Schwäbische Sommersonnwendfeier

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Zur Sommersonnenwende 2015 fanden sich Aktivisten des „III. Weg“-Stützpunkt Schwaben und freie Kameraden aus verschiedenen schwäbischen Regionen zusammen, um das alte Fest der Sommersonnenwende vereint zu begehen. Nach den gemeinsamen Vorbereitungen für das abendliche Ritual, klärten zwei Kameraden die Anwesenden über den tiefen Sinn der Jahreskreisfeste auf, und erklärten, warum es in der heutigen Zeit wichtig denn je ist, alte Traditionen aufrecht zu erhalten. Anschließend blieb noch genügend Zeit für die kameradschaftliche Geselligkeit, bis sich die Sonne verabschiedete.

Wenn zur Sommersonnenwende die Sonne ihren Höhepunkt erreicht hat und wir den längsten Tag des Jahres genießen dürfen, wollen wir nach alter Sitte die kurze Nacht mit einem hellen Feuer erleuchten. Erst nach Einbruch der Dunkelheit trat aus jeder Himmelsrichtung ein Kamerad an den Feuerstoß heran, um mit den Fackeln den Holzstoß zu entzünden. Die Feuersprüche schallten zusammen mit dem hellen Feuerschein in die Dunkelheit und das Kreisritual nahm seinen Lauf.

In den lodernden Flammen des Sonnwendfeuers wächst die Empfindung der Verpflichtung das Überleben unseres Volkes feierlich zu versprechen und nicht nur von Kameradschaft zu reden, sondern sie auch zu leben. In der Glut des Feuers wächst neuer Mut, den es zu sammeln gilt, um die herrschenden Zustände anzugreifen und letztendlich zu überwinden. Die Gedanken im Fackelschein des Sonnwendfeuers waren an diesem Abend aber nicht nur bei unseren eigenen Vorvätern, sondern auch bei jenen, die zur großen Armee abberufen wurden und die im Kampf für Deutschlands Freiheit starben. Auch den unzähligen Märtyrern unserer deutschen Freiheitsbewegung wurde gedacht und ebenso an die Kameraden, welche heute im Dunkel des Systemkerkers durch Gesinnungshaft von uns getrennt leben müssen.

Zur diesjährigen Sommersonnenwende erhielten wir einen Brief von einem der beiden Göppinger Kameraden aus der Untersuchungshaft, welche auch dieses Jahr nicht direkt an der Feier teilnehmen können:

„In einigen Tagen steht wieder die Sommersonnenwende an, an der wir dieses Jahr leider erneut nicht teilnehmen können. Aber dann im nächsten Jahr vielleicht wieder…

Im Geiste aber sind wir auch und gerade an diesem Tag bei euch und Teil der Gemeinschaft. Sie haben uns zwar in ihre Kerker gesperrt und vor Gericht gezerrt, aber sie können uns nur räumlich trennen, denn das feste Band der Gemeinschaft und des Zusammenhalts überwindet ihre Mauern an jedem Tag, in jeder Stunde. Für die, die über uns richten ist es unverständlich und nicht vorstellbar, dass sich Menschen trotz aller Schikanen und Willkür nicht beugen lassen.

Und genau darin liegt der wohl deutlichste Unterschied zwischen ihnen und uns. Während wir an unsere Sache glauben und uneigennützig dafür einstehen, sind sie nur auf sich selbst und ihre persönlichen Vorteile bedacht: Sie sind die Einen, wir die Anderen. Unterschied wie Nacht und Tag.

Euch allen wünsche ich nur das Beste zur Sommersonnenwende und freue mich, euch bald wiederzusehen!“

Sonnenwende ist die Zeit der Reife. Die Saat, die gesät worden ist, will Frucht tragen. Darum lasst uns nach den Worten von Walter Flex handeln: Rein bleiben und reif werden! Rein wollen wir bleiben wie diese Flamme, die alles Schlechte verbrennt. Schauen wir in die Flammen! Aus vielen prasselnden Scheiten steigen die Zünglein und verbinden sich zu einem großen Feuer. Manches Stück feuchten Holzes ist darunter. Es will und will nicht brennen. Es qualmt und schwellt, aber es hilft alles nichts; die glühende Glut, sie erfasst es doch, und es brennt endlich doch mit reiner Flamme. So wird der Tag kommen, da auch der letzte Deutsche von der verzehrenden Flamme unserer Weltanschauung erfasst wird, und alle Flämmchen zusammenschlagen zu einer einzigen Flamme: Deutschland!

„Hebt das Herz! hebt die Hand!
Schwöret für die große Sache,
schwört den heilgen Schwur der Rache!
Schwöret auf das Vaterland!
Schwöret auf den Ruhm der Ahnen,
auf die deutsche Redlichkeit,
auf die Freiheit der Germanen,
auf das Höchste schwöret heut!“

Nach dem offiziellen Ritual war aber noch lange nicht Schluss, denn die heiße Glut des Feuerstoßes lud zum gemütlichen Beisammensein ein. Auf diese Weise gestärkt, kann man sich so voll Zuversicht auf das dritte Jahresviertel 2015 freuen.

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen!“