„Tag der Ehre“ in Budapest: 70. Jahrestag von staatlicher Repression geprägt

Auf Einladung der Organisatoren der Gedenkveranstaltung „ Tag der Ehre“ in Budapest machten sich Mitglieder der Partei „Der III. Weg“ auf, um an dieser zum 70. Jahrestag des Ausbruchs aus dem Kessel von Budapest, dem Stalingrad an der Donau, teilzunehmen. Doch wie groß war das Erstaunen aller Nationalisten aus Deutschland, Niederlande, Kroatien, Polen, Spanien, Schweden, Schottland und der Schweiz, daß ausgerechnet die sogenannte rechtspopulistische Partei Fidesz unter Präsident Viktor Orban, den gleichen Weg wie das Merkelsystem in der BRD einschlägt.

Auch die national konservative ungarischen Regierung unterdrückt die Meinungsfreiheit und hebelt das Demonstrationsrecht aus. Zeitgleich waren in ganz Ungarn zwanzig nationale Gedenkveranstaltungen vom Regierungssystem verboten worden. Durch das altmodische Aussehen der Polizisten und der Polizeitechnik aus den 1990er Jahren war uns schnell klar, daß das ungarische Polizeisystem noch viel Platz und Entwicklungsmöglichkeiten hat, um zu einen gleichen Polizeistaat wie in der BRD heran zu wachsen.

Nach dem Verbot des Heldengedenkens in Budapest war eine Ausweichmöglichkeit schnell gefunden. Zwei Busse, welche von den ungarischen Kameraden organisiert wurden, ging es unter den Augen der anwesenden Polizei ins ca. 120 km entfernte Deg. Vertreter vom „ III. Weg“ unterstützen die Organisatoren bei der Ausgestaltung der Feierstunde und hielten auch verschiedene Beiträge zum Heldengedenken am Denkmal des 1. Panzerkorps. Nach Absprache mit den anwesenden Gruppierungen aus den oben genannten Ländern konnte mit der Feierlichkeit begonnen werden.

Der „III. Weg“-Parteivorsitzende Klaus Armstroff erläuterte die Geschehnisse von damals allen Anwesenden mit Hilfe zweier Übersetzer in ungarische und englische Sprache. Im Zuge der letzten deutschen Großoffensive [Frühlingserwachen] kam es im Frühjahr 1945 zu schweren beiderseitig verlustreichen Kämpfen im Raum Deg. Im Schloß Festetich in Deg befand sich das Lazarett des 1. SS Panzerkorps. Im Schloßpark wurden die vielen Toten beigesetzt, diese Gräber wurden nach dem Krieg eingeebnet. Das Wissen über die Grabstellen behielt der Direktor des im Schloß untergebrachten Kinderheimes. Bei einem Besuch durch deutsche Touristen zeigte er den Standort der Gräber durch Aufstellen von Gartenstühlen. Im Jahr 1991 kam es auf Initiative des Ortsbürgermeisters unter Zusammenarbeit mit dem Kameradschaftsverband der ehemaligen Soldaten des 1. Panzerkorps und unter Mitwirkung der Honved- Armee zur Errichtung des Denkmales. Weiterhin kam zum Ausdruck, daß die Generationen, die aktiv oder als Kind den Krieg erlebt hatten, ein äußerst positives Bild von den deutschen Soldaten bewahrt hatten. Ungarische Zivilisten pflegten selbstlos und treu über 40 Jahre lang Feld- und Einzelgräber. Erst bei der jüngsten Generation fängt ein Vergessen der Kriegsereignisse durch gezielte Desinformation seitens der Medien an. Nach den Kranzniederlegungen und der traditionellen Schweigeminute wurden noch zwei deutsche Gedichte von Kameraden vorgetragen. Das Heldengedenken wurde würdevoll und diszipliniert durchgeführt und drückte dadurch die Achtung und die Ehre vor den Kampfeswillen und Opfermut der gefallenen deutschen Soldaten aus.

Die Feierstunde war ein würdiger Rahmen zur diesjährigen Gedenkveranstaltung „Tag der Ehre“ in Ungarn. Nach der Rückreise nach Budapest untersagte die Polizei den „III. Weg“-Aktivisten den Zugang zur Burg im Stadtzentrum.