
Starlink: Unverantwortliches Geschäftsmodell im Weltall
Das Satellitennetzwerk Starlink von Elons Musks Firma SpaceX ist revolutionär. Es dient der Bereitstellung von Internetzugängen, insbesondere in Gebieten, die bislang kaum erreichbar waren. Eine größere Bekanntheit erlangte es auch durch den Ukraine-Krieg, wo es von den ukrainischen Streitkräften zur Steuerung von Drohnen genutzt wird. Dafür hat SpaceX eine gigantische Anzahl von Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen. Von den aktuell 13.000 aktiven Satelliten gehören rund 9000 dem Konzern. Bald sollen es noch viel mehr werden. SpaceX plant in den nächsten Jahren die Anzahl seiner Satelliten auf 42.000 aufzustocken. Und Musk ist nicht der einzige, der auf Satelliten-Netzwerke baut. Amazon-Gründer Jeff Bezos will ein Meganetzwerk aufbauen, ebenso China und das europäische Unternehmen Eutelsat OneWeb. Schätzungen der europäischen Raumfahrtagentur ESA gehen dahin, dass schon bald 100.000 aktive Satelliten um die Erde kreisen könnten.
Doch diese Entwicklung hat Schattenseiten. Während frühere Satelliten mehrere Jahrzehnte im Orbit kreisten, hat die neuere Generation nur noch eine kurze Lebensdauer. Schon nach etwa fünf Jahren ist das Ende ihrer aktiven Zeitspanne erreicht. Danach werden die Satelliten zum Absturz gebracht. Man könnte meinen, dass die Satelliten dann einfach in der Erdoberfläche verglühen. Doch so einfach ist es nicht. Denn das Material, das beim Verglühen entsteht, breitet sich in der sogenannten Mesosphäre in etwa 75 Kilometern Höhe aus. Welche Folgen hat die Bombardierung der Mesosphäre für unsere Umwelt? Das ist bislang einfach nicht erforscht und gleicht daher einem Experiment. Ein Experiment mit schwer abschätzbaren Folgen für Mensch, Tier und Pflanze.
Es geht dabei um über 10.000 Tonnen Weltraumschrott, die in der Erdatmosphäre verdampfen. Das hört sich, verglichen mit dem, was Tag für Tag an der Erdoberfläche an Emissionen freigesetzt werden, wenig an. Doch Forscher sind alarmiert. So sagt etwa Gerd Baumgarten vom Leibnitz-Institut für Atmosphärenphysik: „Wenn ich eine Tonne in 75 Kilometer Höhe verglühe, dann ist das so schlimm, als ob ich 100.000 Tonnen am Erdboden freisetze.“ Der Geophysiker Karl-Heinz Glaßmeier erklärt im Interview mit der „Zeit“, warum die Satelliten nicht einfach in weiter entferntere Höhen geschossen werden: „Dafür wäre leider enorm viel Treibstoff nötig. Man kämpft immer gegen die Gravitationskraft der Erde an, wenn man die Flughöhe vergrößern will. Raus ins All, das ist nicht praktikabel.“
So erklärt er, wie der Mensch die Atmosphäre in eine Müllhalde verwandelt. Die mikrometerkleinen Teilchen würden sich über den Polen anreichern und dort eine lange Zeit verbleiben. Über die Folgen kann nur spekuliert werden, doch ein Szenario erscheint realistisch. So bestehen die Satelliten überwiegend aus Leichtbaumetallen wie Aluminium. Das ist sehr reaktionsfreudig und bildet Chlor. Chlor wiederum kann Ozon zerstören. So kann ein einziges Chlor-Molekül 100.000 Ozon-Moleküle zerstören. Die Befürchtung: Durch die Satelliten könnte ein neues Ozon-Loch entstehen. Die ESA versucht nun, Licht in das Dunkel zu bringen. Dafür soll 2027 das Projekt Draco gestartet werden. Es handelt sich dabei um einen Satelliten, der sofort verglühen und dann mit Kameras und Messgeräten aufzeichnen soll, was passiert.
Als volkstreue Grüne steht unsere nationalrevolutionäre Bewegung von DER III.WEG für einen bewussten Umgang mit unserer Umwelt und Erde. In Punkt 5 unseres Parteiprogramms bekennen wir uns zu einer ökologischen Revolution, die der verantwortungslosen Verschmutzung unserer Umwelt, wozu auch die für chemische Veränderungen sensible Atmosphäre unseres Planeten gehört, den Kampf ansagt. Superreichen wie Musk oder Bezos muss das Handwerk gelegt werden, bevor nicht nur die Erdoberfläche, sondern auch der Erdorbit vollständig mit künstlichen Satelliten vermüllt ist. Bereits jetzt schon stört die Masse an Satelliten im erdnahen Orbit die Weltraumforschung und Astronomie fundamental. Dazu kommt der Eingriff in die chemische Zusammensetzung unserer Atmopshäre durch verglühte Wrackteile abstürzender Satelliten. Es dürfen sich nicht weiter einige wenige Reiche bereichern auf Kosten unseres Planeten, der uns Menschen nur durch einen seltenen Zufall lebensfreundliche Bedingungen inmitten der kaum vorstellbaren Weiten des lebensfeindlichen Weltalls bot. Wenn die egoistische, gierige Mentalität des Kapitalismus diesen für uns einmaligen Zustand, in dem Leben entstehen und gedeihen kann, einmal zerstören sollte, werden sich die Schäden nicht rückgängig machen lassen.














…und auch bei so einer Aktion entsteht schon Weltraumschrott.
Vielleicht muss man noch dazu sagen, dass die ESA auch die sind, die hilft, die Satelliten nach oben zu bringen, wie vor ein paar Wochen für Herrn Bezos.