
Im Schauspielhaus Bochum wurde die Premiere des Theaterstücks „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ aufgeführt. Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei dem Stück um ein bolschewistisches Machwerk, bei dem es darum geht, dass eine Familie seit vielen Jahren „Faschisten“ tötet und dabei die gesellschaftliche Frage gestellt wird, ob es gerechtfertigt ist, Gewalt gegen „Gegner der Demokratie“ anzuwenden. Das Stück wurde auch als Reaktion auf das Erstarken „rechter“ Bewegungen geschrieben mit dem offensichtlichen Ziel, Gewaltanwendung gegen volkstreue Bürger zu banalisieren.
Am Ende gibt es dort einen etwa zehnminütigen Monolog eines „Faschisten“. In der Rede der Figur geht es unter anderem um „Fremdenhass“ und „Schwulenhass“ und soll alle Klischees „rechter Parolen“ abdecken. Doch so einige vom fanatischen Antifaschismus indoktrinierten Zuschauer konnten wohl Realität und Fiktion bei diesem bewusst provokanten Theaterstück nicht auseinanderhalten und störten die Aufführung mit Buhrufen und Beleidigungen. Die Stimmung heizte sich immer mehr auf, bis zwei Männer sogar die Bühne stürmten und gegen den Schauspieler handgreiflich wurden. Verletzt wurde aber niemand und auch die Polizei wurde nicht eingeschaltet. Vielleicht hat man also doch zu viel Verständnis für Gewalt gegen vermeintliche „Demokratiegegner“?
Das Theaterstück kommt ursprünglich aus Portugal und wurde bereits in verschiedenen Ländern aufgeführt, wobei es immer wieder zu heftigen Reaktionen kam. Das Stürmen der Bühne hatte aber nun in Bochum seine Premiere.
Hier lässt sich also die antifaschistische Einstellung wieder einmal sehr gut darstellen. Dass es in dem Stück darum geht, dass „Faschisten“ getötet werden, ist für das Publikum offensichtlich nicht besonders provokativ, wenn einer dieser „Faschisten“ jedoch zu Wort kommt, selbst in einer gespielten Szene, dann aber schon. Die Frage, ob Gewalt gegen den politischen Gegner gerechtfertigt ist, beantworten die Antifaschisten damit bereits von selbst. Es zeigt sich: Antifaschismus ist keine Meinung, sondern offensichtlich eine Geisteskrankheit; und gegen zu irrationalen Gewaltausbrüchen neigenden Antifaschisten sollte man als rationaler Vernunftsmensch entsprechende Vorkehrungen treffen, solange dieses Problem nicht von staatlicher Seite aus gelöst wird.













