
Stahl-Branche in der Krise
Die deutsche Stahlindustrie befindet sich in der Krise. Noch 2021 wurden in Deutschland 40,2 Millionen Tonnen Stahl produziert. In den darauf folgenden Jahren ist die Stahlproduktion jedoch drastisch gesunken. 2023 rutschte die Produktion mit einem Volumen von 35,4 Millionen Tonnen auf das niedrigste Niveau seit der Wirtschaftskrise von 2008. Zwar hat sich die Stahlproduktion im vergangenen Jahr wieder etwas erholt und ist auf rund 37 Millionen Tonnen angestiegen, dennoch sieht die Lage perspektivisch schlecht aus. Das liegt daran, dass die Stahlproduktion im Ausland, vor allem in China und Russland, deutlich günstiger ist als hierzulande. In Deutschland sorgen nicht nur höhere Lohnkosten, sondern auch Belastungen durch den sogenannten „Klimaschutz“ dafür, dass der Preis für Stahl höher ist als im Ausland.
Wenn man die Stahl-Produktion dem Spiel der freien Märkte überlässt, könnte Deutschlands Stahlversorgung daher bald ins Ausland verlagert werden. Dass eine Verlagerung wichtiger Schlüsselindustrien für unsere Wirtschaft gefährlich ist, erleben wir aktuell bei der Medikamentenversorgung. Die einstige „Apotheke der Welt“ ist heute nach China abgewandert. Treten Lieferengpässe auf, geraten Patienten in Deutschland in Not. Sollte die Stahlproduktion ins Ausland verlagert werden und es beispielsweise zu Lieferstopps aus geopolitischen Gründen kommen, hätte das dramatische Folgen.
Wirtschaftswissenschaftler der Universität Mannheim haben sich erstmals an einer Analyse dieses Szenarios versucht. Demnach drohten der deutschen Wirtschaft Schäden in Höhe von 50 Milliarden Euro jährlich, sollte es zu einem „Stahlschock“ aufgrund globaler Abhängigkeiten kommen. Denn die Stahlindustrie ist nicht etwa irgendeine Branche, sondern existentiell wichtig für nachgelagerte Branchen wie die Bauwirtschaft, die Metallerzeugung, den Maschinenbau, die Elektrotechnik oder die Autobranche. Zur Erklärung heißt es in der Studie: „Dieser Kostenschub würde die Produktion und damit die Wertschöpfung in diesen Sektoren verringern“. Weiter schreiben die Studienautoren Krebs und Patrick Kaczmarczyk: „Auch ein schleichender Niedergang der Stahlindustrie hätte wirtschaftliche und politische Folgen“. So würden ganze Regionen wie etwa Duisburg, Eisenhüttenstadt, Bremen oder das Saarland geschädigt werden.
Selbst die linke Gewerkschaft IG Metall betont die Bedeutung der Stahlindustrie für Deutschland und warnt vor billigem Importstahl zu Dumpingpreisen aus China. Jürgen Kerner, der Zweite Vorsitzende der IG Metall, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Ein Ende der Stahlproduktion in Deutschland würde den Industriestandort insgesamt massiv gefährden – mit schwerwiegenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und die politische Stabilität im Land.“ Weiter appellierte er an die Politik: „Angesichts der geopolitischen Lage sollte jedem klar sein, dass eine eigene Stahlproduktion zwingend ist für Resilienz und sichere Lieferketten – und damit für zehntausende Arbeitsplätze weit über die Stahlbranche hinaus.“ Nach einer Schätzung der Mannheimer Wirtschaftsforscher bräuchte Deutschland eine jährliche Stahlproduktion von rund 40 Millionen Tonnen.
Stahlproduktion schützen!
Wir leben in einer globalen Marktwirtschaft, in der der Staat seiner Verantwortung gegenüber dem Volk nicht gerecht wird. Weil die Globalisierung keine Rücksicht auf Völker kennt, sondern sich vorwiegend an dem günstigsten Produktionsstandort orientiert, droht die Verlagerung der Stahlindustrie ins Ausland. Die herrschenden Politiker sind fest in wirtschaftsliberalen Denkmustern verfangen. Sie sind daher offenbar nicht bereit, Maßnahmen zu ergreifen, die Deutschlands Schlüsselindustrien effektiv schützen. Der III. Weg setzt sich für soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen ein. Wir wollen nicht, dass unser Land einen aussichtslosen Kampf um möglichst niedrige Löhne und möglichst schlechten Arbeiterschutz mit Ländern wie China oder Russland führt.
Deutschland kann daher niemals Stahl zum Billig-Preis produzieren, wie es außereuropäische Mächte können. Es ist deshalb die Aufgabe einer weisen Staatsführung, dafür zu sorgen, dass der Ramsch-Stahl nicht auf den heimischen Markt drängt. Hierfür gibt es Möglichkeiten: beispielsweise könnten hohe Zölle auf ausländischen Stahl verhängt und der deutsche Stahl somit wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. Zudem leistet sich Deutschland einen wenig zielführenden „Klimaschutz“, der sich in Emissionshandel, planloser Besteuerung und ausufernder Bürokratie manifestiert. Damit muss Schluss sein, um die Kosten für die Stahlproduktion nicht künstlich in die Höhe zu treiben.
Als letzten Ausweg bietet sich gemäß unseres Parteiprogrammpunktes 2 zur „Raumorientierten Volkswirtschaft“ die Verstaatlichung der großen Stahlhütten an. So würde die Schlüsselindustrie der Stahlproduktion dem Spiel der globalen Märkte gänzlich entzogen werden.
Weil die Herrschenden eben nicht zu entschiedenen Maßnahmen bereit sind, droht das Schlimmste für unser Land. Es braucht jetzt revolutionäre Veränderungen, um unsere Wirtschaft zu schützen. Werde auch Du aktiv und schließe Dich der nationalrevolutionären Bewegung an, um den Deutschen Sozialismus zu verwirklichen!













