Frühlingsfest in Brandenburg

Zwischen dem 21. und 23. März findet immer die sogenannte Tagundnachtgleiche statt. Der Tag ist dann genauso lang wie die Nacht, danach ringt die Sonne der Dunkelheit jeden Tag ein Stück mehr Zeit ab und die Tage werden länger als die Nacht. Zur Sommersonnenwende um den 21. Juni hat das Licht dann seinen Zenit erreicht und die Nächte holen wieder auf. Für die Natur beginnt aber jetzt die Zeit des Erwachens, das Licht bringt mehr und mehr Wärme und somit beginnt auch die Pflanzenwelt zu gedeihen. Alles steht nun auf Aufbruch und das Leben kehrt in triste und öde Landschaften zurück. Auch der Mensch beginnt in dieser Zeit die Saat auszutragen und innerlich befindet er sich ebenfalls im Umbruch. Während er in der kalten, dunklen Zeit zur Ruhe gekommen ist und sich von Altlasten befreit hat, drängt es ihn nun zu neuen Taten, die warmen Sonnenstrahlen ermuntern ihn zu mehr Tätigkeiten in seinem Umfeld. Unsere Ahnen feierten diesen Vorgang mit dem Ostarafest, dem Fruchtbarkeitsfest. Familien und Menschen kommen zusammen, um in der Gemeinschaft die ersten Sonnenstrahlen zu tanken und mit einem abendlichen Feuer den Winter auszutreiben. Gemeinsam wird gesungen, gegessen und die sich auf dem Vormarsch befindliche lebensgebende Natur gefeiert.

Die Berlin und Brandenburger Stützpunkte kamen so zahlreich mit ihren Familien zusammen, um gemeinsam dieses alte Fest zu feiern. In der heutigen, vom totalen Konsum geprägten Zeit entwurzelter Individuen, geht der menschliche Bezug zur Natur immer weiter verloren. Unsere Gemeinschaft hingegen, erfreute sich über schöne Momente bei Spiel und Spass und gemütliche Stunden am Lagerfeuer. Familie, Tradition und Kultur wurden an diesem Tag mit Leben gefüllt und gestärkt geht es nun in ein hoffentlich ertragreiches Jahr. Wir ernten, was wir gesät haben, das ist landwirtschaftlich genauso wie politisch.