Der Hochsauerlandmarsch 2024!

Am 7. Dezember 2024 hat er wieder stattgefunden. Der wohl anspruchvollste Querfeldeinmarsch, den unsere Bewegung zu bieten hat. Nein, das sind nicht unsere Worte oder unsere alleinige Beschreibung dieses sportlichen Ereignisses, sondern es war die Bewertung der Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung stellten. Es ging nicht darum, lapidare 46 Km über reguläre Wege und Pfade zu wandern, sondern darum, das absolut widrigste Streckenprofil zu wählen, das man auf diese Distanz finden konnte. Der überwiegende Teil der Strecke war also tatsächlich eine Mischung aus Dickicht, Steilhängen, Morast, Sumpf sowie Wildtiergehegen.

 

Gestartet wurde morgens um 9 Uhr bei Regen und Schneeschauern, welche durchgängig den ganzen Tag anhielten. Die Temperatur lag im Schnitt bei 0 bis zwei Grad. Mit dem Start wurde jedem sofort klar, dass bei dieser Route mal wieder neue Akzente gesetzt werden sollten. Ab dem ersten Meter ging es darum, die steilsten Berge, die das Hochsauerland bieten kann, abseits der Wege zu erklimmen. Der Boden war durch zuvor tagelangen Schneeregen und Regen matschig, weich und rutschig. Jeder Schritt sollte sich wie zwei anfühlen, das Dickicht durchnässte auch den letzten wetterfest gekleideten Mitstreiter nach spätestens einer Stunde, nicht nur von außen, sondern auch durch die schweißtreibenden Anstiege von innen. Mehrere Flüsse, die bei den Probeläufen noch mit ein wenig Elan leicht zu überqueren waren, hatten sich durch die Niederschläge in ihrer Breite mindestens verdoppelt, die Strecken dorthin hatten die Wiesen versumpft und man steckte teilweise knietief im Morast.

Die paar Stacheldrahthindernisse waren in diesem Zusammenhang allenfalls als kleine Verschnaufpause zu bewerten. Insgesamt wurden Anstiege mit 2119 Höhenmeter gemessen. Auf die relativ kurze Distanz von 46 Kilometer kann man dieses Höhenmeterprofil im Mittelgebirge wohl kaum übertreffen. Dadurch kam es auch zu einer knapp fünfzigprozentigen Abbrecherqoute. Dieser Marsch braucht bei den zu leistenden Anforderungen keinen Vergleich mit jenen militärischer Eliteeinheiten zu scheuen. Bei Zweitgenannten werden diese Läufe als Ausleseverfahren genutzt, denn nichts könnte Bewerber mehr auf „Herz und Nieren“ testen, als stundenlange körperliche Strapazen, die es durchzuhalten gilt und die nicht nur durch einen sportlichen, gesunden Menschen ermöglicht werden, sondern auch zu einem mindestens genau so großen, wenn nicht noch größeren Anteil der mentalen Härte gegen sich selbst. Auch hier gilt: Ohne gesunden Geist ist der Körper allein nicht in der Lage, über sich hinaus zu wachsen. Besondere Leistungen erbrachten die ersten drei Läufer, die mit weitem Abstand zu den nächsten ins Ziel gekommen sind. Und wiederum Nein, es geht hier nicht darum, die anderen schlecht auszusehen zu lassen, sondern darum, dass sie sich ein Beispiel nehmen und Woche für Woche an sich arbeiten, um die beste Version ihrer selbst zu werden.

Zur Organisation kann man nur schreiben: von vorne bis hinten perfekt durchdacht. Es gab Räumlichkeiten mit Übernachtungsmöglichkeiten sowie Frühstück zum kleinen Preis, Versorgungspunkte und eine Zielanlaufhütte, die keine Wünsche übrig gelassen hat. Es wird auch dieses Jahr einen weiteren Marsch geben, und wir glauben, dass diese Art zu „Marschieren“ mittlerweile ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal unseres Stützpunkts geworden ist. Wer möchte, kann sich auch gerne zu unseren mehrmals im Jahr stattfindenden Probeläufen melden.Wir freuen uns darauf, euch und viele neue Mitstreiter demnächst wieder begrüßen zu dürfen und verbleiben bis dahin mit unserer Parole „Disziplin ist Alles“ !