Stürmische Ostara-Wanderung zum Großen Osser

Home/Kultur, Stützpunkt Ostbayern/Stürmische Ostara-Wanderung zum Großen Osser

Das Kräfteverhältnis zwischen Tag und Nacht ist nun gleich und der Frühling hat begonnen. Umso stärker nun die Sonne wird, umso mehr wächst und gedeiht auch die natürliche Vielfalt in unserer Heimat. Die Zugvögel kehren zurück, die Samen der Pflanzen beginnen zu sprießen, so manches Tier erwacht aus seinem Winterschlaf und auch der Mensch nimmt Frühlingsgefühle wahr, welche die Kälte in uns verdrängen. Ein Kreislauf ewigen Lebens beginnt von Neuem.

Am Sonntag vor der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, dem germanischen Ostarafest, trafen sich Mitglieder und Freunde vom „III. Weg“-Stützpunkt Ostbayern im Lamer Winkel im Bayerischen Wald, um gemeinsam den sagenumwobenen Osser zu besteigen. Auch ein stürmisch-regnerischer Tag mit viel Nebel gab diesem Ausflug keinen Abbruch. Wie alles in der Natur entfaltet auch dieses Wetter seine eigene Schönheit. Kein weiter Ausblick tief in das Land stand also nach dem mühsamen Erklimmen des Berges als Belohnung bereit, sondern ein einsamer in Nebel gehüllter und stürmisch umwehter Berggipfel, der mit seinen Reizen aber keinesfalls unbeeindruckender wirkte.

Frühlingsritual zu Ehren Ostaras an einem Quellbrunnen

So ging es über einen matschigen Waldboden hinauf zum ersten Streckenposten des Tages. Über Felsgestein und durch dünne Erdschichten hindurch sichern die Wasserquellen des Ossers im Künischen Gebirge das Trinkwasser für die Umgebung. Der bekannte Hellseher Alois Irlmaier aus dem Berchtesgadener Land sagte für eine Zeit in der Zukunft voraus – in der er Wasser und Nahrung weitestgehend vergiftet sieht – „aus dem Osser kommt noch eine Quelle, da kannst du trinken“. Ein Quellenbrunnen des Berges gab schließlich auch den Aktivisten vom „III. Weg“ Anlass, dort ein Frühlingsritual abzuhalten und hierbei die Göttin Ostara anzurufen.

 Quellenritual am Osser zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara

Eine entzündete Kerze symbolisierte das weiter aufsteigende Licht der Sonne und Gaben aus bunt bemalten Eiern, Obst und Blumen zierten die Ritualstelle neben dem Wasserlauf. Ein Redner erklärte schließlich Sinn und Ursprung des Ostarafestes und zog den Faden zur Jetztzeit. Auch wenn der materialistische Zeitgeist es zu leugnen versucht – wir alle sind Teil der Natur und nur ein Rädchen im ewigen Kreislauf des Lebens. Die Pflicht nach dem Ringen um den Fortbestand unserer Art müssen wir ebenso wahrnehmen wie erfüllen, damit für unser Volk nach einem harten Winter auch wieder ein Morgenrot erstrahlt, das den heiß ersehnten Frühling bringt. Unsere lebensgesetzliche und lebensbejahende Weltanschauung verheißt uns die Richtung zu diesem Morgenrot und die nationalrevolutionäre Bewegung ist der Bote dieses Weges. Mit einem passenden Gedicht wurde das sinnbildliche Ritual abgeschlossen und die Männer, Frauen und Kinder machten sich weiter auf dem Weg bergauf.

Der sagenumwobene Osser aus urversunkener Zeit

Auf diesem steilen Pfad finden sich auch allerlei Infotafeln, wo dem Wanderer Auskunft über den Osser, seine natürlichen Bewohner und auch die Sagenvielfalt gegeben wird. Der nordische Kulturkreis und unser Volk im Besonderen sind für seinen Märchen- und Sagenreichtum weltweit bekannt. Schon die Edda ist nichts anderes, als eine Niederschrift nordischer Götter- und Heldensagen und wer kennt nicht die Gebrüder Grimm. In einer Zeit, fernab der heutigen technischen Unterhaltungsmedien, wo die Abende gemeinsam in den Stuben verbracht wurden, saßen Generationen bei Handarbeit, Geschichten, Musik und Gesang zusammen. Dort wurden Liedgut, Sagen und Märchen Jahrhunderte lang weitergegeben, die von Heldentaten oder mystischen Ereignissen erzählten. Auch über den Osser gibt es verschiedene Erzählungen, die auch auf der Wanderung thematisiert wurden. Der Teufelsritt, die Osserburg oder der Osserriese sind hier die Bekanntesten. Der mit 1293 m hohe Berg regte auch die Fantasie des Böhmerwalddichters Hans Warzlick an. In seiner Erzählung von 1913 „Im Ringen des Ossers“ nennt er diesen „ein leidenschaftliches Aufbäumen der Erde“. Weiter schreibt er, „wolkenhemmend und sturmspaltend, eine dräuende Gebärde des Gebirges gegen den Himmel. Urversunkene Zeit hat ihn mit dem Namen eines wetterlechzenden Gottes gekrönt und der Asenklang grollt noch heute nach tausendjähriger Verwitterung aus dem Namen Osser“.

