
Bereits 2024 fielen 4.400 Stellen in Deutschland weg. Der weltweit größte Automobilzulieferer ist ein weiter Branchenriese, der als ein Teil der deutschen Schlüsselindustrie den Abwärtstrend untermauert. Die deutsche Industrie verliert zunehmend an Schlagkraft und in Berlin schlafen die Politikdarsteller weiter. Von einem angeblichen Hochlauf der Elektromobilität hört man dort die Kartellparteien sprechen. Das Traditionsunternehmen Bosch, welches zu 59 % für die Automobilindustrie produziert, spricht da eine andere Sprache. Besonders die Automobilbranche steckt in der größten Krise seit Jahrzehnten. Unternehmen wie Bosch ziehen sich zunehmend vom Produktionsstandort Deutschland zurück. Von einer Kehrtwende oder einem Hochlauf deutscher Automobilindustrie ist bei den Unternehmen der Schlüsselindustrie nichts zu spüren. Bosch baute vor 128 Jahren die deutsche Schlüsselindustrie mit auf. Wird das Traditionsunternehmen jetzt auch mit den Unternehmen der Schlüsselindustrie dem Standort Deutschland den Rücken kehren? Bosch ist mehr als nur ein Unternehmen, sondern Rückgrat der gesamten Industrie. Mit dem Niedergang von Bosch lässt das System zu, dass dem Industriestandort in Deutschland als Ganzes der Ruin bevorsteht.
Bosch – Erfolgsgeschichte eines Unternehmens mit sozialem Profil
Im Jahr 1886 gründete Robert Bosch sein Unternehmen. Waren die Anfangsjahre in einer kleinen Werkstatt noch von großen Problemen bestimmt, sollte es zur Jahrhundertwende rund 14 Jahre später ganz anders um die kleine Firma Bosch bestellt sein. 1897 verbesserte Robert Bosch den Hochspannungsmagnetzünder mit Zündkerze, sodass er in Fahrzeugen eingebaut werden konnte. Mit diesem Patent gelang der Durchbruch als Hersteller für elektrische und elektromagnetische Bauteile. 1901 errichtete Bosch sein erstes Industriegebäude. 1912 überschritt Bosch die 1-Million-Marke an verkauften PKW-Zündanlagen. 1927 entwickelte die Firma eine Dieseleinspritzpumpe, die ebenfalls die 1-Million-Marke 1950 überschritt. Trotz mehrfachem Wiederaufbauen ausländischer Standorte und der Zerstörung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg ist die Geschichte der Firma Bosch von stetigem Wachstum und Innovationen geprägt. Bis heute gilt das Unternehmen aus Baden-Württemberg als zuverlässiger Partner im Segment automobiler Komponenten. Auch Elektrofahrzeuge aus China und anderen Ländern der Welt kommen nicht ohne Bosch-Komponenten aus. Das Traditionsunternehmen hat sich in 139 Jahren nicht nur zum weltweiten Konzern entwickelt, sondern auch unabdingbar im Fahrzeugbau gemacht.
Auch als sozial fortschrittliches Unternehmen hat sich Bosch einen Namen gemacht. Robert Bosch war es, der als erster Unternehmer in der Hochzeit kapitalistischer Ausbeutung den Achtstundentag und das Mehrschichtsystem einführte, um die Arbeiter zu entlasten, ihnen mehr Ruhepausen zu ermöglichen und damit gesund und leistungsfähig zu erhalten. Weiters hat sich Bosch immer einer Übernahme durch den Finanzkapitalismus entzogen. Der Gewinn verblieb immer in der Firma, bis auf einen kleinen Teil, der an eine Stiftung floß, Gesellschafter konnten keinen Reibach machen und Fonds und Banken hatten keinen Einfluss auf das Unternehmen. Dass ausgerechnet das selbe Unternehmen heute Massenentlassungen und Kostenrationalisierung auf Kosten der Belegschaft durchführt, hat sicher andere Ursachen, als ein plötzlich eingesetzter Drang zur „Gewinnmaximierung“. Es sind die Umstände einer wirtschaftsfeindlichen und von Ideologie getragenen Systempolitik, die das Unternehmen zu diesen Schritten zwingt.
Eine hausgemachte Systemkrise
Ein Unternehmen mit dieser Stellung in der Welt im Heimatland des Automobils zum Rückzug zu veranlassen, darf mitnichten als bloßer „Trend“ verstanden werden. Die Tragweite der nun beschlossenen Sparmaßnahmen muss eher als Weichenstellung für die Zukunft verstanden werden. Egal ob die destaströse Energiepolitik der Herrschenden, der „grüne“ Kreuzzug gegen den Verbrennungsmotor oder die durch die Globalisierung begünstigte Arbeitsplatzverlagerung der Industrie ins osteuropäische Ausland; deutsche Arbeitsplätze und deutsche Wirtschaftspotenz werden durch das vorherrschende System systematisch vernichtet. Bosch steht angeblich zum „Standort Deutschland“, wie sie selbst am 25. September betonten. Der Koalition der Hilflosen in Berlin bleibt derweil nichts anderes, als sich an die warmen Worte der Unternehmer zu klammern. Der „Herbst der Reformen“ wird mehr und mehr zum „Herbst der Ertrinkenden“, die in wilder Verzweiflung mit Reformen um sich schlagen wie ein Ertrinkender mit den Armen, um den Kopf doch noch einmal mehr über Wasser halten zu können.
In Punkt 2 unseres Parteiprogramms plädiert unsere Partei und Bewegung „Der III. Weg“ für die Raumgebundene Volkswirtschaft als Gegenmodell zum vorherrschenden Wirtschaftssystem. Grundsätzlich wird das Privateigentum von Unternehmen bejaht, solange es, wie im Falle des deutschen Traditionsunternehmens Bosch, die Gewinne immer wieder in die eigene Firma zum Wohl der Wirtschaftskraft der Nation investiert und unangreifbar für den kapitalistischen Finanzsektor bleibt. Jedoch muss die Politik auch Rahmenbedingungen erlassen, um dirigierend ins Marktgeschehen eingreifen zu können, etwa dann, wenn Unternehmer aus eigensüchtigen Interessen ihre Standorte in Deutschland abbauen wollen, um sie ins Ausland zu verlagern. Die Politik darf aber gleichzeitig auch nicht Unternehmer durch wirtschaftsfeindliche Tendenzen dazu zwingen, Kosteneinsparungen vornehmen zu müssen, indem sie etwa überbordende bürokratische Vorgaben macht, produktive Unternehmer unverhältnismäßig besteuert oder die Energiepreise durch falsch verstandene „grüne Politik“ künstlich in die Höhe treibt.
Mit unserem wirtschaftlichen Sofortprogramm des Deutschen Sozialismus hat unsere nationalrevolutionäre Bewegung zudem einen weiteren Ansatz, um Deutschland vor den schlimmsten Folgen der vorherrschenden Systempolitik zu schützen. Deutscher Sozialismus ist machbar!













