Ostbayern: Vortrag „Burschenschaft – Geschichte, Auftrag, Zukunft“

Home/AG Feder & Schwert, Stützpunkt München/Oberbayern, Stützpunkt Ostbayern/Ostbayern: Vortrag „Burschenschaft – Geschichte, Auftrag, Zukunft“

Deutsche Universitäten gelten heute als Hochburgen linksextremer und antideutscher Kreise. Doch es gibt auch Studenten, die treu zum Vaterland stehen. Viele von ihnen sind in den Burschenschaften organisiert. Eine Institution, die über eine lange Geschichte und Tradition verfügt. Die Stützpunkte München / Oberbayern und Ostbayern wollten mehr über die Studentenverbindungen erfahren und haben daher einen Burschenschafter zu einem Vortrag eingeladen. Was ist eine Mensur? Was unterscheidet Burschenschaften von anderen Studentenverbindungen? Was hat es mit dem „Couleur“ auf sich? Dieses und vieles andere mehr konnten die Nationalrevolutionäre erfahren. Willst auch du bei der nächsten Vortragsveranstaltung dabei sein? Dann tritt mit uns in Kontakt!

 

Die Geschichte der Burschenschaften

Studentenverbindungen gibt es, seit es Universitäten gibt. Als zum Ende des 11. Jahrhunderts in Bologna die erste europäische Universität ihre Tore öffnete, organisierten sich die Studenten in den „Nationes“. Hier waren die Studenten verbindlich nach ihrer Nationalität geordnet.

In Deutschland gab es zunächst Corps und Landsmannschaften. Weil die Landsmannschaften stark zersplittert und streng hierarchisch gegliedert waren und die Corps eher weltbürgerlich ausgerichtet waren, entstand im Zuge der anti-napoleonischen Freiheitskämpfe die Urburschenschaft. Ein Konzept, das von Männern wie Friedrich Ludwig Jahn und Karl Friedrich Friesen maßgeblich mit beeinflusst wurde. Die Aufgaben der Urburschenschaft lagen in der Stärkung des deutschen Sinnes sowie der Vorbereitung der deutschen Befreiung und Einigung. Für die Urburschenschaft hatten sich die Jenaer Landsmannschaften aufgelöst, so die Landsmannschaften Thuringia, Vandalia, Franconia, Saxonia und Curonia. In Zeiten deutscher Zersplitterung und Kleinstaaterei traf die Burschenschaft jedoch auf erheblichen Gegenwind.

Als der Burschenschafter Karl Ludwig Sand am 23. März 1819 in Mannheim den Feind der deutschen Nationalbewegung August von Kotzebue ermordete, nutzten die kleinstaatlich-gesinnten Autoritäten die Gelegenheit, um im böhmischen Karlsbad die Burschenschaften zu verbieten. Das sollte die Burschenschaften jedoch nicht aufhalten. In der Folge organisierten sich Studenten in diversen Tarnorganisationen, um ihre Tätigkeit fortzuführen. Das Wiedererstarken der Burschenschaften zeigte sich beispielsweise beim Hambacher Fest, als etwa 30 000 Studenten sich sich trafen, um Freiheit und Einheit Deutschlands zu fordern. An der Märzrevolution von 1848 waren Burschenschaftler in tragender Rolle beteiligt und mit Heinrich von Gagern stellten sie dann auch in der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche den ersten Präsidenten.

Mit der Errichtung des Zweiten Deutschen Reiches 1871 begann für die Burschenschaften einerseits eine Glanzzeit, die der Institution aber andererseits ihren revolutionären Charakter raubte. Es wurde Mode Mitglied einer Burschenschaft zu sein, „Hurra-Patriotismus“ war in der Kaiserzeit angesagt. Eine neue Spaltung entstand im Bezug auf die politische Ausrichtung der Burschenschaften. Dachverbände der Burschenschaften waren einerseits die „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“ und andererseits die „Deutsche Burschenschaft“. Im Ersten Weltkrieg waren es grade Studenten, die in vorderster Linie an die Front gingen. Unvergessen bleibt die Schlacht von Langemarck im November 1914, als junge Regimenter unter dem Gesang „Deutschland, Deutschland über alles“ gegen die feindlichen Reihen anstürmten und sie unter Aufopferung eines unfassbaren Blutzolls überrannten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs mussten deutsche Burschenschaften aus den nun unter fremder Verwaltung stehenden Gebieten entweder ihre Aktivitäten einstellen oder ihren Standort verlagern. Das betraf beispielsweise die deutschen Studenten aus Straßburg oder Czernowitz. Ehemalige Verbindungen aus dem österreichischen Kaiserreich wurden im Deutschen Bund aufgenommen. 1920 fasste die DB den Beschluss, dass von nun an keine Juden mehr aufgenommen werden dürfen.

