AfD – Spenden für NS-Opfer

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Die neoliberalen und bürgerlichen Elemente innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD) werden nicht müde, ihre Distanzierung von Teilen der deutschen Geschichte und ihre Bekennung des ewigen Schuldkults zu betonen.

Dr. Anton Friesen, Mitglied des Bundestags für die AfD seit 2017, nutzte kürzlich seinen Twitteraccount für folgende Mitteilung:

„Auch in Zeiten der #Coronakrise #CoronaVirusDE sollten #NS – Opfer nicht vergessen werden! Daher habe ich an die @evzfoundation gespendet, die sich um sie kümmert und sich für #menschenrechte engagiert. #NazisRaus @mdr_th @TAOnline @freieswort @TLZnews“

 

 

 

Die Spendenadresse

Die Bezeichnung „Evzfoundation“ des „Tweets“ bezieht sich wohl auf die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Schaut man sich auf der Internetseite dieser Stiftung um, fällt einem schnell der Punkt „Handlungsfelder“ auf. Unter diesem finden sich drei Schwerpunkte:

 

1. „Auseinandersetzung mit der Geschichte“
2. „Handeln für Menschenrechte“
3. „Engagement für NS-Opfer“

 

Natürlich handelt es sich bei der Stiftung um eine „Stiftung öffentlichen Rechts“, die seit dem Jahr 2000 besteht. Bei den Themenschwerpunkten muss man leider damit rechnen, dass in den vergangenen zwanzig Jahren viele Spendengelder zusammengekommen sind. Der Schuldkult ist doch leider nach wie vor trauriger Alltag in Deutschland.

 

AfD offenkundig keine Alternative zum System

Nun hat die Stiftung auch Spendengelder von der AfD durch ihren Vertreter Dr. Anton Friesen erhalten. Ein weiterer Beweis dafür, dass mindestens Teile der AfD kein Interesse daran haben, dass das deutsche Volk sich endlich seines Büßergewands und seiner Narrenkappe entledigt. Neben der wiederholt betonten Solidarität zu Israel sehen diese Vertreter auch den Schuldkult für unumgänglich und richtig an.

 

Eine solche AfD macht nahezu wöchentlich eines deutlich – sie ist keine Alternative für die Lösung der deutschen Frage.

1 Kommentar

  • Abgesehen davon, dass die AfD mit dieser Aktion keinen Blumentopf beim Gutmenschensystem gewinnen wird, erschließt sich mir der Spendenzweck nicht. Ich habe bisher von keinem Holocaustüberlebenden gehört, der seine karge Rente mit Flaschensammeln aufbessern muss. Das könnte an meiner weitgehenden Ignoranz der Systemmedien liegen. Sollte jemand von derartigen bedauerlichen Schicksalen wissen (nicht zu verwechseln mit den …zigtausenden deutschen Rentnern, denen es so geht), der möge sich umgehend bei seinem AfD-Funktionär melden. Wenn man helfen kann…

    Jörg 28.04.2020
  • „Auseinandersetzung mit der Geschichte“ – Ich wünsch mir, daß wir das eines Tages straffrei dürfen: Sich offen und zensurfrei, ohne Angst vor Strafe und Verfolgung der Geschichte zu stellen. Ich vermute allerdings, daß ich das nicht mehr erleben werde, trotz meiner erst einunddreissig Jahren.

    Thomas G. 27.04.2020