Kurzvideo zum „Ausbruch 60“ in Budapest

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Der Marsch findet jährlich zum Gedenken an die heldenhaften Leistungen ungarischer und deutscher Soldaten im Februar 1945 statt. Die Schlacht um Budapest war mit insgesamt 102 Kampftagen die längste europäische Städteschlacht des Zweiten Weltkrieges. Etwa 127.000 Soldaten der Achsenmächte bestehend aus Deutschen und Ungarn, sowie Freiwilligen anderer Länder, standen zu Beginn der Schlacht im Oktober 1944 über einer halben Million sowjetischer Soldaten gegenüber. In den Reihen der Sowjets kämpften auch viele Rumänen, welche im August 1944 Verrat an ihren Deutschen Waffenbrüdern begingen und auf die Seite der Bolschewisten wechselten. Bei einer Unterzahl von 1:4 zu Beginn der Schlacht kämpften die Verteidiger der ungarischen Hauptstadt verbissen um jeden Meter Boden. Die anstürmende rote Soldateska wurde lange aufgehalten und musste einen gewaltigen Blutzoll entrichten.

Nachdem der Belagerungsring um Budapest Weihnachten 1944 von der Roten Armee geschlossen wurde, erwehrten sich die Verteidiger der geschichtsträchtigen Donaumetropole heldenhaft weiterhin der vielfachen Überzahl ihrer Gegner. Nach schweren Kämpfen hielten ungarische und deutsche Soldaten zuletzt lediglich den Burgberg. Die Lage war jedoch aussichtslos: Kaum Munition, noch weniger Verpflegung und kein Verbandsmaterial. Unter diesen Voraussetzungen entschieden sich die Militärführer vor Ort für einen Ausbruch aus dem Kessel. Eine Kapitulation vor der roten Soldateska kam sowieso dem Tod gleich. Am 11. Februar 1945 stürmten die Verteidiger schließlich unter hohen Verlusten gegen die russischen Linien an und erzwangen den Ausbruch. Von ca. 45.000 bis 50.000 Männern und Frauen erreichten lediglich ca. 700 die eigenen Linien. Die Route des von der „Aktionsgruppe Börzsöny“ veranstalteten Gedenkenmarsches orientiert sich grob an der Hauptstoßrichtung der Ausbrecher vom Februar 1945.

In der Dunkelheit der trockenen Nacht flackerten am Wegesrand immer wieder Lichter auf. Beim Näherkommen wurde der Kerzenschein stärker und man erblickte so manches Kreuz und Denkmal für im Februar 1945 gefallene Soldaten. Während der vielen Stunden des Laufens gingen die Gedanken oft zurück an die tapferen Männer, welche hier für die Freiheit Europas und ihr eigenes Überleben stritten. Der Gesamteindruck, mit der immensen körperlichen Belastung, den zahlreichen Grabstätten am Wegesrand und den mit viel Liebe zum Detail hergerichteten Kontrollpunkten, machte die Wandertour zu einem besonders innigen Gedenkmarsch. Wohl kein Teilnehmer konnte sich der andächtigen und ehrfurchtsvollen Atmosphäre entziehen, die hier von jedem Mitmarschierenden Besitz ergriff.

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