Im Nationalsozialismus wurden die Burschenschaften 1936 aufgelöst und in Kameradschaften überführt. Der Hintergrund war vor allem die berühmt-berüchtigte „Burschenherrlichkeit“ die sich oftmals in exzessivem Alkoholkonsum und einem ausschweifenden Lebensstil widerspiegelt. Im neuen Deutschland sollten Sport, Manneszucht und eine deutsche Erziehung an vorderster Stelle stehen. Dennoch konnten die Burschenschafter, die in den Kameradschaften organisiert waren, an einem Tag in der Woche ihre alten Couleur wieder hervorholen. Andere Burschenschaften waren im Geheimen tätig oder wurden inaktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Burschenschaften in der DDR als Ausdruck des verhassten „preußischen Militarismus“ verboten. Die westlichen Besatzungsmächte verboten Organisationen, so auch Studentenverbindungen, zunächst. Ab 1950 konnten die Burschenschaften jedoch erneut aus der Taufe gehoben werden. Mit dem Aufkommen der „Frankfurter Schule“ verloren die Burschenschaften jedoch an Popularität. Im Lauf der Jahrzehnte nahm die Zahl der Studenten, die sich in den Verbindungen organisierte, kontinuierlich ab. Eine weitere Spaltung, die Abspaltung der „Neuen Deutschen Burschenschaft“, vertiefte die burschenschaftliche Krise weiter. Die „Neue DB“ wollte vor allem den „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“ nicht mehr mittragen und stand für eine Öffnung für ausländische Studenten. Die „Neue DB“´konnte sich jedoch nicht durchsetzen und bis zur Gegenwart bleiben die deutsch-gesinnten Kreise unter den Burschenschaften stärkste Kraft. Etwa seit der sogenannten „Corona-Pandemie“ befinden sich die Burschenschaften wieder im Aufwind und können sich über vermehrten Nachwuchs freuen.

 

Was machen Burschenschaften?

Die Burschenschaften können also auf eine lange Tradition zurückblicken. Hier wirken die Burschenschaften traditionsbewusst, und wer einmal an einer Veranstaltung einer solchen Studentenvereinigungen teilgenommen hat, der weiß, wie hier über Generationen hinweg Bräuche, Liedgut und Rituale fortgetragen werden. In diesem Sinne führen auch die Burschenschaften einen Kulturkampf. Dennoch sind die Burschenschaften eben kein reiner Traditionsverein. Die jungen Mitglieder der Burschenschaften, die sogenannte Aktivitas oder die sogenannten Aktivitates ringen um einen dezidiert politischen Kurs und viele Burschenschaftler sind in rechten oder nationalistischen Organisationen aktiv. Burschenschaften vermitteln ihren Jungmitgliedern daher auch Werte und ein politisches Bewusstsein.

Besonderheiten der Burschenschaften ist beispielsweise das sogenannten „Couleur“. Es sind die Farben einer Burschenschaft, die auf Mütze und Band getragen werden. Es ist eines der markantesten Erkennungszeichen von Burschenschaftern. Nicht jede Burschenschaft trägt jedoch ihre Farben. Weiterhin sind Burschenschaften für die Mensuren bekannt. Dabei handelt es sich um streng reglementierte Fechtduelle, die eine Wissenschaft für sich darstellen. Burschenschafter duellieren sich hier mit einem Schläger. Der „Schmiss“, also die Narbe einer Mensur-Verletzung ist ein typisches Indiz, das man einen Burschenschafter vor sich stehen hat. Otto Skorzeny, als SS-Obersturmbannführer durch die Befreiung Mussolinis bekannt geworden, war beispielsweise Bursche in der „Markomannia Wien“ und wurde aufgrund seiner Narben von den Alliierten „Scarface“ (Narbengesicht) genannt.

Grade für viele junge Nationalrevolutionäre bot der Vortrag eine gute Gelegenheit, sich einmal mit einem völlig neuen Thema zu befassen. „Der III. Weg“ führt nicht allein den politischen Kampf, sondern wirkt auch im kulturellen Bereich und im Kampf um die Gemeinschaft. Als nationalrevolutionäre Bewegung ist es wichtig, Inhalte zu vermitteln und gleichzeitig vernetzend zu wirken. Wenn auch du bei der nächsten Veranstaltung dabei sein möchtest, nimm Kontakt auf und werde aktiv!

Fürs Vaterland? Bereit!
Fürs Volk? Bereit!
Für die Heimat? Bereit!