Selbstverteidigungskurs im Westerwald

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Auf den Straßen in unserem Land wird es immer unsicherer. Ein Grund dafür dürfte die ungezügelte Einwanderung sein. Die polizeilichen Kriminalstatistiken sprechen hier eine eindeutige Sprache. Die Fähigkeit, mögliche Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, ihnen aus dem Weg zu gehen oder in letzter Instanz sich effektiv zur Wehr zu setzen, wird aus diesem Grund immer wichtiger.

Um die Fähigkeiten in Konflikterkennung, Konfliktvermeidung und Abwehr von Angriffen zu schulen und zu verbessern, lud der Stützpunkt Westerwald/Taunus zu einem Selbstverteidigungskurs ein. Ausgerichtet wurde der Kurs von Sportlern der parteieigenen Arbeitsgruppe „Körper und Geist“. Das Angebot richtete sich an Anfänger auf diesem Gebiet und wurde von einer recht großen Gruppe Interessierter dankend angenommen.

Grundsätzlich ist es wichtig, eine brenzlige Situation vorab zu erkennen. Wie geht man möglichen Konflikten aus dem Weg? Welche Möglichkeiten hat man als Opfer von Angriffen, auf sich aufmerksam zu machen und Umstehende zum Eingreifen zu animieren? Diese Fragen sollten sich grundlegend gestellt werden.

Wenn aber alle Vorkehrungen nicht fruchten und sich Deeskalationsstrategien als unwirksam erweisen, heißt es, Angriffe abzuwehren. Wie das auch ohne tiefergehende Kampfsportkenntnisse und ohne viel Muskelkraft geht, wurde eingehend geschult. Besonders den weiblichen Teilnehmern wurden einfache Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie den Fängen eines Übeltäters entkommen können. Sich zu wehren ist ungemein wichtig, dies bestätigt auch eine Studie der Polizei Hannover. Dort fand man heraus, dass 68,4 % der Täter ihre Übergriffe abgebrochen haben, nur, weil die Frauen leichte, konsequente Gegenwehr übten. Bei massiver Gegenwehr brachen sogar 84,3 % der Täter ihr Vorhaben ab.

Neben der Abwehr eines Angriffes ist es auch wichtig, Beweise für die folgende Strafverfolgung des Täters zu sammeln. Hierbei ist es wichtig, sich das Gegenüber genau einzuprägen und – um einiges effektiver – so viel DNS vom Täter wie nur möglich zu sammeln. Das heißt, wenn gar nichts mehr hilft, Beweise sammeln durch: kratzen, beißen, Haare ausreißen.

Fitness und allgemeine körperliche Ertüchtigung sind in unsicheren Zeiten eine gute Ausgangsposition, um den Anforderungen dieser Tage gerecht zu werden. Die Arbeit unserer Arbeitsgruppe “Körper & Geist” wird daher noch viel intensiver vorangetrieben werden, um noch mehr Mitgliedern die Teilnahme an solchen wichtigen Zusammenkünften zu ermöglichen.