Schwalm-Eder: Geburtsstation in Ziegenhain macht vorzeitig dicht

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In Ziegenhain im Schwalm-Eder-Kreis wird ab 12. Oktober 2026 kein Kind mehr das Licht der Welt erblicken, jedenfalls nicht in der dort ansässigen Geburtsklinik. Denn diese schließt noch früher als geplant, ursprünglich war eine Schließung zum Jahresende vorgesehen. Als Grund nannte der private Betreiber eklatanten Personalmangel: Nach Bekanntwerden der Schließungspläne im Juli kündigten bereits etliche Hebammen und Ärzte, sodass eine risikofreie und durchgängige Versorgung nicht mehr gewährleistet werden konnte. Die Schließung hinterlässt im Schwalm-Eder-Kreis ein medizinisches und strukturelles Vakuum, das weit über betriebswirtschaftliche Kalkulationen hinausreicht.

In Hessen wurde in den zurückliegenden Jahren in weit über 10 Geburtshilfestationen von Kliniken das Licht ausgeknipst. Das pauschale Abrechnungssystem für Krankenhäuser, das eine möglichst hohe Anzahl von Geburten erfordert, um die Stationen gewinnbringend zu betreiben, sind einer der Gründe. Den Preis zahlen wie immer die Kleinen. Werdende Mütter müssen nun deutlich weitere Wege in ein Krankenhaus zurücklegen. Nach Kassel etwa, nach Fritzlar, Marburg oder Bad Hersfeld. Das wird Fahrtzeiten von 30 – 45 Minuten bedeuten, aber nur, wenn die Straßen frei von Staus sind und das Elektroauto nicht am Ladekabel hängt.

Eine kinderfreundliche Politik fängt bei bzw. schon vor der Geburt der Kinder an. Eine hohe medizinische Betreuung ist genauso wichtig wie die Sicherheit auf wohnortnahe Kindergärten und Schulen. Ebenso fördert eine finanzielle Absicherung durch Ehestandsdarlehen mit dem Erlass der Rückzahlung von je 25 % je Kind den Wunsch der Gründung einer deutschen Familie mit viel Nachwuchs, der alleine wiederum den Fortbestand unserer Volkes sichert.

Unsere Partei DER III. WEG setzt sich für eine gesetzliche Versicherung zu angemessenen Preisen für Hebammen ein, da insbesondere Geburten nicht an ihrer Rentabilität gemessen werden dürfen. Deutsche Kinder braucht das Land! Zudem fordern wir die Verstaatlichung der Schlüsselbetriebe der allgemeinen Daseinsfürsorge – worunter auch Krankenhäuser fallen – um diese nicht dem stetigen Prozess der Profitmaximierung zu unterstellen. Weitere Erläuterungen findet man in unserem Parteiprogramm unter Punkt 3: Deutsche Kinder braucht das Land.

 

 

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