Rückgratlos in die Zukunft – Zweiter Teil

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Während die Politik weiter neue Windparks plant, leiden Natur und Verbraucher doppelt. Für jede neue Anlage werden Wälder gerodet, Moore entwässert und Böden versiegelt, Ackerflächen mit Betonfundamenten oder Kies bedeckt, Vögel und Fledermäuse sterben an den Rotoren, Insekten verlieren Lebensräume unter Solarmodulen (BfN). Gleichzeitig bleibt ein Teil der erzeugten Energie ungenutzt, während Gaskraftwerke einspringen und den CO₂-Ausstoß wieder in die Höhe treiben. Mit jedem zusätzlichen Gaskraftwerk steigt außerdem die Abhängigkeit von Importen, denn Deutschland fördert kaum eigenes Erdgas. Über 95 % des inländischen Bedarfs müssen importiert werden, vor allem aus Norwegen, den Niederlanden, den USA (LNG) und Katar (BMWK). Die Preise schwanken mit dem Weltmarkt und machen das Land politisch verwundbar.

Eine wirklich nachhaltige Energiepolitik müsste genau hier ansetzen. Statt immer weiter Rotoren und Solarfelder in entlegene Regionen zu stellen und dann teure Kabelautobahnen quer durchs Land zu ziehen, sollte Strom möglichst dort produziert werden, wo er auch verbraucht wird: auf Dächern von Fabriken und Hallen, in Städten, nahen Industriegebieten oder an Standorten mit konstanter, planbarer Erzeugung. Kurze Wege bedeuten weniger Materialeinsatz, geringere Kosten und deutlich weniger Naturzerstörung.

Ohne ein stabiles Übertragungsnetz bleibt jeder zusätzliche Wind- oder Solarpark nur ein weiterer Beweis dafür, dass man das Rückgrat der Energieversorgung nicht durch grüne Parolen ersetzen kann.

 

Hier könnt ihr den ersten Teil nachlesen: Rückgratlos in die Zukunft – Erster Teil

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