Wanderung der NRJ Westsachsen im Erzgebirge

Am vergangenen Freitag, dem 18. Oktober, führte die NRJ aus dem Erzgebirge ihre erste gemeinsame Wanderung durch, getreu dem Motto: So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist bei freier Bewegung, in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern! (Friedrich Nietzsche).

Um 15 Uhr startete die Nationalrevolutionäre Jugend in Aue-Bad Schlema (Zelle) ihre Wanderung zum König-Albert-Turm. Der Weg führte dabei durch den wunderschönen Gottes Wald, der zwischen Aue, Lößnitz und Oberpfannenstiel liegt, entlang des Fallbaches, dessen Lage seit 1997 zum Naturschutzgebiet Kuttenbach gehört. Am Bach entlang kamen sie am Reichenbach-Stollen, auch „Kuttenzelle“ genannt, vorbei, der zum Grubenrevier der Bergstadt Lößnitz gehört und in dem seit dem Jahre 1382 Bergbau betrieben wurde. Gebaut wurde hauptsächlich auf Silber, Kupfer, Arsen und Blei. Ab 1500 begann der Vortrieb zahlreicher Stollenanlagen von den Talgründen des Kutten- und Fallbaches aus. Bis zum heutigen Tag konnten durch Nachforschungen 56 Stollenanlagen auf einer Fläche von etwa fünf Hektar lokalisiert werden. Ab 1720 setzte eine Neubelebung des Silber- und Arsenbergbaues in acht Einzelgruben ein. Eine dieser Zechen ist der so genannte Reichenbach-Stollen, im Volksmund als „Kuttenzeche“ bekannt. Besonders der hohe Arsenerzanteil sicherte der Grube bis Oktober 1907 ein bescheidenes Auskommen. Der gesamte Pfad war aufgrund der zahlreichen Regentage umsäumt von prächtigen Pilzen. Nach etwa 10 Kilometern kam unsere Jugendwandergruppe dann ans Ziel, dem König-Albert-Turm, der auf dem 727 Meter hohen Spiegelwald-Berg steht und bis zu seiner Aussichtsplattform 31,5 Meter misst und eine überwältigende, sowie, dank des schönen Wetters, beeindruckende Sicht auf die wunderschöne Natur des schönen Erzgebirges bietet. Nach dem Aufenthalt ging es denn die 180 Stufen wieder runter. Gleich neben dem König-Albert-Turm liegt die Spiegelwaldbaude-Gaststätte, in der sich unsere jungen Wanderer durch die dortige regionale Küche probierten. Frisch gestärkt ging es sodann wieder zurück, und, um die eigenen Fähigkeiten zu testen, wurde auch gleich ein 1.000-Meter-Lauf durch die Dunkelheit des Gottes Waldes durchgeführt. Nach 10 Kilometern kam die Wandergruppe denn letztendlich, mit vielen Erfahrungen und Eindrücken reicher, zum Startpunkt, wo die Wanderung dann endete.

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