsteuer runtergehen oder die Steuern sollen für Geringverdiener ganz gestrichen werden! Das wäre gerecht, und viele bräuchten dann auch kein Bürgergeld mehr!

    T Kleppe 26.10.2023
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