 Infotafel über den „Teufelritt“ am Osser

Über Schlamm, Eis und Schnee – „Der III. Weg“ marschiert

Der wetterlechzende Gott von dem Warzlick schreibt, wollte wohl dem Frühling noch nicht ganz die Einkehr genehmigen. Umso näher der Gipfel kam, umso eisiger wurde es. War es am Fuße noch ein weicher Schlamm der Mühe bei der Fortbewegung machte, war es weiter oben dann ein gefrorener Boden, der das Vorankommen erschwerte und für einige kleine Stürze sorgte. Oben, dem Gipfel fast schon zum Greifen nah, wehte der Wind schließlich den Neuschnee umher, der am frühen Morgen das Gestein verdeckte. Über Schlamm, Eis und Schnee erreichte die Fahne unserer nationalrevolutionären Partei als Erstes das im Nebelgrau verhüllte Gipfelkreuz. Siegreich flatterte sie in dem stark tosenden Wind hoch über dem Bayerischen Wald – bereit dafür, jedem Sturm entgegen einst siegreich über dem ganzen Vaterland zu wehen.

 Siegreich im Sturm weht die Fahne vom „III. Weg“

Nahe dem Gipfel steht das Osserschutzhaus für hungrige und durstige Wanderer bereit. Gastfreundlich wurden die „III. Weg“-Aktivisten vom dortigen Wirt begrüßt und mit Brotzeiten und warmen sowie erfrischenden Getränken versorgt. Hier verweilte die heimatliebende Gemeinschaft und wärmte sich für den anstehenden Rückweg am wohligen Kamin. Gestärkt und frohsinnig ging der Rückmarsch schnell vonstatten, sodass der Standort des Rituals bald wieder erreicht werden konnte. Die zuvor im Ritual geweihten lebensspendenden Nahrungsmittel wurden als Wegzehrung eingepackt und kurz darauf wurde der Ausgangspunkt des Ausfluges erreicht.

 Empfehlung: Stärkung im Osser-Schutzhaus

Die Wandergruppe hinter der bayerisch-böhmischen Grenze am Großen Osser

Nicht nur eine Wanderung, sondern ein Kampf um die Gemeinschaft

Tage wie diese, die mit der Gemeinschaft im Schoß der Heimat verlebt werden, sind unzählige Male mehr wert, wie vergeudete Tage mittels Unterhaltungsmedien der Neuzeit. Auch an einem trüben und nassen Tag braucht man sich nicht in den eigenen vier Wänden verschließen und sich von einem TV-Programm berieseln lassen. „Der III. Weg“ sieht sich als gesamtheitliche Partei, die neben einem politischen Kampf auch den Kampf um die Kultur sowie den Kampf um die Gemeinschaft in ihr Konzept eingebracht hat. Die Gemeinschaft muss als Basis unserer Bewegung funktionieren, da ansonsten ein politischer Kampf niemals richtungsweisend umgesetzt werden kann. Mit Ausflügen wie diesen werden wir auch weiterhin unsere Gemeinschaft formen und binden, die bereits jetzt im Kleinen das lebt, was im Großen gefordert wird. So versprachen sich die Aktivisten nach diesem Tag auch wieder in die Hand, sich spätestens zum nächsten Gemeinschaftstag wieder zu sehen.

Das Angebot zum Mitwandern und in nationaler Gesellschaft die Idylle unserer Landschaften zu erleben steht freilich auch anderen heimatverbundenen Gleichgesinnten offen. In ganz Deutschland werden auch dieses Jahr wieder zahlreiche Unternehmungen, von der Kanufahrt, über diverse Bergtouren bis hin zu Lagerfeuerromantik von unserer Partei durchgeführt. Wer Lust hat sich an der ein oder anderen Aktion in der freien Wildbahn zu beteiligen, kann sich gerne unter Kontakt bei uns melden.

×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×