
Wenn man den Sachverhalt zunächst geschildert bekommt, wäre diese Mutmaßung erstmal nicht ganz so abwegig. Als Tätergruppen für Hakenkreuzschmierereien kommen – neben den in der Bundesrepublik omnipräsenten Neonazis – jedoch natürlich auch linke Gutmenschen (siehe: Linke malen für einen Wahlspot Hakenkreuze ) oder unsere neuen Fachkräfte in Betracht (z. B.: Krawall-Asylanten schmieren Hakenkreuze und legen Feuer ). Der tatsächliche Anteil der beiden letztgenannten Tätergruppen dürfte statistisch gesehen sogar wesentlich höher liegen. Selbstredend wird jedoch alles, was nicht in das wirre Weltbild der vermeintlichen Nazistopper passt, ausgeblendet.

Was die linken Sherlocks vor ihrem Rechner jedoch trotz gutmenschlicher Umnachtung hätten merken müssen, ist, dass es sich bei dem Tatort, den Ortsteil Altschauerberg, um keinen gewöhnlichen Ort handelt. Seit Jahren ist das kleine mittelfränkische Dörfchen immer wieder in den Schlagzeilen, wohnt dort doch der YouTuber Rainer Winkler, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Drachenlord“. Seit dieser die verfeindeten „Haider“, wie er seine Kritiker liebevoll nennt, aufgerufen hatte, zu ihm zu kommen, herrscht dort regelmäßig der Ausnahmezustand.

Aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland werden „Pilgerfahrten“ zur sogenannten „Drachenschanze“ am Altschauerberg in Emskirchen veranstaltet. Abmontierte Ortsschilder, Graffiti, Böllerwürfe und anderweitige Delikte sind dabei an der Tagesordnung. Warum nun ausgerechnet Hakenkreuze und Sigrunen gesprüht wurden, kann nur spekuliert werden, allerdings dürften diese Teil des „Games“ sein. Eine plausible Erklärung könnte sein, dass der Drachenlord, der den Hatern schon mit den Worten „Meddler sind viel stärker als billige kleine Kaggnazis“ drohte, wohl weiter provoziert werden sollte. Jüngst wurde der überaus aggressive Drachenlord nämlich vom Amtsgericht Neustadt an der Aisch wegen einer Pfeffersprayattacke auf einen „Fan“ zu einer Bewährungsstrafe von 7 Monaten verurteilt. Rainer Winkler, der sich selbst als bisexuell bezeichnet, wird oft auch eine rechte Gesinnung nachgesagt, da er in einem Stream den Holocaust als „ne nice Sache“ bezeichnete. Die Äußerung dürfte jedoch eher in das übliche sinnfreie Geschwätz des verwahrlosten Frankens einzuordnen sein, der in seinen YouTube-Videos die ganze Welt neben seinen abwegigen Gedanken auch an seinen abartigen sexuellen Gelüsten und Phantasien teilhaben lässt. Das brachte ihm allerhand Spitznamen wie zum Beispiel „Ankündigungslord“, „Lustlord“ oder „Lügenlord“ ein.
Um den Vorfall abschließend aufzudecken, sollten die Hobbydetektive vom Bündnis Nazistopp sich vielleicht einmal persönlich am Altschauerberg auf Spurensuche begeben. Sie sollten dabei lediglich aufpassen, dass ihnen nicht die „Prügel rausgeschmissen“ werden und sie in die Fänge des Lustlords geraten. In die Statistik über vermeintlich „rechtsextreme Straftaten“ ist der Vorfall bereits aufgenommen worden.
Weitere Berichte in Bezug auf die abwegigen Meldungen der selbst ernannten „Nazi-Stopper“ findet der geneigte Leser hier:
Wer mehr zum Drachengame wissen will, wird unter anderem hier fündig:














Musste mehrmals kräftig schmunzeln, danke dafür.