Generationen-Gerechtigkeit: Fratzscher empfiehlt Pflichtjahr für Rentner

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Marcel Fratzscher, Chefökonom des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat die Einführung eines verpflichtenden sozialen Jahres für Rentner vorgeschlagen. Rentner sollten beispielsweise im Sozialbereich oder im zivilen Bereich der Verteidigung eingesetzt werden. Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalter hingegen lehnt Fratzscher ab. Hintergrund des Vorschlags ist das krasse demografische Ungleichgewicht zwischen Jungen und Alten. Migration in die Sozialsysteme ist ein wichtiger Faktor für die wachsende Beitragslast auf den Schultern der Arbeiter. Gleichzeitig können Abschiebungen von Ausländern allein die Folgen des Geburtenschwunds nicht auffangen. Zum Schutz der Familien vor Umverteilung von Jung zu Alt unterstützt auch „Der III. Weg“ Maßnahmen für mehr Generationen-Gerechtigkeit.

 

Junge tragen Folgen von Lebensentscheidungen der Boomer-Generation

2016 erklärte Marcel Fratzscher Deutschland, dass sogenannte „Flüchtlinge“ die Renten der Babyboomer zahlen würden. Nun dämmert dem prominenten Ökonomen offenbar, dass diese Rechnung nicht so ganz aufgeht. Heute spricht Fratzscher davon, dass Rentner zu einem verpflichtenden Dienstjahr herangezogen werden sollten. Häme ist dennoch Fehl am Platz, denn im Gegensatz zu Fratzschers weltfremder Asyl-Prognose ist seine Analyse der demografischen Lage fundiert und richtig. Viele Deutsche der sogenannten „Boomer-Generation“ haben sich in ihrem Leben bewusst gegen Kinder entschieden. Sie profitierten von einer günstigen Situation, in der sie für verhältnismäßig wenige Rentner und zugleich für wenige Kinder aufkommen mussten. Sie konnten daher einen verhältnismäßig hohen Anteil ihres Einkommens für sich behalten. Bereits heute werden hingegen junge Menschen mit exorbitant hohen Sozialabgaben konfrontiert. Diese werden in den kommenden Jahren, wenn die zahlenmäßig starken Babyboomer-Jahrgänge in Rente gehen, noch einmal in unvorstellbare Höhen steigen.

Das ist problematisch: Wenn immer weniger Geld vom Arbeitseinkommen übrig bleibt, wird die Finanzierung einer Familie immer schwieriger. „Boomer“, denen ein Porsche wichtiger war als ein Kind, tragen also doppelt zum Volkstod bei. Einerseits, weil sie dem Vaterland den Nachwuchs verwehrt haben, andererseits, weil sie der jungen Generation zur Last fallen. Also frägt Marcel Fratzscher: „Wieso sollten ausschließlich die Jungen für diese Lebensentscheidungen der Babyboomer geradestehen?“ Eigentlich ist das Problem allen bekannt. Doch von den herrschenden Christdemokraten wird Fratzscher als „Geisterfahrer“ bezeichnet. Als gute Demokraten haben sie ein Kalkül: Rentner stellen eine zentrale Wählergruppe dar. Sie sind der Jugend nicht nur zahlenmäßig überlegen, sie sind oftmals auch noch politisch aktiver. Im Zweifelsfall hat die Wählermasse Vorrang vor der Zukunft des Landes. So fährt die Bundesregierung daher unser Land weiter mit Vollgas gegen die Wand. Geplant ist die Festschreibung des Rentenniveaus auf 48 Prozent. Die Mütterrente, für die einzelne Mutter nur ein „Zuckerstückchen“, soll gar noch ausgeweitet werden.

Fratzscher setzt dem vernünftige Vorschläge entgegen. Viele Rentner sind beim Renteneintritt noch sehr leistungsfähig. Ihre Kompetenzen im sozialen Dienst, aber auch ihre mitunter militärischen Erfahrungen werden gebraucht. Daher sollten Rentner hier verpflichtend eingezogen werden. Außerdem spricht er sich für die Einführung eines „Boomer-Soli“ auf hohe Alterseinkünfte aus, um damit niedrige Renten zu finanzieren. Im Gegensatz zu CDU-Politikern wie Pascal Reddig und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Fratzscher jedoch nicht pauschal das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre erhöhen. Ihm sind gesundheitliche Risiken durchaus bewusst. Die Vorschläge Fratzschers sind daher weitaus weniger radikal, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Generell ist Fratzscher ein Ökonom, der soziale Gerechtigkeit im Blick hat. Im vergangenen Jahr sprach er sich beispielsweise für die längst überfällige Erhöhung des Mindestlohns aus.

 

Unseren Kindern eine bessere Zukunft!

„Der III. Weg“ setzt sich in seinem Programm unter Punkt 3 für mehr deutsche Kinder ein. Neben der geistigen Revolution, dem Willen zum Kinderreichtum, braucht es dafür auch gute materielle Voraussetzungen. Dafür müssen deutsche Eltern auch möglichst viel von ihrem Arbeitslohn behalten dürfen. Das gegenwärtige System der Umverteilung kann so nicht weiterlaufen. Wir haben derzeit eine massive Umverteilung zugunsten von ausländischen Sozialleistungsempfängern. Diese muss unverzüglich mittels der Ausgliederung der Volksfremden aus dem deutschen Sozialsystem beendet werden. Unser Geld gehört unseren Landsleuten und niemandem sonst! Aber wir haben eben auch eine Umverteilung von Jung zu Alt. Wir sehen „Boomer“ mit 60 Jahren in Rente gehen, alleine in großen Häusern wohnen und quer durch die Welt reisen. Als Kinder des Liberalismus haben sie fest verinnerlicht, an sich selbst zu denken und sich nicht als Teil einer völkischen Gemeinschaft zu sehen. Es ist ein Fakt, dass Menschen ab einem gewissen Alter an geistiger Flexibilität verlieren und daher nicht mehr zu grundlegendem Umdenken in der Lage sind. An vor langer Zeit festgelegten Paradigmen wird dann festgehalten. Das muss nicht grundsätzlich verkehrt sein, ist es aber dann, wenn diese falsche Grundsätze dieses Systems sind. Der „Generationenvertrag“ hat scheinbar funktioniert, als die „Boomer“ jung waren. Er funktioniert heute nicht mehr, wie wir bereits in diesem Beitrag geschildert haben.

Maßnahmen wie mehr Prävention und Förderung gesunder Lebensweisen können in der Zukunft hilfreich sein. Das Problem, das jetzt da ist, beheben sie aber nicht. Größere Zahlen an deutschen Kindern und damit an künftigen Beitragszahlern helfen erst langfristig. Es braucht also Akutmaßnahmen, die sozialverträglich sind, aber dem Problem gerecht werden. Boomer-Soli und Pflichtjahr für Senioren sind daher auch für unsere nationalrevolutionäre Bewegung unterstützenswerte Ansätze. Ebenso müssen alle schaffenden Deutschen bzw. alle Berufsgruppen in einer einheitlichen Sozialversicherung zusammengefasst werden, um für die Pflege, Krankenvorsorge und Rente auch diejenigen in die Pflicht zu nehmen, die sich bisher durch Privatversicherungen aus der Solidargemeinschaft herausnehmen konnten. Soziale Gerechtigkeit im Sinne unseres Parteiprogramms muss für alle Deutschen gelten! Der Deutsche Sozialismus will eine Gemeinschaftsordnung für unser Volk, in welcher der Maxime „vom ICH zum WIR“ wieder Geltung verschafft wird!