Gemeinschaftsausflug zur Befreiungshalle in Kelheim und einer Tropfsteinhöhle

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Am 9. Oktober unternahmen Mitglieder und Unterstützer unserer Partei „Der III.Weg", Stützpunkt München/Oberbayern einen gemeinschaftlichen Ausflug nach Niederbayern ins Altmühltal. Die Ausflugsziele waren an diesem Tag eine Tropfsteinhöhle in Essing und die Befreiungshalle in Kelheim.

Nach früh morgendlicher Ankunft in Essing begann auch gleich der Aufstieg zur Höhle. Nachdem die knapp 60 Höhenmeter zum Eingang der Höhle überwunden waren, begann die Führung.

Vor über 60.000 Jahren haben dort schon Neandertaler gelebt, wie auch in der Stein- und der Bronzezeit. Hergerichtet wurde das Schulerloch im 19. Jahrhundert von den Freimaurern, nachdem das Schulerloch (“Schuller”; altbayer. für Räuber) auch als Räuberhöhle gebdient haben soll. Die Freimaurer boten auch schon Führungen an, jedoch mit Fackeln. Dies erkennt man noch an den rußgeschwärzten Stellen an den Höhlenwänden. Der Höhle wird auch nachgesagt, dass sie als Druidenschule gedient haben soll.
Die 420 Meter lange Höhle zählt zu den längsten Höhlen im Bereich des Unteren Altmühltales. Die Höhle hat eine spiralform, was die konstant 9 Grad kühle Luft im Inneren zirkulieren lässt. So kommt das Gefühl auf, es wäre noch ein weiterer Zugang vorhanden. Der größte Raum ist 793 m² groß. Bemerkenswert sind hier einige an Wasserbecken erinnernde Tropfsteinbecken und der blumenkohlartige Tropfstein  an der Höhlendecke.

Es dauert Jahrtausende bis sich ein solches Becken formt

Die Tropfsteinformationen in der Höhle, die tausende von Jahren brauchten um ihre jetzige Größe zu erreichen, stellen mit etwas Fantasie Tiere, Fabelwesen und sogar ganze Dörfer da. Die Höhle dient wegen ihrer Akustik auch für verschiedene Veranstaltungen. Im Frühjahr 2015 wurde in der Haupthalle eine multimediale Lichtshow installiert. Von November bis März ist sie zum Schutz der darin überwinternden Fledermäuse geschlossen.

Nach beendigter Führung und dem Abstieg fuhr man geschlossen in Richtung Befreiungshalle. Dort angekommen, wurde in der Gemeinschaft gegessen. Hierfür nahmen alle etwas zu Essen mit, um dann ganz im Sinne vom "Ich zum Wir" zu teilen.

Es wurden viele leckere, selbstgemachte Speisen mitgebracht.

Der Bau der Befreiungshalle wurde 1842 von Friedrich von Gärtner in Anlehnung an antike Zentralbauideen begonnen, musste aber im Jahre 1847 mit dem Tod Gärtners kurzzeitig unterbrochen werden. Der König beauftragte Leo von Klenze mit der Weiterführung des Baues. Zur Grundsteinlegung am 19. Oktober 1842 erklang Leo von Klenze ein Chorgesang für vierstimmigen Männerchor, komponiert vom Königlich Bayerischen Hofkapellmeister Joseph Hartmann Strunz. Den Text hatte der König selbst gedichtet.

1. Heil Euch, wackre Männer, muthge Krieger, Die errungen Ihr den Heldenkranz, Heil Euch, treue Teutsche, tapfre Sieger! Ewig währet Eurer Thaten Glanz.
2. Dumpf und finster hatt es uns umgeben, Und kein Teutschland gab es damals mehr; Ihr doch schwangt aufs Neue es zum Leben, Siegreich ragt es wieder hoch und hehr!
3. Daß die Zwietracht schmählich uns gekettet, Dies vergessen werde nie und nie, Daß die Eintracht uns allein gerettet, Die der Heimath Ruhm und Sieg verlieh.
4. Durch der Zeiten weite Ferne schlinge Immer sich der Eintracht heilig Band, In des Teutschen Seele sie durchdringe, Unbesiegt bleibt dann das Vaterland.

Leo von Klenze veränderte auf Geheiß des Königs die Pläne und vollendete den Bau im Jahr 1863. Die feierliche Eröffnung fand am 18. Oktober 1863 statt, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig.

Trotz derzeitiger Renovierung steht die Befreiungshalle immer noch eindrucksvoll da.

Der mächtig wirkende Rundbau aus Kelheimer Kalksandstein ruht auf einem dreistufigen Sockel, der als achtzehneckiges Polygon ausgebildet ist. Die Außenfassade wird untergliedert von 18 Strebepfeiler, die von 18 Kolossalstatuen als Allegorien der deutschen „Volksstämme“, die an den Schlachten beteiligt waren, gekrönt werden. Diese sind: „Franken, Boehmen, Tyroler, Bayern, Oesterreicher, Preussen, Hannoveraner, Maehren, Sachsen, Schlesier, Brandenburger, Pommern, Mecklenburg, Westphalen, Hessen, Thueringer, Rheinlaender, Schwaben“ Die Höhe der Statuen beträgt jeweils 580 cm.

Die Rundhalle hat eine Höhe von 45 m und einen Durchmesser von 29 m. Das Innere der Halle ist als großer Kuppelsaal gestaltet, der durch ein Kuppelfenster im Scheitel der Kuppel erhellt wird. Die Wände werden gegliedert durch 18 Segmentbogennischen, über denen sich ein Bereich für Inschriften befindet, und eine abschließende Säulengalerie toskanischer Ordnung. Vor den Nischen, die die Namen der Schlachten der Befreiungskriege tragen, stehen jeweils zwei 3,30 m hohe Siegesgöttinnen, so dass sich insgesamt die Zahl von 34 Standbildern ergibt. Die Siegesgöttinnen reichen sich die Hände zu einem feierlichen Reigen, mit Ausnahme der beiden direkt neben dem Eingang stehenden Figuren. Letztere wurden aus weißem Tiroler Marmor gefertigt.

An den Anlass der Errichtung dieses Denkmals erinnert der in den Marmorfußboden eingelassene Sinnspruch König Ludwigs I.

Nach der Besichtigung des imposanten Bauwerks trat man auch die Heimreise an, um die neu gewonnen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

Interessierte, zu denen noch kein Kontakt besteht, können sich gerne über die Netzseite unserer Partei www.der-dritte-weg.info an uns wenden, um selbst beim nächsten Gemeinschaftstag oder an auch anderen Aktionen und Freizeitaktivitäten teilzunehmen.