Marxismus und Kirche: Papst sieht „gemeinsamen Auftrag“

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Papst Franziskus hat einer marxistisch-christlichen Dialoggruppe eine Audienz gewährt. Er sprach gegenüber den Marxisten von einem „gemeinsamen Auftrag“. Er wolle trennende Ansätze überwinden. Mit seiner Öffnung für den Dialog wolle er „neue Wege“ gehen. Marxisten und Kirche würden im gemeinsamen „Dienst am Menschen“ stehen. Die Verbrechen und Schrecken kommunistischer Systeme erwähnte Franziskus mit keinem Wort. Papst Franziskus war in der Vergangenheit immer wieder mit linksliberalen Positionierungen, beispielsweise im Bezug auf die Homo-Ehe, aber auch in Migrationsfragen aufgefallen.

 

Papst nähert sich Kommunisten an

Als die Bolschewisten ihr Schreckensregime errichteten, wurden Priester getötet, Kirchen geschändet und die Religion mit Rauschgift gleichgesetzt. In den marxistischen Regimen wurden christliche Gemeinden bespitzelt, schikaniert und verfolgt. Kirchen, die zu Schnapsbrennereien oder Schweineställen umgewandelt wurden, sind angesichts von Millionen Toten eines völlig dysfunktionalen Systems sicherlich noch eine der harmloseren Untaten. Dennoch sollte sich aus diesen Erfahrungen eine natürliche Ablehnung des Bolschewismus durch die Kirche ergeben; will man meinen. Doch wer so denkt, hat offenbar den Charakter der katholischen Kirche verkannt, die heute bereit ist, achtlos über die Gräber eigener Opfer hinwegzusteigen. Nun nähert sich Papst Franziskus öffentlichkeitswirksam dem Marxismus an.

In einer Audienz gegenüber der marxistisch-christlichen Dialoggruppe Dialop erklärte er, dass Christen, Sozialisten, Marxisten und Kommunisten an einer „besseren, brüderlichen Zukunft“ arbeiten würden. Man solle daher trennende Ansätze überwinden, Auseinandersetzungen mit offenem Herzen führen und einander zuhören. In schönen Worten forderte er von seinen roten Gästen, sie sollten „nicht aufhören, von einer besseren Welt zu träumen“. Man solle die volle Aufmerksamkeit den Armen, Arbeitslosen, Obdachlosen, Migranten, Ausgebeuteten widmen. Schon vor sechs Jahren hatte Franziskus vor „Populismus“ gewarnt und sich für die „Integration von Asylbewerbern“ eingesetzt. Auch in dem Treffen mit den Marxisten ließ es sich Franziskus nicht nehmen, auf den Nationalsozialismus einzuschlagen. So hätte der Nationalsozialismus die genannten Gruppen ausrangiert und sogar getötet.

In seiner Ansprache probierte sich Franziskus auch in antikapitalistischer Rhetorik: „Eine Politik, die wirklich im Dienst der Menschen steht, kann sich nicht die Regeln von der Finanzwelt und den Mechanismen der Märkte diktieren lassen“. Flankiert wird der Bericht über das Treffen des Papstes mit den Marxisten auf der Netzseite des Vatikans mit einem Interview mit dem Vorsitzenden der „Europäischen Linken“ Walter Baier. Der ehemalige Vorsitzende der KPÖ erklärt, dass die Feindschaft zwischen Christen und Marxisten nur ein „Missverständnis“ sei.

Die Öffnung des Vatikans für den Marxismus reiht sich ein in eine Abfolge linksliberaler bis kommunistischer Positionierungen der Romkirche. Erst kürzlich sorgte Papst Franziskus für Aufsehen, als er die Segnung von Homosexuellen zuließ. In der Erklärung „Fiducia supplicans“ hatte die Kirche erklärt, dass eine Segnung „allen gespendet werden kann, ohne etwas zu verlangen“. Antiklerikale und antikommunistische volkstreue Deutsche sehen in der Nähe der Kirche zum Marxismus durchaus keinen Widerspruch. Schon einer der größten deutschen Philosophen, Friedrich Nietzsche, hat seinerzeit geschrieben, dass man „zwischen Christ und Anarchist eine vollkommene Gleichung aufstellen“ darf: „Ihr Zweck, ihr Instinkt geht nur auf Zerstörung“. Und so könnte die Öffnung der katholischen Kirche zum Marxismus und damit die Beschreitung eines Weges, den die evangelische Kirche und ihre Funktionsträger schon lange gehen – nämlich die Allianz mit dem Kommunismus und der offene Volks- und Vaterlandsverrat – die Zahl der Kirchenaustritte erneut erhöhen und somit den Untergang der Kirche als Institution beschleunigen.

1 Kommentar

  • Papst Franziskus ist der erste nichteuropäische Papst und hat vor seiner Amtszeit in den Armenvierteln Argentiniens gearbeitet, der hat überhaupt keinen Bezug zu dem, was Europa und Deutschland wirklich ausmacht!
    Mal von dem Welterlösungswahn, der Kirche an sich, abgesehen..

    Mikesch 20.01.2024