Vom Ich zum Wir – Gemeinschaftstag in Zeitz durchgeführt

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Zeitz ist eine typische Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Einst ein bedeutender Industrie- und Eisenbahnknotenpunkt sowie Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Zeitz, ist vom Glanz vergangener Zeiten heute nur noch wenig zu sehen. Die Stadt, die heute rund 29.000 Einwohner zählt, hat mit strukturellem Wandel und Leerstand zu kämpfen.

Das schreckte Mitglieder unserer nationalrevolutionären Partei „Der III.Weg“ und der Jugendorganisation NRJ vom Stützpunkt Burgenlandkreis nicht davon ab, am vergangenen Wochenende in Zeitz einen kulturellen Gemeinschaftstag durchzuführen. Bereits in den frühen Morgenstunden begann die Stadterkundung bei Sonnenaufgang. Der Rundgang führte durch kleine Gassen und kaum belebte Straßen, vorbei an ehemaligen Industriebetrieben. Erstes Ziel war der Hermannschacht.

Hier wurde in einem kurzen Vortrag erklärt, dass es sich um die älteste noch erhaltene Brikettfabrik der Welt handelt. Anschließend folgte eine Führung über das Gelände, mit Stationen wie der Ofensammlung, einer Schmiede, den Produktionshallen für Briketts und mehreren alten Lokomotiven. Die Führung wurde von einer fachkundigen Begleiterin durchgeführt, die zahlreiche Fragen beantworten konnte.
Danach setzte man den Weg zum nächsten Anlaufpunkt, der Moritzburg, fort.

„Das barocke Schlossensemble der Moritzburg Zeitz besteht aus dem dreiflügeligen Hauptgebäude im hinteren Schlosshof sowie der gotischen Schlosskirche St. Peter und Paul, dem barocken Torhaus und mehreren Nebengebäuden , die sich um den vorderen Schlosshof gruppieren. Die gesamte Anlage ist von Wehranlagen und Wallgraben umgeben. Die nördlich außerhalb der Befestigungsanlagen liegende ebenfalls barocke Orangerie ergänzt das Ensemble.“ Quelle: www.gemeinde-elsteraue.de

Hier besichtigte man die Ausstellung, welche sich mit der Fertigung von Kinderwagen beschäftigte, sowie die barocken Räume des Schlosses mit der zeitgenössischen Einrichtung. Es war für unsere Aktivisten eine lehrreiche Exkursion in unsere Geschichte, die Produktion von Kinderwägen von den Anfängen bis zur heutigen Zeit zu sehen, welche seit 1846 in Zeitz hergestellt wurden. Auch bestaunte man Exponate aus anderen Ländern sowie allerlei barocke Gemälde und Kunst.

Im Anschluss wurde die Begehung Richtung Stadt fortgesetzt, um am Rundgang im unterirdischen Zeitz teilzunehmen.

Dazu fand man sich am Altmarkt 21 ein. Ausgestattet mit Helm und Regenjacke begann eine rund 700m lange Tour durch enge Gänge und über mehrere Etagen – bis zu zwölf Meter unter der Erde. Man erlebte so manche Zeugnisse unserer Geschichte, die die Jahrhunderte überdauert haben, um nach gut einer Stunde wieder ans Tageslicht zu gelangen.

Das letzte kulturelle Ziel dieses Tages war die Gedenksäule für Oskar Brüsewitz an der Michaeliskirche. Hier hatte sich am 18.08.1976 der evangelische Pfarrer aus Protest gegen das kommunistische System der DDR selbst verbrannt. Es wurde ein kurzer Vortrag über sein Leben und Handeln vorgetragen sowie eine Schweigeminute abgehalten.

Abgerundet wurde der Tag mit einem gemütlichen Beisammensein bei Grillgut, Getränken und anregenden Gesprächen.

 

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1 Kommentar

  • Ein sehr schöner lehrreicher Tag mit guten Kameraden und Freunden .

    Sachse 25.07.2025