Folgen der Inflation: Erheblicher Wohlstandsverlust trotz gestiegener Löhne

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Trotz gestiegener Löhne sind die Deutschen ärmer geworden. Zwar haben Gewerkschaften durchgesetzt, dass die mittleren Einkommen von 2022 auf 2023 um 5,1 Prozent gestiegen sind, jedoch wurden diese Lohnerhöhungen durch eine Inflationsrate von 5,9 Prozent vollständig aufgefressen. Noch drastischer ist der Vergleich zwischen 2021 und 2023 bei einer Lohnsteigerung von 5,8 Prozent, der eine Teuerungsrate von 13,2 Prozent gegenübersteht. Der Wohlstand der Deutschen sinkt weiter, ohne dass die herrschende Politik gewillt ist, einzugreifen und deutschen Haushalten an der Armutsgrenze ein lebenswürdiges Dasein zu ermöglichen.

Fremdgesteuerte Populisten wie das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) oder die rechte Pseudoalternative AfD machen gerne die Wirtschaftssanktionen der bundesdeutschen Regierung gegen Russland allein verantwortlich für die Inflationskrise, um zugunsten der russischen Kriegswirtschaft wieder Beziehungen zum Regime des Blutzaren in Moskau aufzunehmen, doch die Ursachen für die kontinuierliche Verarmung und Enteignung der Deutschen liegen woanders. Zwar wurde die Inflation durch den Krieg in der Ukraine beschleunigt, jedoch ist es vordergründig ein im Kapitalismus wurzelndes, fehlerhaftes Geldsystem, welches für die Umverteilung von unten nach oben verantwortlich ist.

Wir berichteten bereits wie die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Politik der hemmungslosen Geldvermehrung die gegenwärtige Inflationskrise zu verantworten hat. Nun hat auch Prof. Johannes Schwanitz von der Fachhochschule Münster die EZB als Hauptakteur bei der schier unaufhaltsamen Preistreiberei ausgemacht. Es sind die gestiegenen Leitzinsen, mit denen die EZB sowohl Unternehmen mit höheren Zinsaufwendungen belastet, was sich wiederum in höheren Endproduktpreisen niederschlägt, als auch Häuslebauer und Immobilienbesitzer durch höhere Bauzinsen. Somit hat der Banken- und Geldschöpfungssektor, der im kapitalistischen System unabhängig von staatlicher Kontrolle ist, direkten und indirekten Einfluss auf Wirtschaft und Bauprojekte und kann mit einer bewusst herbeigeführten Inflation schaffende und produktive Kräfte des Volkes zugunsten des raffenden Kapitals enteignen.

Dieser Zustand muss in einer nachkapitalistischen Ordnung des Deutschen Sozialismus überwunden werden. Nur eine nationalrevolutionäre Umwälzung in der Finanz- und Wirtschaftspolitik kann hier Abhilfe schaffen. Unsere Partei „Der III. Weg“ steht deshalb für die Nationalisierung unseres Geldwesens auf der Ebene einer nationalen Währung sowie für die Überführung des privaten Notenbanksystems in eine Staatsbank, die allein das Monopol der Geldschöpfung trägt. Nur allein der Staat und seine vom Volk gewählten Vertreter sollen die Kontrolle über die Geldmenge haben, die stets an Produktions- und Dienstleistungvolumen im Zusammenhang mit seiner Umlaufgeschwindigkeit angepasst sein muss.

Dem Zinskapitalismus ist damit der Todesstoß zu versetzen. Geld hat nur die Aufgabe, den Warenaustausch störungsfrei zu ermöglichen und als ein Kreislaufmittel der Wirtschaft zu fungieren. Erst, wenn unser Geldsystem aus den Klauen überstaatlicher, wurzelloser Finanzmogule befreit wurde und wieder unter staatlicher Kontrolle und damit im Dienste der nationalen Gemeinschaft steht, werden sich auch alle sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen, die heute unser Volk in immer tiefere existenzielle Krisen manövrieren, lösen lassen.

1 Kommentar

  • Ich freue mich schon auf den Tag, an dem wir die Konzerne gesetzlich an die Kette der sozialen Verantwortung legen können und Gewerkschaften überflüssig werden, weil die Volksvertreter das Volk schützen, statt es zu verschachern.

    Nadja Beeker 07.07.2024

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