WEF: Klaus Schwab tritt zurück – Trinkwasserkapitalist folgt

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Der umstrittene Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) Klaus Schwab ist vom Vorsitz des Stiftungsrates der Organisation zurückgetreten. Der führende Bilderberger und Begründer des „Great Resets“ war zuletzt aufgrund von Belästigungs-Vorwürfen in die Kritik geraten. Der 87-Jährige soll mehrere Frauen sexuell belästigt haben. Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte Schwab angekündigt, sich aus dem Tagesgeschäft des Weltwirtschaftsforums zurückzuziehen. Auf seinem Posten beerbt ihn nun Peter Brabeck-Letmathe. Der ehemalige Vorsitzende des Verwaltungsrates des Nestlé-Konzerns ist vor allem für seine Vorstöße zur Privatisierung von Trinkwasser bekannt.

 

Auf nimmer Wiedersehen, Klaus Schwab!

Klaus Schwab tritt von der Bühne des Weltwirtschaftsforums ab! Das ist eine Nachricht, die viele Globalisierungskritiker freuen wird. Schwab zählte zu den Eliten, die man mit diversen Plänen einer „Neuen Weltordnung“ in Verbindung bringt. Der gebürtige Ravensburger entstammt einer wohlhabenden Familie. Hauptsächlich wurde er bekannt für die Gründung des WEF im Jahre 1987. Die Organisation, die im schweizerischen Cologny ansässig ist, bringt einflussreiche Konzernbosse aus der ganzen Welt zusammen. Auf dem jährlichen Treffen in Davos werden diverse Pläne ausgeheckt. Das Forum profitierte dabei von den weitreichenden Kontakten Schwabs.

Schwab hat über viele Jahre ein breites Netzwerk aufgebaut. Dabei profitiert der Strippenzieher auch von seinen Erfahrungen aus anderen Organisationen. So gehörte er auch dem Lenkungsausschuss der Bilderberger-Konferenzen an. 2004 gründete Schwab die Stiftung „Forum Of The Young Leaders“. Eine „Wohltätigkeitsorganisation“, die gezielt werdende Spitzenpolitiker unterstützt. Prominente „Young Global Leaders“ waren Angela Merkel, Emmanuel Macron, Annalena Baerbock und Jean-Claude Juncker. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Schwab während der sogenannten Corona-Pandemie. Damals veröffentlichte der Netzwerker ein Wirtschaftsplanungsprojekt mit dem Titel „The Great Reset“. Ein später gestartetes Projekt zum „klimaneutralen“ Umbau der Wirtschaft folgte.

Zuletzt war Schwab, dessen Pläne von Kritikern gerne als „woke“ betitelt wurden, gewissermaßen von der eigenen Blase unter Beschuss geraten. Am 29. Juni des vergangenen Jahres war im Wall Street Journal ein Artikel erschienen, in dem Schwab beschuldigt wurde, zwei Mitarbeiterinnen des WEF sexuell belästigt zu haben. Schwab bestreitet die Vorwürfe. Doch auch unabhängig von den Belästigungsvorwürfen stand Schwab bereits in der Kritik. So soll der Kritiker hoher Managergehälter ein üppiges Jahressalär von einer Million Schweizer Franken bezogen haben. Schon im vergangenen Jahr hatte Schwab seinen Rückzug aus dem aktiven Geschäft des WEF bekanntgegeben. Bislang hatte er jedoch den Vorsitz des Stiftungsrates seiner Organisation gehalten.

Ihm folgt nun eine ebenfalls mehr als fragwürdige Person auf dem Posten nach: Peter Brabeck-Letmathe. Der Villacher war von 1997 bis 2008 CEO und von 2005 bis 2017 Präsident des Verwaltungsrates von Nestlé. Der Multimillionär gilt als prominenter Verfechter der Privatisierung von Trinkwasser. Er bezeichnete die Haltung, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt werden solle, als „extrem“und forderte, dass Wasser einen „Marktwert“ haben sollte. Wenn jemand, der selbst aus dem Trinkwasser noch Profit schlagen will, künftig Einfluss auf die mächtigsten Politiker und Unternehmer der Welt nehmen wird, kann das nichts Gutes bedeuten!